Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 23 (6.6.1840)
- Article
- Zerstreute Notizen über die jüdisch-arabische Literatur
- Date
- 1840-06-06
- Page
- 362 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/8555529-9891396-9891435-2362697--0471-2362728- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Las Buch Migdanot von Elazar Liffer. Literarische Uebersichtm. 364 383 eine Handschrift dieses Werkes, begleitet von einem Commcntare eines Rafael Rose. Wer es aus dem Arabischen übertrug, ist mir unbekannt. 8) die hundert Sprüche Ali's, des Sohnes Abu-Talib's, des Beherrschers der Gläubigen, ans dem Ara? bischen ins Hebräische übertragen von einem Anonymus im Jahre 1643, und befindet sich handschriftlich in der Bodlejana cod. IVIareshali ii. 118) zugleich mit einer lateinischen Version, von Galiud herrührend. Diese Sprüche sind im arabischen Original, begleitet mir einer alten wörtlichen persischen Ucbersetzung , unter dein Tire!: 8 e n t e n t i a e Ali B e ii A b i T a I e b ar ab. et p e r s. e c o t». m s. V i m a r i e n s i p r i m u s e d. a t q u e in u s u m s c h o - larum annotationi b u s in a x i m a m p a i* t e m g r a m m a t i c i s n e c non g 1 o .s s a r i i s inst r. J o. G u s t. Sticke], J e n a, 1834. 4. Außer der Spruchcenturie Ali's findet man noch von demselben Herrscher eine alfabetische Spruchsammlung, die in dem Werkchen: Sentent i a e Ali E b n AbiTal e b 1 arab. et 1 a t. e d. C o r n. v an W a a n e n. Oxford/ i804.4., sich findet wo eine Leydner und Pariser Handschrift benutzt ist. Beide Spmchsammlungen findet man schon großentheils in: Pröverbia quaedam Alis, imperatoris Muslimici (uon Golius, Leyden 16^9. 8.) abgedruckt (s. Schnurrer's Biblioth. arab. 185). Uebersetzt hat diese Sprüche Vatier (Paris, 1660), aus welcher die englische im Anhänge von Taylor’s History of Mohammedanism and its seets (London, 1834. 80 geflossen, und mit der Uebersetzung von Taylor's Werk ins Deutsche (Lpz. 1836. 80 find auch diese Sprüche ins Deutsche übertragen worden. Vor Taylor übersetzte aber schon Ocklcy, im Anhänge seiner History ok tbe Saracens (London, 1718. 8), Ali's Sprüche ins Englische, welches sein deutscher Uebersetzer Arnold (Leipzig u. Alt. 1755. 3.) ins Deutsche übertrug. Am vollständigsten und correktesten erschienen diese Sprüche kürzlich unter dem Titel: Ali's hundert Sprüche arabisch und persisch paraphrasirt von R e s ch i d - e d d i n W a t w a t nebst einem doppelten Anhänge arabischer Sprüche, herausgegeben, übersetzt und mit Anmerkungen begleitet von M. Fleischer. Leipzig, 1837. 4. 9) Der berühmte Bechaji schrieb in der schönen arabischen Sprache „den Wegweiser für die Pflichten der Herzen," denn so heißt sein arabischer Titel: IE\TD welchen der hebräische Uebersetzer Jehuda Jbn Tibbon verkürzt durch NÄN wiedergab. Auf der reichen Bibliothequ'e royale zu Paris (n, 201) rnag ein jüdischer Gelehrter einmal das arabische Original abschreiben, und durch Veröffentlichung desselben uns zugleich den frommen, ernsten und wissenschaftlichen jüdisch-arabischen Geist xm Mittelalter zeigen. . (Fortsetzung folgt.) . IV. Das Buch Migdanvt Elazar ei n Commentar zu Becliinal Ol am. Elazar B e n Salomo L is s er in Kletschow, beendigte daselbst in den Halbfesten der Laubhütten 1792 seinen , Doppelcommentar zum Bech inat Olorn des Jedaja Penini, deren erster, mit dem Namen Migdanot Elaxar, mehr den Inhalt und den pragmatischen Zusammenhang dieser moralischen Dichtung erläutert, und der zweite mit Namen Maskir inehr die Schriftquellen und die Worterklarung geben. Der Verfasser bekam obgleich schon früher mit seiner Erläuterung beschäftigt einen kostbaren, ausführlichen alten Commentar in die Hände, der anonym im Jahre 1698 zu Prag erschienen war, und worin die Commcntare des Mose C Hab ibi, derselbe der das Werk Kasot Temarim absaßte, und des Josef Fransis sehr oft mit berücksichtigt sind. Alle diese benutzte der Conunentator, obgleich erst spat, den Anonymst citirt er unter dein Namen Pili, d. h. Anouymos. Außerdem erwähnt unser Liffer sehr häufig nach einen andern Commentator Josef Lisser, den er oft widerlegt. Das Werkchen wurde gedruckt in Octav in Frankfurt a. d. O. 1792 in der dort bekannten Druckerei des Professor Grela. Der Rabbine Abraham Abele zu Kalisch gab ihm am 8. Kisten 1792 seine Haskarna, begleitet mit vielen Lobsprüchen überden gelungenen Commentar, Ar je Löb Kvo, Rabbi zu Leslan, am ersten Thebet desselben Jahres, Nach man Amsterdanii, Rabbi zu Peisern, am 30. Thebet, David Brisk de Littan, Rabbi in der Vaterstadt des Verf's. Kletschow, am 8. Thebet, Leiser Ben Gedalja Kiöbenhayn, Rabbi zu Kanl, am ersten Marcheschwan, Jizchak Eisak Ben Josef Krotoschini, Rabbi' zu Wi ttk ow, am 14. Marcheschwan. Am Schluffe ist das bekannte sprachkünstige Gebet des Pemini, der den Namen Bekasch at Ha-Memin führt, ebenfalls mit zwei glossirenden Erklärungen begleitet, die eine führt wie zum Bechinat -Olam den Namen Maskir, die Andere den Namen Pili, der bereits genannte anonyme Commentar ist. Ein anderes Werk dieses Gelehrten ist uns nicht vor Augen gekommen. Literarische Uebersichten. 5) Marpe Leschon Arami, äramaische Grammatik zum Verstandniß der im alten Testamente befindlichen Bücher Daniel, Esra und der im Talmud und in dem Midrasch vorkommenden Stellen, in hebräischer Sprache abgefaßt von Ephraim Israel Blücher (Wien bei Ed. v. Schmid 1838). - Beginnt einmal eine milde Frühlingssonne, so in der Natur wie in irgend einem Gebiete der Kunst und Wissenschaft,