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Der Orient · 1840-06-27 · Heft 26 (27.6.1840) · p. 197

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Journal
Der Orient
Volume
1 (1840)
Issue
Heft 26 (27.6.1840)
Article
Arabien: die jüdischen Stämme in Hedschas
Date
1840-06-27
Page
197 (sequence 1)
Language
German
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Bevtchte, WtuKLen nn- Kritiken für ' Düs Abonnement für ein Jahr ist 6 Thlr, Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen soliden Buchhandlungen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur Her aus gegeben von Nr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentliche das Literaturblatt mitgerechnett zwei-Bogen,. und zwar an jedem Samstag regelmäßig. ÄO. Leipzig, den 27. Juni 1840. Orient. Arabien (die jüdischen Stämme in Hedschüs: Beni-Kenana, Benk-Nadhir, Beni-Hadil, Beni-Kainokaa, Beni-Karaidha, Beni-Tasm, Veni-Dschedis). — Frankreich (Elsaß, Straßburg). — Deutschland (Berlin, der Culturverein. Eon stanz, seltsamer Aufruf. Berlin, Urtheile Rießer's in seinen jüdischen Briefen). — Rußland, (russische Grenze, Bild der dortigen Gesetzgebung). >— Personalchronik und Miscellen — Literatürblatt des Orients. ' O r i ent. Alkltbrerr (Fortsetz.) Die erwähnte Stelle aber bei Abulfeda*), so wie der ganze Artikel Beduinen *) Eine andere Stelle bei Abulfeda inEseiner vorislamitischen Geschichte (hist, anteisl. ed. Fleischer 179) ist jedenfalls ausführlicher. Sie lautet: „Der Verfasser des Buches Älagani giebt an, daß die Niederlassung der Juden in Khaibar und in andern Orten v o n H e dsch ü.s dadurch herbeigeführt wurde, daß Moses ein Heer gegen die in Khaibar, Jcrtreb u.s.w. angesessenen Amalekiten gesendet habe, mit dem Befehl, sie bis auf den letzten Mann zu vertilgen. Die Amatekiten würden überwältigt und sämmtlich umgebracht bis auf den Sohn ihres Königs, den die Sieger gefangen mit sich nach Syrien führte. Moses war indessen gestorben, und die Kinder Israel sagten zu den zurückkehrenden Kämpfern: ihr seid von dem erhaltenen Befehl abgewichen, und könnet deshalb in unserer Mitte nicht geduldet werden. Diese kehrten darauf nach Hedschus zurück und wohnten daselbst bis zur Ankunft der Stamme Aus und Ch a srad sch, welche nach dem Durchbruch des Felsendammes Jemen verlassen hatte tu" So sehr auch der Angabe Alagani's nicht Glauben zu schenken ist, da sie aus 1 Sam. XV. corrumpirt zu sein scheint,! so ist dennoch 1) der Glaube, daß die Juden schon in frühester Zeit im Hedschäs angesiedelL waren, nachdem sie 2) einen harten Kampf' mit dem arabischen Stamm Amalik, der selbst erst nach den arabischen Geschichtschreibern zu Moses Zeiten aus Jemen verjagt worden war (F. Schultens: nwurmientcl. )tt8tor. urud. 20. 21), geführt haben, bis sie 3) zuletzt mit den ächt arabischen Stämmen A u s und C h a s r a d s ch zusammengekommen, allgemein angenommen. Uebrigens werden die letzterwähnten zwei arabischen Stämme stets mit den jüdischen zusammen erwähnt, und zwar nicht blos mit den Beni- K.haibar allein, da es noch viele andere jüdische Stämme in Hedschr^ gab. In der Geschichte Muhammed's bilden bebe! Ersch und Gruber, bieten aber im Ganzen keine historische Bereicherung, der schon erwähnten Relation; viel interessanter ist die kurze Erzählung über die Juden in Arabien von Arun Bar-Hebraus Abutfaradfch (bl. 1254), dem zum Christenthume übergetretenen Juden, in seiner Erzählung von Muhammed,, wo es heißt: „Im siebenten Jahre der Hedschera eroberte Muhammed Khaibar, die Stadt der Juden.' Man erzählt von Ali Abu-Taleb, dem Schwiegersöhne Muhammed's, daß ec in eigener Person die Thore dieser Stadt erbrochen und sie auf seinen Schultern beim Kampf mit-den jüdischen Bewohnern getragen, um sie als Schutzwehr zu gebrauchen." Hier wird von den. Beni-Enessa, die mit Muhammed Krieg führten, dasselbe gesagt, was Niebuhr von den Bmi-Khaibar behauptet, so daß wir in Bezug auf diese Stämme durch die Erzählungen irre werden. Rap. R ed. Um aber den Inhalt dieses Aufsatzes fruchtbar auffassen zu können, würde die hier folgende Episode, die den Verlauf des Aufsatzes auf eine kurze Zeit unterbrechen möge, gewiß von Nutzen sein. — Ueber die Juden in Hedschüs zur Zeit Muhammed's kann man nur dann ein vollständiges historisch-richtiges, Bild erlangen, wenn man sorgfältig alle Umstande und Einzelheiten in dem Leben Muhammed's zusammenreihet; dann ' aber wird man mehr als eine bloße Notiz, mehr als eine unvevstandtiche Skizze über die ehemaligen freien Juden haben- Die Hauptstädte inHedschüs sind Mekka und -Medina, kanntlich die jüdischen Stämme Beni-Nadhir, Äenr- Karaidha, Beni-Kainokaa, noch außer den Bem- Khaibar eine bedeutsame Episode, und wir werden im Verfolg dieser Abhandlung sehen, daß auch diese aufgezählten noch nicht die einzigen waren. f Ncd, 26

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