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Im deutschen Reich · 1922-03-01 · Heft 3-4 (März 1922) · p. Seite 51

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
28 (1922)
Issue
Heft 3-4 (März 1922)
Article
Nun, zu guter letzt ...
Date
1922-03-01
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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Nun, zu guter letzt . . . 51 „deutsche Judenblatt" soll geschaffen werden, gedeckt von der weitaus größten Vereinigung der deutschen Juden. Wir werden wöchentlich über unser Tun und Denken berichten können. Die großen Aufsätze belehrenden Inhalts werden allerdings in altem Umfange kaum mehr erscheinen können. Drum soll unserer Zeitschrift „Im deutschen Reich" nicht das Grablied gesungen sein. Wir hoffen sie als Revue großen Stils mit wissenschaftlichem Charakter alsbald wieder neu erstehen zu lassen. Und nun an die Arbeit! Ludwig Holländer. * * * Das uns lieb und vertraut gewordene Blatt soll nun sein Dasein beschließen, um in anderer, neuer Form wieder aufzuerstehen. Da sei es einem Alten gestattet, einen Rückblick auf die nahezu 27jährige Zeit seines Erscheinens zu werfen und der Männer noch einmal zu gedenken, die das Blatt begründet und lange geleitet haben. — Nachdem im Anfang des Jahres 1893 der Central-Verein in Berlin begründet worden war, fand er durch die bittere Notwendigkeit des Abwehrkampfes, durch die werbende Kraft seines Programms und diebegeisterndenMahnrufeseiner Führer in kurzer Zeit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus in allen Teilen Deutschlands Anhänger, aber auch Widersacher unter Glaubensgenossen und Andersgläubigen und solche „Freunde", die davor warnten, den Kampf aufzunehmen und alles Heil im geduldigen Schweigen und Tragen erblickten. Da stellte sich für den Vorstand sehr bald die Notwendigkeit heraus, zu allen, die hören wollten, von d emRecht und der Pflicht derSelb st Verteidigung reden zu können, von den Zielen, die der Verein sich gestellt, und von den Wegen, auf denen er seine mannigfachen Aufgaben lösen wollte. Der Vorstand mußte sich die Möglichkeit schaffen, wenigstens einmal im Monat allen, besonders denen, die an den Vereinsversammlungen nicht teilnehmen konnten, von seiner Arbeit Bericht zu erstatten und den Mitgliedern einen Sprechfaul schaffen, in dem sie ihre Wünsche und Hoffnungen, ihre Klagen und Beschwerden zum Ausdruck bringen, ihre Erfahrungen in der Abwehrtätigkeit den andern mitteilen und wichtige Fragen zur allgemeinen Erörterung stellen konnten. Wir hatten das Glück, in dem Manne, dessen Broschüre „Staatsbürger oder Schutzj u d e?" den Anstoß zur Gründung des C. V. gegeben hatte, in Or. Raphael Löwenfeld, einen fachmännischen Berater für die erste Einrichtung derZeitschrift zu finden, und uns er Generals ekretär

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