Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 2 (11.1.1840)
- Article
- Bibliotheca Sussexiana
- Date
- 1840-01-11
- Page
- 18 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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19 20 Bibliotheca Sussexiana. S. D. Luzzatto: über die hebräische Berskunst. bestätigt, daß dies der eigentliche jüdische Name des Efodi war, wie schon Wolf in seiner 33$* I. S. 605 vermuthet. Der Brief ist copirt von einem jüdischen Convertiten Maestro Bunim b. Guren (als Jude David Bunim), angeblich im I* 1669 zu Amsterdam. Es ist bedauerlich, daß auch bei dieser Handschrift der Beschreiber die größte Unwissenheit an den Tag (egt. Nr. 35. ist der Brief des Aristoteles über die Glückseligkeit, und Nr. 36. Der Brief desselben an Alexanders) Die darauffolgenden Nummern 37 — 41. enthalten Arugat ha-Bösem von Aben-Ezra, Gedichte (D^nn) von demselben, das Apokryphem Tobia, die Reiseabenteuer Eldad des Danken, und einen Tractat über Arithmetik. Nr. 42. enthalt DPTOK “"ipn von A b r a h am Cardoso — wir wissen nicht, ob dem Bruder Isaak Cardoso's —kabbalistischen Inhalts. Nr. 43. (Bll. 59. 8.) enthalt unter dem sinnigen Titel eine Nachmessung der Jrrthümer Maimuni's in seinen Werken Jad chazaka und dem Eommentar zur Mischna, geschrieben London 1717, copirt nach einer Handschrift von 6433, vormals im Besitze eines gewissen Josef b. Darun. Nr. 44. (Bll. 71*), geschrieben London 1717, enthält ein von Josef b. Jakob b. Mo se aus Belgrad compilirtes Werk über die Schönheiten der Schrift und des mündlichen Gesetzes. Wir übergehen die andern Handschriften, weil sie so ungenügend beschrieben sind, daß der scharfsinnigste Literator ihren Inhalt nicht entziffern wird. Die dritte 1) Wahrscheinlich das 'in wIDM rrtfN (s. Cutal. Bibi. Senat: Lips. S. 284) verwobene PDIDH niJUS‘, welches beginnt: „Wisse, daß die Glückseligkeit das köstlichste aller menschlichen Dinge ist". Diesen Moralbrief, von dem Jsm.aeüten Ali ins Arabische übersetzt und seiner oben angeführten Risale einverleibt, welche Juda b. Charizi ins Hebräische übertrug, findet sich auch bei de Rosst besonders abgeschrieben, Cod. 424. und enthalten in jenem Cod. 776. mit der Aufschrift: „Es spricht Jehuda den Charizi: Dies ist der Brief der Chasidim., den der Philosoph Aristoteles verfaßt und aus dem ■ Griechischen ins Arabische übertragen hat ein weiser Jsmaelit, Namens Ali, mit Hinzufügung seiner eignen moralischen Epistel. Dies ist der Anfang der Epistel besagten Ali's"?c. Der Brief an. König Alexander ist identisch mit dem einen in M u sa r e h a - F i l o s o fi m (Riva bi Lrenro 1562). enthaltenen. In griechischem Urtext haben wir nur noch 6 kleine Briefe des Arist. (worunter zwei an Alexander), aber jedenfalls unacht. Noch zur Zeit des Patriarchen Photi u s (c. 850.)’ müssen mehre, größere und inhaltreichere Briefe des Stagiriten existirt haben; denn jener sagt, daß dieselben populärer fioyosidzGzsQcu) seien, als seine übrigen Schriften, obgleich sie den platonischen nicht gleichkamen. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die jüdisch-arabische Literatur uns manches im Original Verlorengegangenes von Aristoteles, wenn auch in interpolirter Form, erhalten hat. Jourdain übergeht die Briefe des Aristoteles, und S ta.hr erwähnt nur nach' H anel's Katalog 4 abendländische lateinische Handschriften derselben, ohne das , was die mütclalterUche semitische Literatur darbietet, zu berücksichtigen. Rubrik begreift zwei jüdisch-spanische Manuscripte. Das erste: Obras del Senor Haham Saul Levy Mortera, aus dem 18. Jahrh. (224. Bll. stark), enthält eine Abhandlung über die providentielle Führung des israelitischen Volkes (Providencia Oivina de Dios con Ysrael), vollendet den 9. April 1702 (f. de Rossi's Historisches Wörterbuch), und einen Commentar über Jes.. 53., beide apologetisch gegen das Christenthum. Aehnlichen Inhalts ist das zweite: Dialogos entre dos Hermannos Obadias Pen Israel y Andres Antonio sobre la falsedad de los Evangelios y verdad de la Ley de Mosseh. Dialogo Primero, compuesto en Mamiecos y espiado en la Corte del Payes 1741., geschr. im 17. Jahrh. Bekannt ist Celestina, eine spanische Comödie aus der ersten Halste des 17. Jahrh. Möchte es einem Manne, wie de So la, gefallen, die hebräischen Handschriften des Kenstngton-Palace auf eine für die jüdische Literaturgeschichte ergiebigere Weise zu beschreiben, als es Pettigcev gethan hat und es uns zu thun möglich war. F. Delitzsch. . Äebee die hebräische Werskmrst von S. D. Luzzatto. (Fortsetzung.) 5) Jean Le Clerc^) und Andere^) behaupteten, daß die biblischen Verse noch nicht metrisch gemessen, aber daß sie gereimt seien, und dies glaubten sie zu erweisen, indem sie aus eine unverschämte Weise die heiligen Texte verstümmelten und verunstalteten.. Nur vermittelst gewaltsamer Versetzungen, Weglassungen, Aenderungen und Zusätzen von Wörtern gelang es ihnen, den Reim da einzuführen, wo keiner war, und endlich doch nur den schlechtesten Reim von der Welt, häufig blos in der Wiederholung eben desselben Wortes, oder lediglich in der Aehnlichkeit der Sussixe und Affirmative bestehend, bisweilen noch dazu ganz falsch, z. B. reimend auf p^> und das Alles verbunden mit einer 1) In dem Pentateuch, von ihm übersetzt und commentirr, zu Ex. 15. und Deut. 22. 2) Unter diesen Biagio Garofcio in seinen Oonslüerationi intorno alla Roesia degli Ebreie dci Greci, Roma 1707., wiederlegt von dem ebgedachten N a ff a e l e R a b e n i in dem Squarcio di Jettera del Dottor ßevnab6 Scacclii 7709; worauf jener mit den unanständigsten Schimpfreden-antwortete m ben Össervazioni di Ottavio Märanta; Venezia 1711. Auf diese Schmähschrift erwiedei-te Rabeni in einer gelehrten Replik, betitelt: AntUogia alle Össervazioni cc. fatta da Fabio Carsellini, Augusta 171J.