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Im deutschen Reich · 1922-03-01 · Heft 3-4 (März 1922) · p. Seite 52

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
28 (1922)
Issue
Heft 3-4 (März 1922)
Article
[Ohne Titel]
Date
1922-03-01
Page
Seite 52 (sequence 2)
Language
German
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52 $Ut deutschen Reich Alphonse Lsvy fühlte sich glücklich, gerade auf diesem Felde die schon früher erfolgreich ausgeübts fournalistifche Tätigkeit wieder aufnehmsn zu können. So erschien im Juli 1895 die erste Nummer der Zeitschrift, die durch ihren Namen bekundete, wo wir die Wurzeln unseres Lebens, wo wir Heimat und Vaterland haben. „Ein Wort zur Einführung" beleuchtete die sittliche Kraft des Kampfes für die gute Sache, ein zweiter Artikel „Unsere Lage" erhob den Warnruf: „Laßt Euch nicht verbittern. Laßt Euch die Freude am Vaterland nicht rauben." Die Rubriken: „Korrespondenzen und Vereinsnachrichten" berichteten von dem Vereinsleben in den zahlreich gewordenen Ortsgruppen und erhielten jedes Mitglied in Kenntnis davon, was an allen Orten für unsere Aufgabe gearbeitet wurde. Die „Umschau" jeder Nummer gab einen Üeberblick und Zusammenfassung aller für uns wichtigen politischen Ereignisse. Die „Bücherschau" brachte teils kürze Anzeigen, teils ausführliche Besprechungen der Neuerscheinungen auf dem Gebiete des politischen, des wissenschaftlichen, des wirtschaftlichen, des Rassenantisemitismus. Die Rechenschaftsberichte des Vorsitzenden und die Geschäftsberichte besonders der Rechtsschutzkommission boten Gelegenheit, nickt nur von errungenen Erfolgen zu erzählen, sondern die Mitglieder mit der Geschäftsführung bekannt zu machen und über die Notwendigkeit und die sittliche Bedeutung des Abwehrkampfes immer von neuem aufzuklären. Diese Form der Zeitschrift ist im wesentlichen beibehalten worden; sie hat die Mitglieder in stetem Zusammenhang mit der Vereinsarbeit gehalten und ihre Teilnahme nicht erkalten lassen. In vielen Familien wurde jede neue Nummer mit freudiger Erwartung begrüßt; das Blatt wurde allmählich zur Sammelstelle für die Kenntnis aller wichtigen Vorgänge in der antisemitischen Bewegung. Durch Versendung an Reichstags- und Landtagsabgeordnete, an staatliche und städtische Behörden, öffentliche Lesehallen und Volksbibliotheken sorgten wir dafür, daß auch unsere christlichen Mitbürger unsere Klagen verstehen und unsere Forderungen würdigen lernten. Wir haben zahlreiche Zeugnisse dafür, daß dieses Bemühen nicht erfolglos gewesen ist; manchem, der „neutral" und gleichgültig an der antisemitischen Bewegung vorübergegangen war, wurde durch unsere Zeitschrift klar, was der Kampf ums Recht nicht bloß für uns bedeutet. Bis zum Jahre 1916 leitete so Alphonse Levy die Zeitschrift, unterstützt von einer Redaktionskommission, der als einer der eifrigsten und gewissenhastesteN Mitarbeiter u. a. der uns leider so früh entrissene Prof. Dr. Blaschke angehörte. — Die Kriegshefte, deren erstes (September 1914) unser unvergeßlicher Maximilian H o r w i tz mit einem hoffrmngsfreudigen Gedicht und mit dem

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