Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1 (1840)
- Issue
- Heft 23 (6.6.1840)
- Article
- Wien: Mitteilungen
- Date
- 1840-06-06
- Page
- 179 (sequence 2)
- Language
- German
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179 nunc lege assernntur: ut nempe praeter Civitatcs Reg Las montanas articulo 38: 790—!. attactas, ac loca, a quibus ex respectu fodinarum et montanisticarum inanipulationum ex antiquo legitimo usu arcenfcur, secus per Regnum, Partesque adnexas, ubicunque habitare, Bona porro nobilitaria in arenclam reciperc, non tarnen ctiam usufmetuationem sessionum colonicalium emere valeant. ln quantum porro iidem. in usu liberae emtionis fundorum civil nun esse nt, ut usus hic in iisdeni Civitatihus vigens lege etiam stabiliatur, benigne admitti, quaestione concedendi pro re nata similis in aliis Civitatibus indultus, bis via Dicasfcerioruni auditis, in singillativis quibusvis casibus pro ratione subversantium circurnstantiarum per Suani Majestatem Sacratissimam ex justo et aequo detenninanda. Assentiri porro Suam Majestateni Sacratissimam, ut iidem sub conditionibus secus praescriptis fabricas erigerc, bonesfcas questuarias artes exercere, opiiieia seu ad propriani manum, seu adscitis sodalibus judaeis tractare, et juvencs suos artem hujusmodi edocere, scientias porro, artesque illas liberales, in quarum exercitio hueduni praefuerunt, dehinc quoque exercere valeant; Testimoniales tarnen, prout et in genere quasvis contractuales Littcras idiomate in Rcgno, Partibusquc adnexis usitato exarare teneantur. In recipiendis caeteruni alieriigenis Israelitis praevigentes cautelas, iisdemque eohaerentes, quae in projectatae Legis §. 5. continentur, dispositiones per Consilium R. Loomutencntiale districtim manutenendas, et ubique observandas; vagabundos igitur, et sine Passualibus oberrantes ad locum originis irremisse reinviandos, caeteruiu rubrum articuli hujus verbis „De Israelitis“ inscribendum esse. Horum itaque in nexu non restarc aliud, quam ut DD. SS. et 00. Articulum hunc in sensinn redigendum exhibeant, in solita Conccrtatione pertractandum. In reliquo Summefata Sua Majestas Caesareo Regia Apostoliea lisdem Dominis Statibus et Ordinibus Rcgni Gratia Sua Caesareo - Regia clcmentissime ac jugiter propensa manet. Per Sacram Caesaream et Regio - Apostolicam Majestateni Posonii die 10-a mensis Maji 1840. M a 11 ii a e u s S t e 11 n e r in. p. Ab Extus, 6992 472 1840 Sacrae Caesareae et Regio - Apostolicae Majestatis Domini, Domini clementissimi nomine, Serenissimo Arclnduci, Reverendissimis, Reverendis, Honorabilibus, Spectabilibus ac Magnilicis, MagniHcis item, Egregiis et Nobilibus, nee non Prüdentibus, ac Circumspectis I. Regln Hungariae, et Partium eidem adnexarum Dominis S:atibus et Ordinibus, qui vel in persona, vel etiam ablegationis munere fungentes, nomine Principalimn suorurn pro praesenti generali Diaeta Rcgni per altcfatam Suam Majestateni Cacsareo-Regiani clementissime indictä, congrcgati sunt, consignandum. Ex Officio. (L. 8.) P o s o n i i. Zm Namen seiner heiligen kaiserlichen und königlichapostolischen Majestät, unsers allecgnädigsten Herrn, ist dem Durchlauchtigsten Erzherzoge, den Hochehrwürdigen, Ehrwürdigen, Angesehenen, Adeligen, Weisen und Erleuchteten Herren Ständen des ruhmwürdigen Königreichs Ungarn und der mit ihm verbundenen Theile, die entweder in eigner Person oder auch als Abgeordnete durch den Generalkabinetsbefehl von Seiner kaiserlichköniglichen Majestät allergnädigst versammelt sind, huldvoll kund zu thun: Daß Höchstderftlbe eben jene Vorstellung der Herren Stande, daß den Israeliten mit Rücksicht auf die Tvleranztaxe die Last ihrer nach Erklärung von Art. 38: 1790—1 actuellen Lage erleichtert würde, nach vorheriger Vernehmung des Beschlusses der Gerichte, allergnadigst in Erwägung ziehen und sodann darüber Seine Resolution geben wolle, der Paragraph aber des projectirten Artikels 1. auszulassen sei. Beim Durchgehen der übrigen jedoch habe er gnädigst seine Zustimmung gegeben, daß den innerhalb des Königreichs Ungarn und der dazu gehörenden Theile lebenden Juden, die nämlich daselbst geboren sind, oder die Verwilligung dort zu wohnen rechtmäßiger Weise erhalten haben und einen guten Lebenswandel führen, welche jedoch alle einen festen und bestimmten Vor- und Zunamen haben und ihre Kinder in eine von den Dienern der Kirche zu führende Matrikel eintragen lassen müssen, nach ihrem gegenwärtigen Eulturzustande, nach Maßgabe auch durch Landwirthschast und die Betreibung von Handwerken — jedoch sind hier die Rechte und Vorzüge, welche aus gesetzlichen Verfügungen oder Privilegien erwachsen, nicht einzubegreifen — Folgendes gesetzlich eingeräumt: daß sie nämlich mit Ausnahme der in Art. 38, 1790—1 berührten königl. Vergländer und derjenigen Oertec, wo sie aus Rücksicht der Bergwerke nach alter gesetzlicher Weise nicht zugelassen werden, sonst im Reiche und den verbundenen Theilen überall wohnen, ferner adelige Güter zur Bearbeitung nicht aber die Nutznießung von Bauergütern erstehen können; daß soweit sie im Besitze des freien Kaufes bürgerlicher Grundstücke seien, dieser Besitz, in ebendenselben Staaten geltend, auch gesetzlich bekräftigt werde, indem die Untersuchung über die Ertheilung der Erlaubniß nach Umständen in anderen Staaten, nachdem diese zuvor aus dem Wege der Gerichte gehört sind, in einzelnen Fällen nach Maßgabe der gegenwärtigen Verhältnisse durch S. Allerheiligste Majestät nach Recht u. Billigkeit zu bestimmen ist. Seine Allerhöchste Majestät bewillige ferner, daß sie unter den anderweitig aufgestellten Bedingungen Fabriken errichten, ehrlichen Gewerben sich widmen, Handwerke entweder mit eigner Hand oder mit Hinzuziehung von jüdischen Gehülfen treiben und ihre Kinder in solcherlei Kunst unterrichten, ferner sich mit jenen schönen Wissenschaften und Künsten beschäftigen können, durch deren Uebung sie sich bisher ausgezeichnet. Zeugenaussagen jedoch und schriftliche