Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 25 (20.6.1840)
- Article
- La Bible, traduction nouvelle, ... [Rezension]
- Date
- 1840-06-20
- Page
- 389 (sequence 5)
- Language
- German
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393 Li't. Uebersichten. J. Zohlson's hebe. Sprachlehre für Schulen, angezeigt u. beurtheilt. 394 nigin Mutter, welche ausdrücklich erwähnt wird (2Kön.24,12. Ier. 22, 26. 29, 2), und Einfluß auf die Politik ihres Sohnes geübt |it haben scheint, und dem ganzen Hofe, alle Volksyaupter und angesehenen Bürger von Stadt und Land (Icr. 27, 20), unter welchen auch Ezechiel (Ez. 1, 1), nebst den Werkleuten, vorzüglich den Schlossern, wurden nach Babylonien abgeführt. Wie sein Oheim Ioahas hatte Zojachin nur drei Monate wohl nicht unlöblich regiert. Cr Hütte freilich sogleich beim Regierungsantritt seine Unterwerfung einschicken sollen; doch ruft ihm Jeremias, sein Tadler, noch Worte der Wehmuth nach, C. 2o, 28* *). Erst Evilmerodach entließ denselben hei seinem Regierungsantritt aus dem Gefängnisse, in welchem er 37 Jahre geschmachtet hatte. Indessen hatte schon eine große Zahl Judäer in Egypten eine Zufluchtsstätte gesucht (Jer. 24, 8). Ueber die Zurückbleibenden setzte Nebukadnezar einen dritten Sohn Josia's, den Matthanja, zum Könige, dessen Namen er vielleicht nach dem eines Neffen desselben l0) in Zedekia änderte (Icr. 37,1. 2 Köm 23, 17). (Schluß foglt.) 8) Hebräische Sprachlehre für Schulen. Als zweite Abtheilung der neuen Auflage deö hebräischen Lesebuchs rrQK rrn^ru Won I. Johlson. Frankfurt am Main, in der Andräischen Buchhandlung. 1838. XVI und 238 S. gr. 8. (54 kr.) Wer die Fortschritte, welche die Behandlung der Grammatik überhaupt, und die der hebräischen Sprache insbesondere durch Gesenius, Freitag und Ewald gemacht hat, einigermaßen kennt und zu beurlheilen versteht, muß sich wundern, wie noch jetzt eine Sprachlehre erscheinen kann, welche, mag sie für Anfänger oder weiter Fortgeschrittene bestimmt sein, alle die Ansprüche, welche man an eine solche machen darf, iu so hohem Grade entbehrt, als die oben angezeigte. Da ist keine Spur von leitenden Principien, von gründlicher Wiffenschaftlichkeit, von leicht zu überschauender Darstellung, sondern ein buntes Durcheinander von einzelnen Regeln, die 9) >,Lst ein verschmäht, zertrümmertes Gebilde dieser Mann, Conjahu? E n mißfälliges Gefäß? Warum wird er und sein Geschlecht geschleudert Ln ein Land, das sie nicht kennen? — Schreibt auf di esen Mann als unfruchtbar, Als einen, dem's im Leben nicht gelang; Denn nie gelangt ein Sohn von ihm zum Sitz' auf Davidö Stuhle, Zu herrschen über Luda noch." 10) Einen Bruder Jojachin's, Zcdlka, der bei der Unmündigkeit seiner Neffen die nächste Anwartschaft auf den Thron batte, erwähnt die Chronik, 1 Ehr. 3, 16; allein man kann ihren Angaben nicht unbedingt trauen. V. 16 a.a.O. nennt sie den Ioahas, welchen Namen sie wohl 2Chr. 21,17 für Ahas ja setzen durfte, fälschlich Johanan, giebt aus Icr.22,11 einen vierten Sohn Josia's, Sallum; und halt 2 Chr. 36, 10 Jojachin's Nachfolger für seinen Bruder, was die Existenz eines Bruders Iejachr'u's verdächtig macht. vom roh empirischen Standpunkt aufgefaßt, alles inneren Zusammenhanges, aller Begründung entbehren, und daher eine klare Einsicht in den Bau, das Wesen und die Gesetze der Sprache, und somit eine gründliche Kenntniß derselben unmöglich gewähren können. Dazu kommt eine grenzenlose Verwirrung in der Anordnung in allen Theilen des Buches, welche durch das weitläufige vorausgeschickte Jnhaltsverzeichniß selbst für den Praktischen Gebrauch nicht beseitigt werden kann. Schon die Verschmelzung der Etymologie und Syntax muß Rec. für ganz unstatthaft erklären. Der Vers, behauptet zwar in der Vorrede: daß ihn eine langjährige, oft erprobte Erfahrung hinreichend überzeugt habe, daß beim hebräischen Sprachunterricht diese Methode die erfolgreichste sei, und weit angenehmer und schneller zum Ziele führe, als die gewöhnliche steif pedantische Weise jener abschreckenden Eintheilnng in Etymologie und Syntax. Wenn aber schon die von ihm gewählten Epitheten auf seine grammatische Einsicht einen Schluß gestatten, so widerlegt er sich am besten selbst, wenn er sogleich beifügt: „die der Syntax angehörigen Regeln und Bemerkungen habe er, um anzudeuten, daß man sie anfangs überschlagen "kann, mit kleiner Schrift drucken lasten." Wie könnte es auch ein verständiger Lehrer für passend halten, bei den sogenannten Servilbuchstaben, und insbesondere bei dem N interrog. sogleich schon von der Art und Weise zu reden, wie der Hebräer die verschiedenen Fragen auszudrücken pflege, oder bei dem H art. den Schüler über die Gesetze des Gebrauchs dieses Artikels ausführlich zu belehren? Aber auch in der Etymologie selbst herrscht grenzenlose Unordnung. Da wird das H int er. und H art., sowie das Pcasixum j£ bei der Wortbildung abgehandelt, bei dem N articuli ferner die Eigenthümlichkeitdes Hi, daß es als schwacher Buchstabe ausfallen könne, gleichsam gelegentlich erwähnt, die Classen und die sogenannte Declination des Nomen werden nicht etwa bei diesen/ sondern bei den Suffixen ausgestellt, das Nomen vor das Verbum gesetzt, das reguläre und Gutturalverbum völlig in einairder geworfen, und Vieles der Art. Dabei wimmelt es von Oberflächlichkeiten, halb wahren, ja selbst ganz falschen Regeln und Behauptungen. So wird das Patach furtivum ein überflüssiges genannt und gelehrt, es werde mit dem vorhergehenden quiescens ausgesprochen. Wie kann aber ein Vocal mit einem Buchstaben ausgesprochen werden, der selbst nicht ausgesprochen wird? — §.40 heißt es: „bei den Verbis ruht der Ton auf dem zweien Radikal". Der Ton ruht aber doch wohl nicht auf dem Buchstaben, sondern auf der Sylbe; an demselben Ort: „ist er (der zweite Radikal) aber vocallos, so rückt der Accent hinab auf den dritten Radikal". Hier ist die Wirkung fälschlich als Ursache betrachtet, und so das ganze Verbal miß umgekehrt. Nicht die Vocallosi'gkeic des Nadicals ist die Ursache, daß der Ton auf die letzte