Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 22 (30.5.1840)
- Article
- Ueber das Princip der jüdischen Ehe
- Date
- 1840-05-30
- Page
- 340 (sequence 4)
- Language
- German
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313 Ueber das Princip der jüd. Ehs. M WMeMn, Ueh?psetzungsproLe yon Dr. Sachs. 3-14 lisches noch juridisches Gesetz dieselbe^ aus dem Iudenlhume ganz zu verbannen gesucht , werden sogarim Talmud, mannigfache Gesetze in Betreff derselben aufgestellt: so findet sich, meines. Wissens, kein .Beispiel von einer wahren Polygamie, und schwierig sollte es bestimmt sein, einen Lalmud.jsten aufzufinden, der mit mehreren Frauen zugleich sich verband. Wir. können aus vielen Stetten beweisen, welcher Beweis jedoch nur. auf Jnduction beruht, daß die. Monogamie zur Zeit des Talmuds so ziemlich Brauch, und Sitte war. In Jebamct 63 a. lesen wir. 1NN'22 *6 22M2 Kp 21N den Nab bin en Nab kränkte seine-Frau; e;o<l. Lid, 65 d. ppTirp *VI IfikTC"! Iudit, die Frau des Rabbi Ch-ia;. in Rrdarim 18. 1N2'2^ 8-22V NÄ N« KL'22,. Gabkya gelobte oder, schwur seiner 60 b. dreimal: N'lrin Jemand sagte, zu seiner Frau; ferner die Erz.Wun,g .in, .Ke.tutz.pt 6?, d von der jungen Göttin des. zwei. Jahre, abwesenden Ehaaania; 65,u;. 67 h; Talmud Sabat: (Plural,), TOZD*}. (Singul.). PlsZNL. J Midpasch.- Rabbis eap. 17 der- Genesis.: 22 PV12'- '22-20K, 1-M3- 1Kb- DK-1--2W- N21 DK noon 22 K'LM '22 Vr 12VK2 2-21 DK N'1221 chÄN ]2 'DT '22 IDD’KD DK1, u. s. w. welche alle, wie viele Lausend andere Stellen, die unmöglich hier aufgeführt werden können, andeuten, daß ein Jeder dieser Männer nur Eine Frau Hatte. Daß die Rabbinen nicht schon damals die Polygamie aus dem Iudenthume räumten, lag theils in der biblischen Bestimmungder Leviratsehe, welche vollzogen werden sollte, selbst wenn der Levir verheirathet war, theils in den Verhältnissen der für die Juden bedrängten Zeit, da zuweilen eine schöne Frau von irgend einem Potentaten durch Ueberredung oder Gewalt gänzlich entrissen wurde dem Manne, welchen mau nicht ehelos lassen wollte, theils auch in dem Abscheu vor Schwelgerei und bösen Lüsten der Morgenländer, welche Leidenschaften gefördert würden, wenn man dem Manne einer stets kranken oder gar wahnsinnigen Frau-eine andere Ehe ernzugehen untersagte. Sonst/ glauben wir, würden schon die Rabbinen des talmudischen Zeitalters wenigstens durch ein moralisches Gesetz die Polygamie abgeschafft haben, da sie dieselbe nicht nur mißbilligten, sondern auch auf die Zahlvier (Jebamot 44 a)-, welche später von Muhammed 6) ausgenommen wurde, beschrankten, 4>Kotzan.,Sura!V. v. .jvCää. .£b;. Literarische Arralekteu. I. Weh orse t; ungspxohe aus dem DiwK-r» Jehuda Halewy's von W r. M. w c li §. (Aus. einem Briest.) Das hier übersetzte ist von Jehuda5Zalinvy, dem berühmten Sänger des zwölften Jahrhunderts, dem es Zunz (Dukes: Mose ben Esra S. 15. Amu.) und Rapapoxr ("?2N 02 4. Th. S. 96. 2lnm. — zu der dort über den Organism der ganzen Keduscha i aufgestellten Vermuthung vgl. Plit^ Nr. 156) j wieder vindicirt haben, nachdem es lange dem Nach-! man! beig.elegt worden. Es ist der Wunsch des ^Übersetzers, dem edlen Dichter, welchem Luzzatto i durch seine jüngst erschienene Sammlung und die lehr-; reichen literarhistorischen Beigaben (iTTliT D2 rfc'irD; Prag, Landau) ein schönes Denkmal zu errichten be- : gönnen , in einem größeren Lesekreise Anerkennung und Theilnahme zu verschaffen. So sehr die Ueberttagung gegen den klaren Fluß, den einfachen Glanz des Kriginals sich im Nachtheile weiß, so wird dennoch der Schwung der Gedanken, die edle hoheitvolle Begeisterung, die klare Durchsichtigkeit der 'Anschauung, auch durch eine nicht eben gelungene Nachbildung kaum verbannt worden sein. Das-Gedicht ist weder ein Gebet, noch eine-Betrachtung-; vielmehr besteht der eigen-thüm liehe Zauber; desselben in der Art und- Weise, wie beiden Elements sich hier in seltenem Einheit und Durchdringung zusammensinden. Hier ist nicht die innerliche, aus dem-tiefsten Quell des Gemüthcs gewaltig hervorstechende Strom subjektiver Empfindung, nicht das Individuum mit seinen- Beschränkungen und Partikularitäten, das erst auf den Flügeln^ des.Gedankens sich vonseiner Schranke befreit, daserst.- — je. weiter von dem momentanen Impulse entfernt.-7---- zu sich selber, kommt, und. seiner inne: wird-, nochauchder restektirende Kyn. des-Didaktischen, wo in der, Allgemeinheit des. Ausgesprochenen der lebendige. Pgstsu.nbf; Herzschlag) des. Subjekts - nichtmehr zu.- erkennen : —es ist dje unsterbliche Seele,. die sich! als. solche erfaM u-M,ausspricht, bie in dem seligsten. Ge- | danken beglücht schwelgt, ihren Reichthum; nach, allen! Seitenhin, a.ystegt. unb ausbreitet, zu eigner Erhebung und - z.runGenüsse, für. sie selbst, gleichsam um sich selber vorzllrechnen, wie reich sie sei, und Alle, die eben so zu! fühlen und zu. denken und sich zu. erheben fähig, sind, ( zM^Mitgenuffe. einladend. Nicht "wie der orientalische