Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1 (1840)
- Issue
- Heft 7 (15.2.1840)
- Article
- Berlin: das Seminar, die literarischen Erzeugnisse
- Date
- 1840-02-15
- Page
- 54 (sequence 3)
- Language
- German
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54 beschreibt hierin die kabbalistischen, dann die mathematischen, grammatischen, philosophischen, exegetischen und historischen Schriften der Rabbaniten sowohl als der Karaiten, und theilt zuletzt eine Uebersicht seiner eigenen Werke mit. Dieser Brief wird hebräisch und deutsch gegeben, und eben so wie die folgenden Beilagen durch vortreffliche und gehaltvolle .Anmerkungen erläutert. — 2) Die Vorrede Sabbatai Ben Abraham Donolo's zu seinem Tachkemoni, einem Commentar zum Buche Jezira. s) — 3) Ein Brief von Raschi als Antwort auf mehre Anfragen der Rabbinen zu Auxerre in Bezug auf Erklärung einiger Stellen in Jerem. (32, 43. 36, 9. 44, 19) und Ezech. (26, 8. 33, 12. 21. 34, 7. 40, 23.' 17. 43, 11. 47/ 14.3 4) ~ 4) Ein Pismon für' das Schachacit des Neujahr's von Jehuda Halöwy, Verfasser des Kusari. — 5) Ein ähnliches Gedicht von Nachmani.5 6 7) — 6) Der hebräische Text des bekannten Briefes vonEfodi: Al tehi kaabotecha an den Apostaten Bonet, deutsch mitgetheilt im letzten Hefte des vierten Theiles' der Geiger'schen Ieitfthrift S. 452 ff. —- 7) Gumplin's Spottgedicht auf die Rheinländer.ü) — 8) Fünf Gutachten Maimonides, -worunter zwei bisher ungedruckte, arabisch und hebräisch.^) — Das Wörterbuch des David Kimchi, dessen Herausgabe von Biesenthal und Lebrecht besorgt wird, nähert sich seiner Vollendung, und dürste wohl in einigen Wochen vollständig .heraus sein. Unstreitig wird Kimchi stets eine der ersten Autoritäten im Gebiete der hebräischen Sprachsünde bleiben, wenn auch die Forschungen der neuern Zeit ihm die unumschränkte Herrschaft, die er (und Levita) so lange behauptet, genommen haben, und wenn mit Recht jetzt mehr - auf die gediegenen Leistungen früherer Grammatiker, die Kimchi benutzt hat, Rücksicht genommen wird. Jedenfalls verdienen die Bemühungen der Herausgeber, das Werk in brauchbarer und bequemerer Form wiederzugeben, von allen der hebräischen Sprache Beflissenen, Anerkennung) Bemühungen, die sich vorzüglich auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der Citate erstrecken, deren unzählige Fehler in früheren Ausgaben. den Gebrauch des Werkes verkümmerten. — Einem andern schon langst gefühlten Bedürfnisse sucht ein 3) Diese, so wie die Beilagen 4. 5. 6 und 7 befinden sich im Manuscript im Besitze des Hr. Dr. Zunz. 4) Das Manuscript befindet sich auf der königk. Bibliothek zu Berlin. 5) Ans einem Machsor Montpellier handschriftlich in der Bibliothek des Herrn I. H. Michael in Hamburg. 6) Cud. XXV.- Nr. 30. der Leipziger Nathsbibliothek. 7) Das arabische Manuscript erhielt Hr. Dr. Geiger durch Hr. Dr. Dernburg in Amsterdam, und fügte die hebräische Uebersetzung bei. Von den schon gedruckten befinden sich das erste, zweite und dritte in Peer her-Dar, unter Nr. 1, J01, 121/ aber durch viele theilü UebersetzungstHeils Druckfehler entstellt und mangelhaft. Werk eines gelehrten Theologen, des Hrn. Dr. Hirschfeld, abzuhelfen. Es ist dies ein Beitrag zur Methodologie des Talmud's, der, ans die früheren Arbeiten' eines Samuel ha-Nagid, Salome Ponzi u. A. gestützt und durch eigene gründliche Forschungen erweitert, den Weg zu einem rationelleren Studium der Gemara bahnen soll, als es bisher betrieben worden ist. Hierüber, so wie über eine deutsche Bearbeitung des Kusari mit einem deutschen Commentar, welche von zwei jungen Theologen so eben vollendet worden Ist, nächstens ein Mehreres. : Bei?Irrt, 9. Febr. So eben wird hier eine literarische Anzeige, - die Einladung zur Subscription auf eine neue Ausgabe des Buches Kusari mit einer deutschen Uebersetzung betreffend, verbreitet, von deren Realiflrung wir einen wichtigen Beitrag zur jüdischen Religionsphilosophie erwarten chürfen. Der-Titel des betreffenden Buches, das in 6 Lieferungen, je nach zwei Monaten, vom Marz d. I. an gerechnet, erscheinen soll, ist: „Das Buch Kusari des Jehuda Halüwy in ei'üem korrekten, hebräischen Texte, mit einer getreuen deutschen Uebersetzung, einem fortlaufenden philosophisch - theologischen Kommentar und einer historisch-kritischen Einleitung begleitet von 5?. Jolo wicz und Dav. Cassel/siund der gedruckten Probe nach wird es unter allen modernen Ueberfttzungen der hebräisch-philosophischen Schriften die beste Bearbeitung werden. Uebec Plan und Zweck geben uns die Herren Bearbeiter in ihrer gedruckten Anzeige genügende Auskunft, und wir dürfen zufrieden sein, wenn nur mäßig das darin Versprochene gehalten wird. Diese Be- und Versprechung lautet:' ' „Das wissenschaftliche Leben, welches in der Neuzeit namentlich unter den deutschen Israeliten sich Bahn gebrochen, und eine gewisse Breite erlangt hat, bewirkte, daß die wichtigsten und höchsten Interessen des Judenthums Gegenstände der Untersuchung wurden, daß das Streben nach Erkenntniß und Erfassung des Geistes der mosaischen Religion angeregt und auf mannigfaltige Weise verfolgt wurde, und daß die ernste Forderung nach einer Wissenschaft des Judenthums von allen Seiten her sich herausstellte. Wenn nun zu dem Ende von den Gelehrten unseres Glaubens vielfache literarische Arbeiten zu Tage gefördert worden sinh-) wenn von ihnen nicht die Mühe gescheut wurde, in baS; Bereich vergangener Jahrhunderte sich zu begeben, um die gediegenen Leistungen eines Maimunr, Ibn Esra, Bechaji, Albo u. s. w. in verjüngter Wissenschaftlichkeit und erneueter Schönheit dem. geehrten Publikum darzulegen, so'glauben wir durch eine neue Ausgabe des Buches -Kusari ein nichtunverdienstliches Werk unfern Glaubensbrüdern sowohl, als aller Welt zu übergeben. Jehuda Halewy, von dem unsere Alten schon in theilweisem Gegensätze zu Maimuni; und Albo sagten: Nyd? üb)2 $0 auf dm j sie den biblischen Ausspruch: 2T})rr|B ‘IDLVm ' sinnig und richtig anwendeten y umfaßt in diesem Werke