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Der Orient · 1840-06-13 · 24 (13.6.1840) · p. 370

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
24 (13.6.1840)
Article
La Bible, traduction nouvelle, ... [Rezension]
Date
1840-06-13
Page
370 (sequence 2)
Language
German
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371 Lit. Übersichten. S. Cahen^s Bibelwerk. Dr.^ Sommerhansen^s Epigrammensammlung. 372 wirklich reichen diese zwei Commentatoren über den ganzen Propheten fast aus, wenn man nicht etwa an die altern Exegetm denken will/ wie an SedasticinSchmid - (oomment. in libr. pronh. Jerem. Franks., 1/06. 2 Thle.), Herrmpmn Wenema (oommLni.nd 1 ihr. Jei\ Leuward, 1765. 4/ 2 Thle.) und an den Engländer B l CU) nb y (Jeieniiah and lumentalions. A new translat. with notes crit., philol. and explanar. Oxford, 1784. 4). Es thut uns aber sehr leid,. daß' einige vortreffliche und ausgezeichnete Monographieen über diesen^ Propheten, die in Deutschland allbekannt und ver- MMt^sindft--von Hrn. Eahen unbenutzt und ninbeachtet geblieben sind; denn wir sind fest überzeugt, daß sie' bei seinem kritischen Takt zu den gelehrtesten und trefflichsten.Bemerkungen Veranlassung gegeben hatten Von diesen Monographieen will ich nur erwähnen: 1) Tac. Roorda, coniruenlam in aliquot Jeremiae loca. Groningen, 1824. 8., die manche treffliche grammatisch-lexicalische Bemerkung zu diesem Propheten enthalt, .was , kein Wunder ist, da dessen hebr. Grammatik zu den ^besten gehört; 2) I. F. Gaab: Erklärung schwerer Stellen in. den Weissagungen Jeremias. Tübingen ,; 1824. Z.; 3). Eh. Gotthelf 5pensler: Bemerkungen zu Stellen in Jeremias Weissagungen. Leipzig, 1805^8. ). 4)^ CH. F. Sch nur rer: Obseivaliones ad yaticinia Jeremiae. Tübingen, 1793.; . 5) A. Knobel: der6nüa8 ehaidai2an8. Breslau, 1831. 8.; zu welchem Stoff auch 6) L. Hirzel: de ebaldaismo biblicL origine et auctoiitate ciit. commentatio. Leipzig-,. 1830. 4.„ gehört. Aum Verstandniß d.er Septuaginta über diesen Propheten ist das Werk von Spoh n, welches den Titel führt: Jeremias vafes e versione Judaeor. .Aiexandrinorum ac reliquorum interpretuiu,! gs aecorum emendatus notisque criticis illustraiiis a ü. L. Spohn. Vol. i. Leipzig, 1794. Voiv.lL Leipzig, 1824. 8. gewiß wvn großem Nutzen. Doch wir. .wollen mit Herrn Cahen über Benutzung mehr oder weniger Quellen nicht rechten; lieber, wollen wir uns an^ dem Gegebenen halten und eine Uebersicht dessen, dem Publikum vorlegen, was dieser Band bietet. In dem Vorworte giebt Hc. Ca h en. zuerst eine trefflich.ausgefühcte, mit schönen Farben gezeichnete Charakteristik des Propheten Jeremija und seiner erschütternden Threnodie, dann zieht er eine Parallele zwischen diesem Lehrer und Jesaja, und beide Schilderungen, obgleich nur nach der ästhetischen Methode Eichhorn's, sind so einschmeichelnd und wahr, daß der Forscher mit Vergnügen in diese Katakomben der Vergangenheit hinabsteigt. '/ - (Schluß folgt.) 7) crÄ# oder Sammlung hebräischer Epigrammen von Dr. H. Sommerhausen. Erstes Bändchen. 'Amsterdam 1840. 8. Ein eigenes Werkchen, worin blos epigrammatische Dichtungen zusammengereiht sind, hat meines Wissens die neuhebräische Literatur noch nicht aufzuweisen, obgleich sie an pointirten Witzspielen und stachelnden Geeichtest'einen Uebebflüß' hat,, wie schon ein oberflächlicher Einblick in die Diwanen Alcharisi's und Im manu el's überzeugen. Die neuhebraische Literatur des Mittelalters verwob ihre Epigrammen mit andern Dichtungen didaktischer oder erzählender Art, wie z. B. die so eben genannten Heroen, als auch Jbn-CHabib und Schem-Thob Palkeira u. A., daher sie für diese Dichtungsart nicht einmal einen Namen prägte, und erst die Measefim, angeregt durch Opitz, Hagedorn, Lessing, Herder, Gothe, Kistner, Swift u. A. versuchten sich nach langer Pause in solchen Sinngedichten, und erfanden den Namen welchen Namen die Absenker des Sammlers, die.Bikura Ha-Jttim, adop- (irten. Herr Dr. Sommerhausen bedient sich ebenfalls dieses'Wortes, indem er seine ganze Epigrammensammlung nennt, wovon das erste Bändchen nur die satyrische Epigrammen oder die Stachelverse unter dem Namen enthält. Wie aber die Redactoren des Sammlers zu dieser neuhebraischen Benennung gekommen, ist zum Verstandniß des eigentlichen Wesens des Epigramms nicht uninteressant, zumal dadurch auch ein biblisches Wort einiges Licht erhält. Das griechische ETtiyQa^i.ux nachzubilden, war eines Theils schwer, andern Theils für die epigrammatische Dichtung zu beschränkt, so wenig das lateinische i nscriptio, das deutsche „Aufschrift", angemessen schien, wenn schon das Epigramm ursprünglich nur Inschrift auf Tempeln war; man sah sich daher nach einem althebraifchen Ausdruck um, dessen Sinn und Etymologe zu diesem Gegenstände paßt, und man fand chie Psalmaufschrift Michtam dazu passend. Die Verbelwurzel ist phonetisch und auch dem Begriffe nach nur eine Abschattung von CHn und der Begriff des Verschlossenen, Rathselhaftdunkeln, Pointirten und Witzigen liegt also in dem abgeleiten Nomen was so wohl für Epigramm, dessen zweitheiliges Wesen ein Bild und ein pointirter Aufschluß desselben ist, als auch für Gedenkvers, Orakel, Inschrift, Aufschrift, deren Charakter jene epigrammatische Kürze und Pointe ist. In ist dieser Grundbegriff noch im Brauch, etwa, wie in DE2, Vräifcä Qinn wo die Sünde bei Gott in Gewahrsam und wohlverschlossen ist. So deuteten die Measesi'm das Wort Michtam, und diese ^Bezeichnung finden wir auch sehr passend und allen Arten Epigrammen angemessen./ Nun wollen wir noch die andern Benennungen erwähnen, die Hr. Dr. S. umschreibend zur Be-

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