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Im deutschen Reich · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 23

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
28 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Article
Mittel und Wege zur Entgiftung unserer Bevölkerung von Haß und Vorurtei gegen die Juden
Date
1922-01-01
Page
Seite 23 (sequence 4)
Language
German
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Uu.\ d 'S Sämtliche Redner begrüßen die Anregungen der Referenten und teilen wertvolle Emzelsälle ans ihren Bezirken mit. Um 1.40 Uhr wird die Sitzung unterbrochen. NachmiLtagssitzurrg. Jnstizrat vr. Brod n i tz eröffnet die Sitzung wieder unter Dorten des Dankes an die Versammlung für ihr treues Ausharren. Den Vorsitz übernimmt vr. Geiger-Frankfurt. Wünsche vnd Beschwerden der Abgeordneten. Von den mannigfachen Wünschen, Beschtoerden und Anregungen {eien folgende erwähnt: Förder-Brcslau, der von den Ortsgruppen, die immer glauben, der Ceutralverein sei nur für sie da, sie aber nicht für den CcntralvLrein, mehr Betätigung verlangt. Dr. SebbanKömgsberg, der cineAbsiusung unserer Literatur nach der inteUcftnellcii Kapazität unserer Gegner für notlvendig hält. vr. Rssenthal-Duisburg, der unter Hinweis auf die Beschäftigung von 5000 Ostmdeu im Bergbau Unterstützung des Arbeilersiirsorgcamtes fordert, weil man dadurch wesentliche Abwehrarbeir leiste und auch manche Vorurteile der Behörden beseitigen könne. Or. Cohn-HildeSheim, der sich gegen den Aufwand bei der Propaganda anläßlich der Lpferwoche wendet. vr. Rosenhain-Königsberg, der ein eigenes Jugend- TeZernat in der Zentrale eingerichtet wissen will. Nachdem hieraus Justizrat vr. Brodnitz zu den einzelnen Wünschen und Beschwerden Stellung genommen und weitestgehende Abhilfe zugesichen hat, komme man zum letzten Punkt der Tagest ordnung: Jmrerjiwifche Fragen. Der Referent, vr. Kurt Alexander-Krefeld, vertritt dir Auffassung, daß Palästina für uns kein nationales, sondern ein religiöses Problem sei. Wenn wir auch an Palästina Mitarbeiten, so sei diese Arbeit doch, solange für uns in Deutschland die Nor noch so groß sei, nicht die erste, die wir zu leisten haben. Zu einer Abänderung des grundlegenden Beschlusses*) des Hauptvorftandes vom 10. April besiehe daher kein Anlaß. *) Die Beschlüsse der Hauptvorstandssitzung vom 10. April 1921 haben folgenden Wortlaut: 3. PaläftinannsbaufondS. Wäre die Besiedlung von Baläsiina nichts weiter wir ein aroßes soziales HttfSwerk, so wäre vorn Standpunkt dcS C--V. aus gegen die Förderung di.seS Werkes nichts zu sagen. Die Besiedlung vonPcULsUna ist aber in erster Linie daS Ziel der nationaljüdischen Politik, ihre Förderung und Unterstützung daber al-zulchncn. Eo« lange die .sozialen und geinigen Linrichtungcn des deutschen Beiles und die religiösen und kulturellen Bedürfnisse dcS deutschen Judentums bitterste lerden. solange zahlreiche heimallos gewordene Juden unsere dringende und LUgenblickriche Hilfe brauchen, bat jüdischer GemcinschafrLgcisr und WohULLiZkcttLsmn üoerlcichc tLNcZcny.NL und PsUchi zu sruchrbarer Ltdcit.

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