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Der Orient · 1840-02-22 · Heft 8 (22.2.1840) · p. 61

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Journal
Der Orient
Volume
1 (1840)
Issue
Heft 8 (22.2.1840)
Article
Brüssel: Sammlung hebräischer Epigramme ...
Date
1840-02-22
Page
61 (sequence 3)
Language
German
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61 öen, wiederum ist es eine Jüdin, welche jeden Abend eine ausgewählte Versammlung entzückt, deren Beifall der bewundernswürdigen Dichter unsrer klassischen Schriftsteller, und der bewundernswürdigen Auslegerin ihrer Gedanken zugleich gilt." Deutschland. N?ien, 14. Febr. Seit einigen Tagen befindet sich ein Mann aus Jerusalem hier, der sich bemüht, Beitrage zum Wiederbau der seit Jahren verfallenen Ruine des Rabbi Jehuda ha-Chasid in der heiligen Stadt zu sammeln. Zwar hat dieser Mann sehr viele Empfehlungen mitgebracht, aber dennoch wäre es unverantwortlich, wenn man den Fanatismus und die langstbekannte Gaunerei dieser Wanderer unterstützte. Das Judenthum hat noch weit wichtigere Ruinen und zerstörte Heiligthümer herzustellen; es hat sich selbst aus seinem Staube zu erheben, es hat die Ruinen seines geistigen geschichtlichen Lebens, aus dem tausendjährigen Schutte zu erbauen, bevor.es an das Monument eines Mannes denken rann, den das Judenthum lieber vergessen möchte. — Der als Uebersetzer einiger philonischen Schriften rühmlich bekannte Josef Flesch in Neuransnitz ist am Anfänge des neuen Jahres verstorben. Sein letztes Merkchen war llOD unter welchem Titel er in alfabetischer Ordnung die für hebräische Literatur wirkenden jüdischen Gelehrten der Neuzeit beschrieb, und welches in Prag 1838 erschien. Ueber seine Uebersetzungen einiger phitonischen Schriften, die sammtlich beim Verleger des Orients in Commission sind, ist leider, bis jetzt noch keine ausführliche Rezension erschienen. — Der wackere Greis Ahr-on Chor in wird in einem Merkchen To rat Ha-Kenao t das Thema, welches Leon Modenese behandelt, wieder aufnehmen, und zwar wie es heißt soll die längst fertige Schrift so bald als möglich gedruckt werden, wenn die Erlaubniß der Censurbe- Hörde erfolgt sein wird. So hätten wir denn in unserer Zeit des literar - historischen Strebens vier sehr schöne Arbeiten über die Kabbala: 1) das treffliche ungemein reichhaltige Werk Ben-Jochai von dem vor einigen Jahren verstorbenen Mose Kunitz aus Altosen; 2) das Werk A r i N o h e m von Leon Modenese, welches obgleich zwei hundert Jahr alt doch als erst jetzt erschienen unserer Zeit angehort; 3) die treffliche Abhandlung über die Kabbala von Dr. Zunz, und endlich 4) dieses erwähnte fTY)n von Cho rin. fBetlttt, 16. Febr. Seit Kurzem ist hier das zur Kenntniß des preussischen Staates unentbehrliche Werk des hiesigen Direktors des statistischen Bureaus, I. G. Hoffmann bekannt, und da es die zuverlaßigsten Quellen über die Bewohner Preußens und auch also der Inden bietet, so theile ich für dieses historische und literarische Organ des Judenthums das darin über Juden gesagte vollständig mit: „Die Zählung aller Einwohner des preußischen Staats zu Ende des Jahres 1816 ergab' 123,937 Juden, innerhalb sechs Jahren hatte sich die Zahl derselben vermehrt um 20,800, denn die Zahlung zu Ende des Jahres 1822 ergab 144,737. Ob diese Vermehrung durch den Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen allein entstand, oder wiefern auch theils Einwanderungen, theils nur Verbesserung der Zahlung darauf Einfluß hatten, kann nicht sicher nachgcwiesen werden. Für die folgenden fünfzehn Jahre ergiebt sich dagegen Folgendes. Davon traten in den drei folgenden -Jahren zur christlichen Religion über 366, nach deren Abgänge blieben also 144,341; dagegen kamen in diesen drei Jahren durch den Ueberschuß der Gebornen über die Gestorbenen 7333 und noch außerdem 2014 zu; denn die Zählung zu Ende des Jahres 1825 ergab 103,688. Davon traten in den nächstfolgenden drei Jahren 400 zur christlichen Religion über, nach deren Abzug blieben also 153,288; dazu kamen gleichzeitig durch den Ueberschuß der Gebornen über die Gestorbenen 6088 und außerdem 1602, denn die Zahlung zu Ende des Jahres 1828 ergab 160,978. In den folgenden drei Jahren traten 356 zur christlichen Religion über, nach deren Abgänge blieben also 160,622, hierzu kamen gleichzeitig durch den Ueberschuß der Geborncn über die Gestorbenen 4583 und außerdem 2125; denn die Zahlung zu Ende des Jahres 1831 ergab 167,330. In den folgenden drei Jahren traten 391 zur christlichen Religion über, nach deren Abzüge also blieben 166,939, hierzu kamen gleichzeitig durch den Ueberschuß der Gebornen über die Gestorbenen 6750, ferner durch die Erwerbung des Furstenthums Lichtenberg 410, und außerdem noch 2361; denn die Zahlung zu Ende des Jahres 1834 ergab 176,460. In den folgenden drei Jahren traten 345 zur christlichen Religion über, nach deren Abzüge also blieben 1/6,115, dazu kamen gleichzeitig durch den Ueberschuß der Gebornen über die Gestorbenen 6300, wodurch sich also die Zahl auf 184,415 erhöhete; die Zählung zu Ende des Jahres 1837 ergab aber weniger 836, denn es werden durch dieselbe nur gefunden 183,5/9. — Uebersichtlich für die fünfzehn Jahre 1822 bis mit 1837 stellen sich die vorstehend bezeichneten Verhältnisse folgendermaaßen: Zu Anfänge dieses Zeitraumes waren nach der Zählung zu Ende des Jahres 1822 vorhanden Juden 144737, dazu kamen durch den Ueberschuß der Gebornen über die Gestorbenen in diesen Fünfzehn Jahren 33,054, durch die Erwerbung des Fürstenthums Lichtenberg 410, und außerdem noch 7266, wodurch sich die Anzahl aus 135,467 erhöhete. Dagegen traten gleichzeitig zur christlichen Religion über 1888, nach deren Abzüge zu Ende des Jahres 1837 verblieben also 183,5/9. In dm sämmtlichen

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