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Der Orient · 1840-01-11 · 2 (11.1.1840) · p. 17

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
2 (11.1.1840)
Article
Bibliotheca Sussexiana
Date
1840-01-11
Page
17 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Stn-Len und Kvitiken für jüdische Geschichte und Literatur. JV§ 2» Leipzig, den 11. Januar 1840» KiljliotliecaSussexiana (Besprechung einiger dort erwähnten Handschriften). — 81133 atto: über die hebr. Verskunst. — AmeriL ana (Abraham Fanssol; Erwähnungen der Entdeckung Amerikas bei jüd. Schriftstellern.)-Selbstbiographie Ahron Chorin's (Jeled Setunim). — Literarische 2(n^ündigungen. — ISiMlotlieea Snssexiaiia, fSchluß.I Unter der Rubrik der Square Mss. wird aufgegeführt ein Sefer Dusheino, angeblich ein unter diesem Namen allbekannter Commentac zum Pentateuch von R. Samuel. Das Manuscript, Nr. 6. (Bll. 313) ist, wie die Beschreibung sagt, beendet den 23. Thebet 1375, in Perusha, unter Sultan Amurat, durch einen gewissen Salomo b. Jesha aus der Stadt Tarneba (soll heißen: Ternobum, Ternova in Bulgarien). Dies nur als eine Probe der. craffen Unwissenheit des Beschreibers; der Name des Comm. ist so monströs, und der Name des Vers. so precar, daß man nicht weiß, ob man an Samuel b. Meir, oder Samuel b. David, oder an einen Karäer zu denken hat. Nr. 7. ist ein auf Seidenpapier geschriebener Commentar zum Pentateuch (wir erfahren nicht, wessen), geschrieben von Josef b. Iosua b. Aadkn, und beendet am 18. Thebet 1772 der Aeca Contractum (1460 n. Chr.) in Al-Cairo which is near to Castat of Egypt. Dieses Castat ist auf jeden Fall falsch gelesen für lDNDDD, b. i. Fostat oder Alt-Cairo (Geburtsort des Eutpchius Jbn-Barrik). Nr. 12. ist Kimchi zu den Psalmen, Jmanuel zu Job und Zerachja (b. Schealtiel) zu den Proverbien, geschr. den 1 Kislev 1440 durch Juda b. Salomo Jedidja aus Camerinä (soll heißen: Camerino in der Ancönitanischen Mark), für Jehiel b. Abraham aus Ricanti (s. h. Recanati in ders. Mark) aus der Familie Reiniah, wohnhaft in Menerata (s. h. Macerata, am Chiruto). Nr. 18. ist Michlal Jofi, Comm. zu den Hagadot und Midraschim, von dem Spanier Samuel Sarsa^) 1) Dieser Name wird bald bald geschrieben, und Sarsa selbst in der Vorrede zu Mekor Chajim sagt, daß (ganz verschieden von dem arabischen Namen die Uebertragung des Fremdnamens sei. Dahin deutet der Ausruf Kanpanton's: „Warn m v e r b r e n nt de r in der heiligen Sprache, wie er selbst sagt, Mv genannt. Es wird fälschlich bemerkt, daß dieses Werk Mantua 1559 gedruckt sei, welches von einem andern später verfaßten Werke desselben Mrs., dem pentateuchischen Commentare Mekor Chajim, gilt. Nr. 17. (ekart.4. Bll. 130) ist ein Werkchen von Jehuda b. Salomo, Q'ü'Op betitelt, welches angeblich die Merk- , male hohen Alters tragt und über Himmel und Erde, den Tempel, Israel und das Gesetz handelt. Nr. 32. («hart. Bll. 6) ist eine Abhandlung, die den Beweis für die Ewigkeit der Höllenstrafen führt, von Schema j a b. M o se aus Medina (wahrscheinlich M ed i n a Celi in Alt-Castilien) und Azaria b. Esraim aus Venedig, in der Form eines Briefes, gerichtet an Rabbi Isaak Aboab zur Widerlegung der von diesem aufgestellten Doctrin. Dieser Is. Aboab ist nicht der 1492 aus Spanien flüchtige, sondern der nach Brasilien ausgewanderte und 1693 zu Amsterdam verstorbene Portugiese, von dem Barrios sang: Flor de los Cahalistas en la planta De la Ley, .corre a la P h i 1 os o p hi a Legal, de que huze un libro, y en Poesia Ilebrea et T r i u m p ho de Messe decanta. Das Manuscript ist aus dem 17. Jahrhundert und wahrscheinlich Autograph, wie auch Nr. 33. -w.'N («hart. 8.), datirt Amsterdam 1648, von demselben Is. Aboab, dem Jüngern, der 1654 aus Brasilien nach Amsterdam zurückkehrte. Nr. 34. («hart. 8.) ist der bekannte Brief bin von Perifot Duran (vgl. de Rosst' zu Cod. 84). Der Verfasser nennt sich Isaak b. Mose aus Cordova, und dadurch wird Dornbusch nicht?", wodurch dieser zu verstehen gab, daß Sarsa, der das Dogma von Erschaffung der Welt in einer Rabbinen-Sitzung persiflirt hatte, als ein Häretiker zum Feuertobe gu verurtheilen sei. Nun bedeutet Carga im Spanischen einen Dornbusch, und 8eneh im Hebräischen; bamit fallen viele falsche Schreibungen des Namens zusammen. Zunz (Zeitschrift S. 159) vergleicht Zarga in Estremadura. " 2

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