Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 28 (1922)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1922)
- Article
- Im Kampf um unser Vaterland
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 9)
- Language
- German
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10 Im deutschen Reich hc.VM mcrbcit Sic es verstehen, ba\) wir mit einem Beitrag von ui i ii b c st c 11 s 100 M. jährli rh Z u r e ch neu haben m ü s s e n. Diese 100 M. 'brauchen nicht als Mindestbeitrag des einzelnen aufgebracht zu werden. Im Durchschnitt aber muß jede Ortsgruppe und jeder Landesverband von seinen Mitgliedern 100 M. pro Kopf erheben. E§ wird Sache der Syndici und der Vorstände der Landesverbände und Ortsgruppen sein, die zahlungsfähigen Mitglieder aufzusuchen und Zu solchen Jahresbeiträgen zu bringen, daß unter Berücksichtigung der Schwächeren der Durchschmttsbeitrag von 100 M. jährlich herauskommt. Wir iönneu auf die schwächeren Mitglieder nicht verzichtenganz abgesehen davon, daß die Stellung und das Ansehen des Centralvereins dahin drängt, daß wir die übergroße Mehrheit aller deutschen Juden als Mitglieder bei uns haben, so finden sich auch unter den Jahlnngsschwächeren eure große Reihe von geistigen Mitarbeitern, welche ieit laugen Jahren uns treue Dienste' geleistet haben, und d.e wir unter leinen Umständen bei uns missen möchten. Seir zwei Jahren arbeiten nebeneinander eine sogenannte F i u a n 51 o n f c r c n j, die etwa Mitte vorigen Jahres zuerst in Frankfurt getagt hat und eine dann inr April dieses Jahres eingesetzte Finanzkommission an der Frage, wie die Finanzen des Vereins dauernd auf eine solche Grundlage gestellt werden, daß wir mit einiger Zuversicht in die Zukunft blicken können. Einhellig \vat man der Meinung, daß es mit sporadischen Sammlungen auf die Dauer nicht geht, sondern daß eben der Jahresbeitrag auf eine solche Höhe gebracht werden muß, daß daraus alle Bedürfnisse sowohl der Zentrale wie der Außenstellen gedeckt werden. Um einen genügenden Reservefonds zu schaffen, hat die Finanzkommission, die im Mai in Frankfurt a. M. tagte, beschlossen, neben der Erhöhung der Jahresbeiträge eine einin a l i g e Abgabe von 10ö/o von den bei den Landesverbänden 'und Ortsgruppen bestehenden Vermögen zu fordern nach dem Stande vom 1. September d. Js. und außerdem die Ihnen allen ja bekannte Opferwoche zu veranstalten. Das Ergebnis dieser beiden Beschlüsse liegt noch nicht vollständig vor. Ich richte das dringende Ersuchen an alle Anwesenden, soweit die 10% noch nicht abgesührt sind, dies raschmöglichst nunmehr zu tun und ebenso das Ergebnis der Opferwoche nach Berlin abzuführen bezw. weiter dafür zu sammeln in den Fällen, wo die Sammlungen noch nicht beendet waren. Im ganzen kann ich Ihnen mitteilen, daß das Ergebnis nicht unbefriedigend ausgefallen ist. Es ist aber zu berücksichtig"!!, daß seit Mai, wo die diesbezüglichen Beschlüsse gefaßt worden sind, die Verhältnisse durch die enorme Geldentwertung sich so verändert haben, daß selbst ein damals als sehr gut betrachtetes Ergebnis jetzt nicht mehr als genügend betrachtet werden kann. Schon aus diesem Grunde muß dringend darum gebeten werden, restlos die Summen abzufüh-ren, die aus diesen beiden Beschlüssen sich ergeben. Ich bin mir ganz klar darüber, daß jetzt auf eine lange Zeit eine einheitliche Sammlung nicht vorgenommen werden kann. Das schließt natürlich nicht aus, daß aus irgendwelchen Gründen etwaige