Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 22 (30.5.1840)
- Article
- Uebersetzungsprobe aus dem Diwan Jehuda Halewy's
- Date
- 1840-05-30
- Page
- 346 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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317 Lit. Analekten. Dr. M. Sachs : Uebersetzungsprobe. Dr. A. Geiger üb. die Bemerk, d. S. M. 348 18. Preis' ihn, des ew'-gen Geistes Bild, in sterbliche Form gegossen, Den Namen deß, der die Welt ergründet, deß Weisheit von keiner Schrank' umschlossen, Wahrheit und Treue sind seine Genossen. Wahrheit bist du, o Herr. 19. Preis ihn, Gottheil'ge, der sein Antlitz giebt der Allmächt'ge kund, Den Namen des Heil'gen, geheiligt durch seiner Seher Mund, Hcil'ge verherrlichen ihn und rufen vereint im Bund: Heilig, heilig, heilig ist der Herr! 20. Preis' ihn, Du, die Gottes Spuren sucht, nach dem Höchsten tragt Verlangen, Den Namen deß, der im Himmel thront zum Heile derer, die nach ihm bangen, Ihn bekennen die Stolzen und es bezeugen, die in Hoheit prangen, Daß über alle Völker mächtig ist der Herr. 21. Preis' ihn, Bewohnerin der Erdenhütte, dem Aetherglanz entnommen, Den Namen deß, der gepriesen wird von der Schaar der Frommen, An die kein Fleck, kein Sündenmakel gekommen. Dort preisen sie die Gnade des Herrn. 22. Preis' ihn, du, schwebend in deö Höchsten Hand, geschirmt wie des Auges Bild, Den Namen deß, den die Lippe preist, der das Herz erfüllt, Der mit des Urlichts erstem Strahl erschuf des Geistes Gebild, Damals da zuerst erging das Wort des Herrn! Anm. Die sietzte Strophe habe ich unübersetzt gelassen, da sie den schönen Gedankenrythmus zwar würdig abschließt, aber statt des durch die früheren Strophen gehenden zu Anfänge einen andern Ansatz nimmt (s. Dukes a. a.O.) und das Onomastichon, das im Deutschen nicht beizubehalten, doch das Wesentliche darin ist, II. Ueber die Bemerkungen des Herrn S.' M. zu Melo Chofnajim. 1) Daß Jakob An Loli Vfr. des Ruach Chen ist, leitete ich nicht blos aus der Stelle in del-Medigo's Briefe ab, sondern wie an dem beregten Orte (M. CH. S. 55) bemerkt ist, zugleich aus Samuel Aschkenasi's ausdrücklicher Angabe in Ta'alumot Chochmah I. 91 a, wo von diesem Büchlein gesprochen wird als ^on v-pn^/ ’hDDm/ wo also natürlich unser Büchlein gemeint ist und nicht die Uebersetzung der aristotelischen Kategorieen, die gar nicht diesen Namen tragt. Auch wäre es ja seltsam, wenn d. M. zuerst in dem Briefe (hebr. und deutsch S. 13) von (Jakob) Antoli spräche und diesen als den Vfr. des Nuach Chen bezeichnet — worunter cr die Kategorieen meinen soll , dann aber spater (hebr. S. 19 u. deutsch S. 25) neben Gedarim ein Nuach Chen schlechtweg anführe, welches wieder eine andere Schrift wäre. Daß das Büchlein übrigens nicht von den Tibboniden herrühre, wird einem jeden Einsichtigen bald klar sein, und so hat die Angabe d. M's., der in solchen Dingen einen sehr guten Blick hat, durchaus alle Wahrscheinlichkeit für sich. 2. Wer ist der freisinnige jüdische Grammatiker, welcher an vielen Stellen der Bibel Correcturen zu machen wage, und Ibn Esra dafür (Zachot zu Ende, Sasa berura 9 5, 2 M. 19, 12 in beiden Recensionen, das. 21, 8 in der zweiten Recens.) mit dem Namen und belegt? David Kimchi zu Jerem. 33, 26 u, 1 Chr. 2, 15, sowie im Wörterbuche unter und antwortet darauf; eu führt einige der in obigen Stellen genannten Correcturen unter dem Namen des Jona ben Gcmnach (Abulwalid) an, und darauf hin hatte ich, mit Hinweisung auf die Angabe Kimchi's im Commentare, in Ztsch. I. S. 19 den Namen Abulwalid's ohne weitere Bemerkung hingestellt, Allein schon Josef b. Elieser, der Vfr. des unter dem Namen Ohel Josef gedruckten Supercommcntars Zosnat Pa'mach*) stellte (1 M. 36, 33, 2 M. 19, 12) die ganz unbegründete Ansicht auf, weil I. E. einigemale den s. g. Jizchaki (wahrscheinlich Isaak ben Jasos) mit dem Epitheton belege, so sei auch überall, wo dieses Epitheton allein sich finde, jenes gemeint. Wie wenig begründet diese Meinung ist, ergiebt sich daraus, daß Josef zu 1 M. 20, 4 unter einem Erklärer, welchen I. E. einen Df’Pft nennt, gleichfalls diesen Isaak versteht, während derselbe, wie 2 M. 21, 8 deutlich gesagt wird, kein Anderer ist als Saadia Gaon! Wieso nun Hr. Dr. Lippmann, und nach ihm Hr.Meklenburg, dazu kommt, den Kimchi, welcher das Wörterbuch des Abulwalid vor sich gehabt, eines Jrrthums zu beschuldigen und ohne irgend einen Grund Isaak ben Jasos zu substituiren, bleibt mir in der That räthselhaft, noch mehr, da Dr. Lippmann selbst noch viele andere Stellen anführt, in denen im Namen Abulwalid kritische Conjecturen beigebracht werden, und I. E. durchaus keine Rücksicht nimmt gegen eine in anderer Beziehung von ihm hochgestellte Person, wenn er Fehler bei ihr gefunden zu haben glaubt, wie wir dies so eben auch in Bezug auf Saadia Gaon gesehen, 3. Daß das zweite von S, M, angeführte Gib'at ha- More das Werk des Josef b. Isaak Levi ist, glaube ich auch. — Ob das Ma'arechet von Perez b. Isaak Kohen Girandi ist oder nicht, kann ich jetzt nicht untersuchen, und überlasse ich diese Frage Hrn. Dr. Zunz, dessen Resultat ich ausgenommen habe. 7— Woher Hr. Mekl. in dem von D. M. als Unterhaltungsschrist angeführten DrDD mit solcher Zuversicht das ^fcnDPi Sb DrDö sehn will, begreife ich nicht, noch mehr da vor dem DrpD noch das Wort ^FiQ vorhergeht; mich wenigstens „lehrt dies der Augenschein" nicht, *) Vgl. Melo Chofn. S. 78; Hr. Reggio hat mir unterdessen mitgetheilt, daß das Titelblatt in seinem Exemplare fehle, so daß für den Namen Ohel Josef keine andere Autorität bleibt als die des Herausgebers.