Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 15 (11.4.1840)
- Article
- Schem-Thob Palkeira's Berichtigungen ...
- Date
- 1840-04-11
- Page
- 225 (sequence 1)
- Language
- German
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Literaturblatt des Orients. Bereichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 15. Leipzig, den 11. April mm. Schem - Thob Palkeira 's Berichtigungen der Uebersetzung des Delnlat. — Die Erforschung der Idee des Judenthums, von Iolowicz. -— Sendschreiben S. I. Napaport's. — Biographische Analekten. Elaser Fteke les. Mord echai Benet. — Nothwehr gegen drei Recensenten, von Dr. Delitzsch. — Literarische Ankündigungen. — Schem-Thob Palkeira's Berichtigungen der Uebersetzung des Delulet el- Hü'irin Maimuni's von Samuel ibn-Tibbon. (Fortsetzung.) Weiter unten übersetzt Jbn-Tibbon °7K1 t^KD^K ^K iKPK durch m^ynni pDiyn (die Liefe und die Übertragung). Die allein richtige Uebersetzung aber ist pDiyn “TlSpni (die Tiefe und die Kürze); denn TK^K [t>om B. ya*«] ist keineswegs zu verwechseln mit iKi: svom D. der Uebergang, die Metapher. Sonst übersetzt er iK^KC richtig mit DipC (in Kürze, in gedrängter Rede). sDiese völlig begründete Berichtigung ist nicht unwichtig, da das Wort rncynn, welches in der Bedeutung: Bilder- oder Gleichnißcede gar nicht in den Zusammenhang paßt, die Commentatoren, noch zuletzt Fücstenthal I. 8, b., zu einer gezwungenen Deutung veranlaßt hat. Wer irgend einen Wissensgegenstand, sagt Maimuni, mit Verzichtung auf alle Veranschaulichung durch Metaphern und Gleichnisse lehren will, der verfällt in eine solche Brachplogie — — und ein solches Tiefdunkel — bei denen der erstrebte Vortheil durch einen äquivalenten Nachtheil ausgewogen roicb.] Ferner übersetzt er durch -"IHK ^KjIHD; er übersetzt aber nicht NNK und doch ist bekanntlich die Kenntniß beider Bedeutungen Zum Verstandniß des Sinnes erforderlich. sEine, wahrscheinlich wegen des corrupten Textes, mir völlig undeutliche Bemerkung.^ So übersetzt er KD D>D ''by durch by nTP IHK ssV (es deutet auf einen tieferen Sinn). Die Partikel KD, die in vielen Stellen des More vorkommt, übersetzt er fast durchgängig mit TlK, ausgenommen wenige Stellen, in denen die Uebertragung durch HmK einen Selbsiwiderspruch mit sich bringen würde, da übersetzt er Dp (einige); zuweilen läßt er sie ganz unüberseht, obgleich sie unentbehrlich ist, z. B. in der Peticha vor der Zewaah: ^IKpK^? KD ^K>'D, welches er, die Partikel KD ganz fallen lassend, wiedergiebt CHDKD^ CODj; (Bedeutungen zu Aussprüchen). Denn wenn er überfetzt hatte IHK C^DKD1?, so würde das DDK zu dem Plural in offenbarem Widerspruche stehen. So übersetzt er Cap. 59 (60) nby ^Dnn KD JTOD KD t>DHD durch CWIM vb]) 1KMP DDK KDOj (ein Subjekt, dem Pradicate beigelegt werden), das letztere KD ganz unberücksichtigt lassend.^) Und Cap. 27 (?) bpybx KD rinn rn übersetzt er wr\ mpDD K^DD DDK DJW, in welcher Stelle die Uebersetzung des KD durch DDK den Sinn bis zur Unverständlichkeit verwirrt, wie ich bei diesem Cap. nachgewiesen habe. Und im 12. Cap. des 2. Theiles giebt er KD cd: inryn ]d durch ddk um Kin dü'kd wieder (ein Körper agirt nicht, insofern er Körper ist, sondern ec vollzieht Eine Handlung, nur insofern er Ein Körper ist, nämlich vermöge seiner Form). Nun ist aber bekannt, daß ein Körper nicht blos Eine Handlung vollzieht, und daß er überhaupt nicht insofern activ ist, als er Ein Körper ist; deßhalb muß übersetzt werden: sondern er vollzieht diese Handlung nur, insofern er irgend ein bestimmter Körper ist (DD CM KlDt# D^D). Sinn: Er vollzieht eine besondere Handlung, nur insofern er ein besonderer^), ein durch besondere Propria unterschiedener Körper ist. Man sieht hieraus, daß die 1) Ja unfern Ausgaben findet sich richtig: DWM Dp. Vielleicht muß Jbn-Tibbon hierfür einen Fehler der Handschrift Palkeira'ü büßen. 2) DV^j?E>n JD nWD, |D DM Z arabisch eine im philosophischen Slyl ungemein beliebte Ausdruckweise, s. 8nev, 6i'ümmnn'e AraTüe II. §* 881- 15