Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 11 (14.3.1840)
- Article
- Aus Alcharisi's Tachkemoni
- Date
- 1840-03-14
- Page
- 167 (sequence 3)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
- Rashi 1× ep/1002670
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Sendschreiben S. I. Rapaport's. 170 160 Ei nu nd zwanzigste Mekame.. C heb er Ha-Keni prellt zum Bedauern — tun sein Geld einen Bauern. Heman, ha-Esrachi sprach: Ich beschloß im Gemüthe, — als ich noch stand in meiner Blüthe, — die Lande zu durchreisen, —- um mich zu unterweisen — durch den Mund der Welsen — und ihrer Zunge Früchte zu speisen. — Einst kam ich nach Rechobot-Ir,*) — und durchstreifte ihr ganzes Revier, -— als mich plötzlich Eheber Ha-Keni erkannte, — und mit lachendem Mund mir entgegemannte, — indem er seine Stimme weithin sandte. — Da sprach ich, indem ich mich zu ihm wandte: — Nun was machst du? — und warum lachst du? — Er sprach: Laß dir erzählen eine Anekdote, — daß du dich lachst zu Tode! —' Ich versetzte: So laß denn hören deine Tücke, — und deine Schelmenstücke! — (Fortsetzung folgt.) Sendschreiben Salomo Jehaöa Rapaport's an Chajim Selig Sion i ms k r, (Fortsetzung) Sehr treffend hast du, Freund, den Namen Milchstraße, die unkundige neuhebräische Schriftsteller b'büO □‘Piin benannten, durch das uralte talmudische OO 2P0 wiedecgegeben; denn das ist die eigentliche Bedeutung jenes talmudischen Ausdrucks' (Berachot 585), der neben genannt wird; die ganze Stelle heißt: •nV hm NM!) i*6 (^der Schwanz des Sternbildes Skorpion, der an der Milchstraße liegt), und bekanntlich liegt doch der Schwanz des Skorpions westlich an der Milchstraße. Ich bin nun einmal auf die talmudische Terminologie gekommen, ich bitte dich Freund, dabei verweilen zu wollen; du wirst da einigen Gegenständen begegnen, die dein Buch Kuchba de-Schebit vorzüglich berühren. Zuerst wollen wir den Ausspruch Samuel's (das.), der in den Talmudm als Kundiger des Himmelssystems betrachtet wird, prüfen; dieser behauptet nämlich: (t^ain £020) 22$; xbT\ ’OD? Xßbvr 2nr,D 22$> W ^22, zu dessen' Verstands wir eben eine weitere Auseinandersetzung bedürfen. Zu der ersten nahem Frage, was denn eigentlich £^D2 d. h. ^D2 sei, ist es wohl nöthig, einen andern Aus- *) Diese Stadt kommt nur Gen. 10,11 vor, ist aber wahrscheinlich dieselbe wie Gen. 36, 37 Nechobot am Strome d. i. Euphrat, d. i. wohl die spater N a h a b a M a l i k - i b n - Tank genannte Stadt an der Ostseite des Flusses. spruch des Samuel (das.) zu'erwähnen, welcher also lautet: ’>32? D^i$> D»j?n3 nS. S'lS N2N I?) W'L Hier ist zwar Kesil durch'seinen Gegensatz "Akrab näher bezeichnet, aber nicht desto weniger ist ein Ausspruch wie der andere dunkel; wir wollen sehen, wie wir deren Erläuterung finden. Raschi erklärt 22sP im zweiten Ausspruche durch und macht dazu die sonderbare Beibemerkung, daß er zu dem Sternbilde Widder des Thierkreifes gehöre. Unbegreistich ist es übrigens, wie Raschi die Sternbilder Skorpion und Widder in einander werfen konnte, und schon ein Anfrager in den Rechtsgutachten Chawot Jair (§. 219) war darüber erstaunt. Es scheint aber, daß Raschi zu dieser unrichtigen Erklärung nur durch einen andern Satz daselbst verleitet wurde-, welcher lautet: iW DODO 'M rfe 3jT NN rtTjH (Ajisch ist der Schweif des Widders und zwei seiner Sterne kamen zu Kimah), so daß Raschi glaubte, Kimah sei dem Widder nah, was freilich entschieden mißverstanden war. Raschi blieb aber nicht bei dem einen Mißverständnisse, denn Jrrthum erzeirget Jrrthum; eine ganze Verhandlung in Rosch ha- Schana (115) hat er in Folge dessen verkehrt aufgefaßt. Zu einer andern Stelle daselbst, wo es im^Talmudtexte heißt: -y'2 Li' "1^0 P Li»n ini« DVQ, macht Raschi die Glosse: „man sieht, daß das Sternbild Widder in den letzten zwei Stunden der Nacht heraufzieht, während am Tage es niederzieht; und Kimah ist der Schweif des Widders", worin andere Mißverständnisse liegen. Doch ich kehre zur Erläuterung des biblischen ^D2 zurück. In Bezug auf dieses Wort sagt Gefenius in'feinem Lexicon und in seinem Commentare zu Jesaja, daß die meisten Erklärer und Uebersetzer es „Orion" erläutern. Die Perser nennen den Orion Nimrod-Stern, denn nach einem orientalischen Mythus ist der Riese Nimrod an den Himmel gekettet worden (Chron. Pasch. 36. Ceär. 14), welchen Mythus einige Exegeten in Job (38, 31) finden wollen, wo es heißt:^„du lösest die Banden des Kesil". Wirklich giebt der Aramaer Kesil durch Riese, wieder, so wie der Syrer durch £02.3.1, Ganboro, in derselben Bedeutung, und der Araber nennt den Orion 2£§2a, dem Beinamen Nrmrods gleich, der 0211 heißt. Die griechische Mythe erzählt von Arion, daß er ehemals ein großer König und ein Freund der Jagd gewesen sei, so daß er noch im Orkus mit Axt und Keule jagend umherschweift. *) Zuweilen giebt aber der Syrer Kesil *) Eine ganz andere Erklärung des Kesil bietet; uns Abulwalid, nach dem Citat bei Kimchs; dieser nämlich sagt, es wäre derjenige Stern, der arabisch VOD/ Suhail, heiße, und dieses ist der Canopus oder Sirius (S. Freitag z. d. W. Niebuhr'ö Beschr. Arabiens 112. Jdeler, über Ursprung und Bedeutung der Sternnamen 240, 263.); aber diese Mer-