Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 28 (1922)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1922)
- Article
- Anthropologische Geschichtsschreibung
- Date
- 1922-03-01
- Page
- Seite 77 (sequence 3)
- Language
- German
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Vermisch! es 77 zur allgemeinen Richtschnur für unser Verhalten dem Antisemitismus gegenüber ausstellen, dann könnten wir neun Zehntel unserer Aufklärungs- und Vbwehrtätigkeit einstellen. Sollten wir einmal so weit sein, daß die AnthropologieLeflissenen im Volke sich ihre Belehrung bei Lnschan und Eickstedt, statt bei Ehamberlain, Hauser e-tutti quanti holen, daß jeder aus Dummheit, Bosheit und Haß geborene Anwurf die entsprechende Würdigung auch ohne Gegenwirkung der Betroffenen findet, dann können wir Herrn Hauser nebst seinen Gesinnungs- und Kampfgenossen sich selbst überlassen. Bis dahin sollten wir systematisch — nicht nur gelegentlich — jede sich bietende Gelegenheit wahrnehmen, unsere Ankläger dahin zu bringen, wo sie ihr Beweismaterial auf den Tisch legen müssen. Das ist vielleicht der einzige Weg, die übermütig gewordenen Herrschaften etwas vorsichtiger zu machen und der skrupellos betriebenen Volksvergiftung Einhalt zu tun. — Bei dieser Gelegenheit möchte ich daraus Hinweisen, daß der Verfasser der in Frage stehenden „Geschichte des Judentums" nicht identisch ist mit dem bekannten Prähiftoriker Dr. Otto Hauser (Basel). Durch diese Feststellung wird jedoch mein Aussatz im Januar/Februar-Hest in keinem Punkte berührt. Vermischtes. Zur Beachtung. Wir Machen darauf aufmerksam, daß zur Annahme von Spenden für unfern Verein nur solche Personen berechtigt sind, die durch einen auf Namen geftellten Ausweis legitimiert sind, der unseren Stempel und zwei Unterschriften trägt. Bei Verdacht unberechtigten Sammelns bitten wir, sich in der Centrale nach der Berechtigung des Sammelnden zu erkundigen. Centralvcrein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Der „Vorwärts" und der „Verband uationaldeutscher Juden". Herr Rechtsanwalt Br. Nau m anu bedenkt den „Vorwärts", 6as „Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands", mit einer Zuschrift üblichen Inhalts, in der er sich über die „Treibereien" beschwert, denen seine Vereinsgründung — angeblich — ansgesetzt ist. Aus der Antwort des „Vorwärts" möchten wir die nachstehenden s e h r b e m e r k e n s w e r L e n A u s f ü h nnigen zum Abdruck bringen. Der „Vorwärts" schreibt: „Der Verband des Herrn Dr. Naumann hätte sich nach unserer Ansicht manches Mißverständnis ersparen können, wenn er in seiner Agitation mit weniger Entgleisungen gearbeitet hätte. So scheint uns der von Herrn Dr. Naumann auch in diesem Briese wieder erhobene Vorwurf gegen die Juden, denen „ihr Judentum über das Deutschtum geht", . durchaus geeignet zu sein, völlig falsche Vorstellungen über die Denkweise der großen M e h r h e i t der deutschen Juden