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Der Orient · 1840-04-18 · 16 (18.4.1840) · p. 244

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
16 (18.4.1840)
Article
Dine Schechita von Ahron ben-Elia dem Jüngeren
Date
1840-04-18
Page
244 (sequence 4)
Language
German
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247 Literarische Analekten. Antwort an F. in B. Bemerkung von Dr. Geiger. 248 der ganze Tractat 24 Capp./ deren Inhalt so scharf abgesteckt ist, daß jeder ein in sich abgeschlossenes Ganzes bildet. (Fortsetzung folgt.) Literarische Analekten. I. . Antwort an F. in B. In der letzten Mischna zu Sota heißt es in dem ersten Satze: bi£f DlcblDD bv-wn bv) oijnn nntsy bv nu du«dbcn, ein Satz, der, wie wir weiter unten sehen werden, seiner archäologischen Beziehungen wegen schon den Talmudisten nicht ganz verständlich war. Das aus dem Griechischen entlehnte Wort itoXspog, das auch die „Zeit der Kriegsunruhen" bedeutet, erklärt Maimuni in seinem Commentar zu dieser Mischnas K , \ stelle durch ), insofern der Krieg zur Bezeichnung von Geschichtsepochen dient. Was für eine Bewandniß es mit den Kronen der Bräutigame habe, darüber hat der Talmud selbst sich nicht entschieden; nach Nab hat der Bräutigam eine Krone aus einem krystallenen, durchsichtigen Salzstejn, worauf durch Schwefel Malereien angebracht waren, getragen (W1O)1 hvt fiTIfcOy), und diese luxuriösen Kronen, wurden während der schrecklichen Kriegsunruhen unter Vespasian verboten, hingegen Kränze von Myrten oder Rosen (11)) waren erlaubt; nach Samuel waren seit jener Zeit nur Kränze von Schilf erlaubt, nach Lewi wurden Kränze aller Art verboten, da es ohne nähere Bezeichnung heißt: „Bei den Kriegsunruhen des Vespasian hat man die Kranze der Bräutigame und den Irus verboten." Was aber Irus (O'TW) bedeuten sollte, das wußten die Talmudisten selbst nicht mehr, da sie selbst nach der Bedeutung fragten, und nur so viel wußten, daß es zur Belustigung bei Vermahlungen gebraucht wurde, und wirklich finden wir dieses Wort weder im Griechischen (Lycos? ^oyo§?) und Lateinischen noch im Persischen und Arabischen. Rabbi Eliöser erklärt es dort im Talmud durch KD1S 1/11 und dieses ist das arabische Pauke, nur daß sie viel flacher und nur auf einer Seite in) mit einem Fell überzogen und dem Tamburin sehr ähnlich war. Diese Aehnlichkeit bewirkte, daß man auch &11E3E, Tamburin (ein Wort, das die Araber gerade so schreiben, und von daher erst in die romanischen Sprachen gekommen) der Verwechselung wegen verbot. So verstand der Talmud das Wort Irus. Eine ausführlichere, den Talmud erläuternde Erklärung des Irus giebt Maimuni in seinem Mischna-Commentar, die der Beachtung um so werther ist, als sie ein arabisches Wort enthalt, welches die gangbaren Wörterbücher nachlässiger Weise übergehen, obgleich es schon häufig kn 1001 Nacht vorkommt. Diese maimunische Erklärung lautet: ni)^ DfW ny rpnüö nna bv psanpi rbiPn nrvm rwaDK inw jmp pyuyjm 'piwn» p» «im c p^Q) ray (jIkJ() pfcO, t>. f. Irus hat die Gestatt eines gedeckten Ganges {cvod), eö ist nämlich hohl und nur an einer der Seiten ist ein dickes Fell befestigt (darüber ausgebrcitet), worauf man schlägt; es gehört zu den Arten der Belustigung und Ergötzung, und man nennt cs in Moghrib (oder Spanien?) Dieses arabische Wort sucht mary freilich vergebens oei Freitag und andern Lexicographen, aber nichtsdestoweniger ist es ein häufig gebrauchtes Wort. In den 1001 Nacht 1., 173, 8, C. steht für und fj. 240> 12. @^LbJU er spielt auf der Handtympaue. H abicht in seiner 1001 Nacht hat dieses Wort mißverstanden, er hat U«t j s „Kreis der Sänger" anstatt „die Mandoline der Sänger" übersetzt, wie ihm schon (de Olossie Ilabiebtianis S. 54) nachgewiesen worden. Humbert in seinem: Guide de la con Versalien arabe, pa«-. 98. - hat ebenfalls dieses im jetzigen Vulgär-Arabischen noch gewöhnliche Wort: Tambour de Basgue gibt er durchss d.i. Mandoline oder Tympane. Die Stelle aus Maimuni ist nicht minder als 1001 Nacht ein Beleg zu noch fehlenden arabischen Wörtern in unfern Wörterbüchern. Bei dieser Gelegenheit möge noch ein anderes Wort welches in jener Stelle vorkommt, seine Erklärung finden; dieses ist ftpDp. Raschi erklärt es allgemein, es ist aber das arab. \jJ&r welches der Name eines Maaßes ist, und das mit fcOäh Krug, Napp zusammenpaßt, worüber man ebenfalls ein Fell ausbreiten kann, wie bei einem Duff. II. Bemerkung zum Literatmblatte des Orients Nr. 13, ein angebliches „Epitaph auf dem Leichensteine des Me'ir Carmoly" betreffend. Herrn Dr. Carmoly in Brüffel gerne/einen uralten Stammbaum, proven^alischer oder spanischer Abkunft, gönnend, kann ich doch .die Frage nicht unterdrücken, wie so der Großvater seines Großvaters — denn dieser soll doch wohl der selige Me'ir Carmoly sein (vgl. Iost's israelitische Annalen 1839. Nr. 12) — dazu kömmt, auf seinem Leichensteine eine Inschrift zu haben, welche der berühmte Dichter Moses Ben Esra als Betrachtung an Gräbern, wofür das Gedicht allein sich eignet, verfaßt hat. Denn das von Hrn. D. C. als Epitaph mitgetheilte IPI^H befindet sich wörtlich in dem erst vor Kurzem bekannt gewordenen Diwan des Moses Ben Esra Nr. 118, und ist von Luzzatto in Kerem Chemed IV. S. 89 u. Dukes in seinem Moses ben Esra k. S. 16. 58 Anm. u. 101 mitgetheilt werden, nur daß aus dem ersten

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