Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 11 (November 1921)
- Article
- Der Zarenmord und die Juden
- Date
- 1921-11-01
- Page
- 332 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2316602-2316912-2316921-2359001--32314-2359072- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Im deutschen Reich Sirrd die Glau. benSgewelnschatten für die Verbrechen Ein> zelner verant» wörtlich # Die Inden bNden hier eine LnSnahMS. Der Stumpf gegen die Dummheit. Das Judentum alS angeblicher 5 Läger des LapUalismuS und GoziE-m»S. Bb2 daher der in Berlin erscheinende „Golos Nossii": „E§ gibt in Rußland keinen einflußreichen Bolschewisten mehr, der nicht mit seiner Religion- und Nationalität gebrochen hätte." Jenny-Prosoroff-meint dagegen: „Das heißt wahrhaftig, naive Menschen auf falsche Fährre locken, nämlich zu dem Trugschluß verleiten, der Bolschewist gewordene Jude sei gaw kein Jude mehr. Ein geschicktes Ausweihen durch völlige Verschiebung der Frage! Denn nicht darum handelt es sich, wie viele der bolschewistischen Henker gläubige Juden sind, sondern wie viele von ihnen sich aus dem jüdischen Teil der Bevölkerung Rußlands rekrutieren. Mit ebensoviel Berechtigung könnte etwa die katholische Glaubensgemeinschaft jeden Verbrecher abschütteln, mit der an sich sicher stichhaltigen Behauptung, ein allen göttlichen und menschlichen Gesetzen hohnsprechender Schwerverbrecher habe. aufgehört, Katholik zu sein." . . . Natürlich könnte sie das! Mer sie braucht es g a r nicht, denn es ist noch keinem besonnenen Menschen eingefallen, der' katholischen oder protestantischen oder orthodoxen oder islamitischen Glaubensgemeinschaft die aus deren Mitte hervorgegangenen Verbrecher an ihre Rockschöße zu hängen und sie für sie verantwortlich zu machen, da jeder Vernünftige weiß, daß die Schwer- Verbrecher aller Glaubensgemeinschaften eine untereinander zusammenhängende Sonbergemeinschaft bilden, die außerhalb aller Glaubens¬ und aller ethischen Gemeinschaften stehen. Es hat noch niemand für die Greueltaten der Henker aus der terroristischen Zeit der französischen Revolution die katholische Glaubensgemeinschaft verantwortlich gemacht, aus deren Mitte sie doch alle hervorgegangen waren. Nur uns Juden gegenüber darf jeder erste beste Jenny-Prosoroff sich das erlauben, ohne für verrückt erklärt zu werden. ... Jude,. baS. ist ganz etwas anderes. Ach, mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens, :um wieviel mehr mit der Perfidie, die auf die Dummheit spekuliert. Trotzdem müssen wir Menschen, die wir keine. Götter sind, kämpfen und hoffen, daß es am Ende doch nicht ganz vergebens feiu wird. _ DL- Judentum als angeblicher Träger des Kapttarrsrnur »nd Sozialismus. — Antisemitismus und Arbeiterschaft. — Antisemitismus und DeuLfchnat. Volksparrer. In einem Artikel eines stuck. rer. pol. Broerman» der in München erscheinenden „Allgemeinen Rundschau" vom 24. September „Das Internationale im Judentum" heißt es: „Im Verfolge der weltbeherrschenden Ideen treten zwei Gruppen, zwei Strömungen des Judentums besonders hervor. Wir finden, daß die Juden einerseits im Kapitalismus, andererseits im Sozialismus, Kommunismus und Bolschewismus ihren Ideen Wirklichkeit zu geben gewillt sind." Und an einer anderen Stelle äußert sich der Verfasser wie folgt: „Findet man auch bei allen Völkern diese Interessen- und Jdeenvertretüng im Kapitalismus und Sozialismus) -so ist sie doch bei keinem Volke so .mächtig, Raum und Zeit überbrückend, wie bei den Juden. Dieses kühn« - Weltumspannende ist gerade im Kapitalismus und Sozialismus