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Der Orient · 1840-03-21 · 12 (21.3.1840) · p. 178

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
12 (21.3.1840)
Article
Schem-Tob Palkeira's Berichtigungen ...
Date
1840-03-21
Page
178 (sequence 2)
Language
German
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179 180 Schem-Lhob Palkeira's Berechtigungen geschichte durch viele Kämpfe hindurch zum eingreifendsten und weitesten Einfluß gelangten Werkes zu wecken — ist der Zweck diefes programmatischen Aufsatzes, der eine Ueberfetzung der Recenflon Palkeira's darbietet, und dabei zunächst die arabischen, in der Wiener Ausgabe fast bis zur. Unkenntlichkeit entstellten Textworte herzustellen, dann die mit den Berichtigungen verknüpften Realien gemeinnützig zu'machen strebt. Die Bemerkungen des Uebersetzers sind von dem Texte Palkeira's durch Einschluß in Klammern geschieden worden. I. Mein Streben, beginnt Palkeira, geht dahin, auf die Worte aufmerksam zu machen, welche nicht recht übersetzt worden sind und den durch die arabischen intendirten Sinn *) nicht adäquat wiedergegeben. Da das Originalwerk selbst mit großer bis ins Einzelne gehenden Genauigkeit und sorgfältiger Vermeidung jedes Fehlers abgefaßt ist, so muß, meine ich, eine Übersetzung gleichfalls bis ins kleinste Detail von allen Fehlern frei sein,' damit der Sinn des Verfassers nicht verloren gehe. Denn es giebt viele Wörter in diesem Werke, durch die eine innerliche Sache 2) angedeutet wird und deren angedeutetes Objekt nur der Gelehrte verstehen wird, der in der Lesung wissenschaftlicher Bücher bewandert ist, welche die Erklärung dieser Wörter enthalten. Werden sie nicht recht übertragen, so geht der durch dieselben angedeutete Sinn verloren. Aus diese Worte deutet der Verfasser, wenn er in der testamentarischen Verfügung * 1 2 3) sagt: „Dein Streben gehe nicht allein dahin, den Gesammtinhalt jedes Abschnitts aufzufassen, sondern auch ein klares Verstandniß jedes einzelnen Wortes zu erlangen." (Hier ist eine Lücke in dem Texte Palkeiras, die in der Wiener Ausgabe durch nichts angedeutet ist). In der Einleitung (Peticha) übersetzt der Nebecsetzer vie Worte Tr6'1 1"Ö' durch NdONQI sanfänglich in die Augen fallend^. Die richtige Übersetzung aber ist ses wird erst augenscheinlich und offenbar sein^. Der Uebersetzer hat sich selber vergessen, denn richtig übersetzt er so weiter unten das Wort. Er giebt m» «DD richtig durch DtfT»# WD swie offenbar ist^j wieder. (In der uns vorliegenden Ueberfetzung finden wir S. 8. Fürstenth.. fnfo H*OPiD, und" das letztere Wort ist dem.arabischen T)^hr micuit, noch weit entsprechender, als das vom Palkeira vorgeschlagenesi ^0 3 1) pIDDin entspricht dem arabischen oder 2) py, arabisch opp. (arab. 3) riNIS, das arabische SLuöj. der Ueberfetzung des Delälet el-Häirin. Bald darauf übersetzt er DOD ^D durch ''n^« CDH to sFürstenthal: irgend ein gelehrter rabbinischer Theologj. Aber 'OKD*! bezeichnet im Arabischen den der Gottesgelahrtheit kundigen Gelehrten, denn die Araber nennen Gott 2N, als den Inhaber der muH d. i. der Gottheit; DfrOT und sind demnach Namen des kundigen Theologen, so daß also und .^£01 einen gemeinsamen Sinn haben. Das Letztere muß mit Elif nach dem Bet geschrieben werden. Der alterthümliche Ehrenname Rabbi nt der Sprache unserer Weisen deutet ebendahin , denn Rabbi nannte man nur die im heiligen Lande durch die Sem ich a geweihten Lehrer als die eigentlichen Gottesgelehrten, wie es beißt: „Man ertheilt ihm die Semicha und giebt ihm den Titel Rabbi". Rab hingegen, aram. Rabbana, nannte man die Großen unter dm babylonischen Gelehrten. Eine andere Bedeutung hat das arabische Wort in dem weiter unten vorkommenden □•0*0*1 bii ]ö welches richtig übersetzt wird DO^-in jlDHO sein Unwissender aus der Masse der Rabbiners, denn hier bezeichnet das Wort etwas Anderes, nämlich einen solchen der sich mit nichts . als lediglich dem Gesetzstudium befaßt. sDiese Bemerkung ist richtig. Gott heißt als Herr oder, wie es auch von den Arabern erklärt wirdals Erzieher des Menschengeschlechts. Er ist Inhaber der rabbije oder rububije (Ahulfefia, Hist. Anteisl. S. 100 ed. Fleisch.) Der Mensch ist im Verhättniß zu ihm oder , Plur. Dem gemäß bezeichnet die Msba oder das Adjektiv der Relation Plur. labbanijjün (im Koran, z. B. Sur. 5, 68. neben ahhbär, Rabbinen) einen Gottesgelehrten, soviel als i I ä b i, das entweder plene mit Elif oder mit senkrechtem Fatah geschrieben wirds. (Fortsetzung folgt.) D er P s a l t e r, w i e d e r g e y e b e n in der angemessensten Form.*> Eine Pr 0 be. Psalm I. 1. Heil dem, der nicht geht in der Frevler Rarh, Und nicht steht aus der Sünder Pfad, Und nicht dem Kreise der Spötter naht; *) Die höchste Kunst einer Vedeutschung besteht doch bekanntlich in der möglichsten Treue, verbunden mit dem Wohllaut des Originals; ich habe mich bei der Verdeutschung dieses heiligen Liederbuches bestrebt, die eigentliche Worttreue zu erzielen, und nur um einen Ersatz für den Rhythmus des Ori-

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