Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 28 (1922)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1922)
- Article
- Innere Mission
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 2)
- Language
- German
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HanpLocrsarurnluug des gcn!TsIi*ctcm3 JS der Glaubensgemeinschaft abwälzen möchte. — Unsere Ausgabe tnüfie daher sein: nach ca\%cn hin diese Erkenntnisse zu rcrbreüen, nach innen hin: die Menschen zu Ünderrr. Bisher f; ioc iuau nur äußere lirfif Mission betrieben. Zur inneren Michou gehöre nach seiner Auffassung vor allem selbst Jude sein, d. h. sich cingliedern in Weltbild und Lebensführung. Mit den besten geistigen Deutschen bekenne sich der deutsche Jude zu dem Geschlecht, das aus dem Dunklen ins Helle strebt. Wenn wir für diese geistige Auswärrsbewegung Köpfe von Klang gewinnen könnten, so sei scheu ein.Hauptziel erreicht. Mit dieser Svnchese mürben mir eine klare Linie unserer jüdischen Politik schaffen, nämlich die Basis verbreitern, und zwar bei uns durch die Vertreter dieses geistigen Typus, bei den anderen durch die Erkenntnis dieses Typus als innersten Kulturgenossen. So werde die Zahl derer, die sich mit Kopf und Herz verstehe!:, immer grösser. Diese Mission müsse von einer Gej'amtkit getragen werden, die Führer stelle. Schasse der C.-V. diese Bewegung nicht, so gerate er zwischen die Juden, die die Zukunft außerhalb Deutschlands suchen mii) diejenigen, die jüdischen Inhalt ganz abstreisen, und werde zerrieben. — Würde der C.-V. in dies'.mr Sinne arbeiten, b a u n m a d> e c r feinem Na men Ehre und könne zur Blüte deutschen Judentums beitragen. — (Beifall.) Als zweite Neserentin spricht Frau Henriette Fürth-Franksurt a. M. Das Wort: „I u iictc M i s j io n" habe einen etwas ourrnösen Beigeschmack. Es klinge nach Ueoerheblichkeit uno Phrrisäertum. Uns aber sollte es bereuten die Mahnung zur inneren Einkehr, Die Aufnahme des Abnxchrkampses dadurch, daß wir uns selbst in streng? Zucht nehmen,-uns oen Spiegel unserer Schwächen und Fehler verhalten wrd so auf alle Weise dafür sorgen, dem Angriff keinerlei Angriffspunkte zu geben. In diesem Sinne sei gegen geräuschvolles Auftreten, gegen P u tz s u ch t u n d ü - p i g e Lebensführung unkultivierter Glaubensgenossen Front zu machen. Tiefe Abwehraktion sei noch rvichnger als die Bereitstellung von Geldern für fceu- Abwchricniipf, denn während die Gcldsarmnlung nur Mittel zum Zweck sein könne, sei die kulturelle Hebung des Judentums ein unvergleichlicher Selbstzweck im Kampf gegen den Antisemi» t i § ni u s. Sehr bedauerlich sci auch der Mangel an gegenseitiger.Achtung und Distanz, dem rnan nicht selten begegne. Zum Indem, der nur die Gunst des gesellschaftlich hochstehenden Andersgläubigen besitzt, geselle sich jener, der den menschlichen Wert des GlarrbensZerwsseu erst daun anzuerkemren geneigt ist, werur dieser Wert von anderer Seite bezeugt und anerkannt werde. Alledem müsse entgegengearbeüet werden, mrd zwar in erster Linie durch eme entsprechende Erziehung der Jugend. ZTr aufreästen Menschen wolleTr wir unsere Kindererziehen. . Zu PersönlichkeiterT, die. sich nicht ducken und nicht bangen urrd die gerade deshalb unansfällig und besche'den, aber furchtlos und treu sich in Reih urrd Glied der deutschen VoWgeMkinschaft-stellen und