Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 8 (22.2.1840)
- Article
- Moses Ben Esra aus Granada [Rezension]
- Date
- 1840-02-22
- Page
- 122 (sequence 3)
- Language
- German
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123 Leop. Dukes: Mose Ben Esra aus Granada. Literarische Notizen. 124 seiner Worte vorsichtige David Kimchi nennt ihn daher sehr bezeichnend D^n d. h. beinahe so viel als: er hatte sein Sprachtalent irr den Fingern. Zur Höhe des Zeh n da Halewy hat er sich nie geschwungen; man kann jedoch unter dem erhabenen Sänger der Iionide stehen und dennoch ein bedeutender Dichter sein. Bon S. 33 bis-50 folgen deutsche Uebersetzungen aus schon gedruckten, zum Theil auch hier abgedruckten Stücken religiösen Inhalts. Von S. 50 — 60 sind Übersetzungen aus den noch ungedruckten Büchern D i w ä n und Tarschisch. Es ist zu beklagen, daßHr. D. aus letzterem, so wie aus ersterem, nicht auch Proben im Originale mitgetheilt hat. Ein Dichter, der dem Publikum zum ersten Male vorgesührt wird, muß in seiner ursprünglichen Gestalt erscheinen. Der Schluß des Gedichtes „L o b d e r R o se" könnte vielleicht sogar ein leises Mißtrauen gegen die Treue der Uebersetzung erwecken. Im Originale nämlich S. 97* wird die Rose *) „der König der Blumen" genannt und dann gesagt vby V" NDL^i i& iD lK2on NIHH* Der einfachste Sinn wäre: Derjenige, welcher nicht auf sie (die Rose) seinen Wein trinkt, der sie nicht hochleben laßt, der ist ein Sünder. (Schluß folgt.) Literarische Notizen. I. Giuseppe Rafaele Halewy (bl. 1710). Die Sprachmeisterschaft der hebräischen Dichter in Italien und ihre kunstvolle und annntthige Form ist zwar aus der Geschichte der modernen jüdischen Poesie bekannt, aber gewiß nicht in dem Maasie ihre unglaubliche Fruchtbarkeit und ihre Gewandtheit in der Bewältigung der fremdartigsten Stoffe. Stoffe, die der hebräischen Sprach- und Gefühlsweise geradezu entgegengesetzt sind, wurden mit einer gewissen Virtuosität der hebräischen Form behandelt, und sehr oft mit vielem Glücke. 2C16 Beweis der Behandlung des seltsamsten Stoffes erwähne ich hier das im Jahre 1710 in Venedig erschienene Gedicht, dessen Inhalt die Zerstörung Troja's besingt, verfaßt von dem in der Ueberschrist hier genannten Dichter. Die zwei ersten Strophen jenes nach 11 Tenuot verfaßten Gedichtes, wo jeder Veröschluß ein Milel-Wort ist, mögen hier als Probe stehen: *) Die Rose ist im Hebräischen männlichen Geschlechts. In der Bibel heißt dieses Wort bekanntlich; Lilie; die Rabbinen erklären es aber durch Rose und wenden es m diesen: Sinne an (s. Fürst's Eoncord. 1124). ntop w ro \ s ru nep ’rcp ^'2 W )vj n'Q’fc? Eps Srin m m rrc - - t _ . T ... T To Cis' p nipp nop px ’iEdS nnpn nipptp ni np : Wnpi DpN nrn d-id üj np nppni nbij, ypp nnpn yphp wya ]in-S? npnn Dtsfa nypn pijipn Spn>i nns ny: S^n nfry nar 'n ny -v- TT T . wwd: p&n pnD P>^)N : warn M pi&od trab intste II. Sabbatai Vita Marin! (st. 19. Jjar, 1748). Dieser Dichter, welchen De-Rossi in seinem Dizionario Storico unrichtig und unvollständig beschreibt, ist bekannt durch seine nachbildende Uebersetzung der Ovid'schen Metamorphosen von Anguillara in hebräischen Ottaven, welche niS^nn überschrieben sind. Dieses Produkt besaß De-Rossi in seiner Bibliothek (cod. 1110) sammt dem gedruckten ersten Bogen, nach welchem Marin: starb, ohne daß der Druck nach seinem Tode fortgeführt wurde; gegenwärtig befindet'sich bei Giuseppe Almanzi, Luzzatto und L e t t e r i s, so wie in der jüdischen Gemeindebibliothek zu M ci ns tua von demselben eine Sammlung von 34 Gedichten, größtentheils Sonnetten, welche den Namen '"OK, den ihm M. B. Luzzatto in seinem Leschon Limudim beilegt, rechtfertigen. Außer dieser Sammlung existirt noch von ihm ein größeres didaktisches Gedicht, vier hundert und siebzig Strophen enthaltend, das den Titel führt: hy rVDN, und handschriftlich in Mantua vorhanden ist. Daß Marin: nicht gegen 1740, wie De-Rossi meint, sondern ganz bestimmt Freitag, den 19. Jjar 1748 gestorben sei, ist aus seinem Epitaph zu Padua deutlich. Dieses nämlich lautet: «sro-CDn b Sinn m jnxn yio:n in« ijnvSD nun ’rcE* Sinnn Nrcinn nn : ripn h ->"N to" inp nnty nnyn mm ippj i]x nppn npyp >n piy nini npti' iren* Di; npi xp rniKiDp npn wkMp pnnip} nSe np üsp'p’i nin pin : nir^NN jß ipm n© DipS :