Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 11 (November 1921)
- Article
- Zur Hauptversammlung
- Date
- 1921-11-01
- Page
- 317 (sequence 1)
- Language
- German
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LeZ w'vvj^ CevlcÄvereNs deutscher MÄMrger sudischM GlMdeus. Crsch^iAL e!fmcü iA Jahre. — Der »Teuiru! - Derew LeursÄer StQLrSd2r8rr jüdischen T.crubenS" dezwecki, die LcursHerr ErrrsLS» dürger jüdischen Glaubens ohne Nrttersch-ied der religiösen und polnischen Aichwug zu sLurruel«, um sie in d»r talltäUiscn Wahrung ihrer fraarAbürger«- üLen und gesellschaftlichen GletchstcLunü^ sorstr io der uubctrnen Pflege deulscher Vesirruuus -o de» ftSTlcn. (§ 1 der Satzung des Vereins.) XXVH. Jahrg. Berlin, droverrrbsr 1921. Nr«. 11 Zur HaNpLversamWlA«g. Don Syndikus Dr. Ludwig Holländer. Die überaus großen geldlichen Aufwendungen, welche in der beutigen Zeit die Abhaltung einer Hauptversammlung erfordern, machen ihr Stattfinden nur alle zwei Jahre möglich. Auch dann ist die Dauer der Verhandlungen höchstens auf zwei Tage beschränkt. Denn in unserm angestrengten Erwerbsleben ist es nicht möglich, in hinreichender Anzahl Abgeordnete zu finden, welche länger als zwei Tage ausschließlich der Reisetage ihrem Wohnsitze fernbleiben können. Wollte 'man darauf einwirken, daß die Vertretung der Ortsgruppen in die Hand derjenigen Berliner Freunde gelegt wird, welche, ohne die Mühen einer Reise auf sich zu nehmen, eine längere Anzahl von Tagen den Verhandlungen beiwohnen könnten, so würde der wahre Wille unserer Mitglieder nicht offenbar werden. Unter diesen Umständen drängt sich sowohl dem veranstaltenden Vorstand als auch den teilnehmenden Abgeordneten die Frage auf: Was kann und soll uns die Hauptversammlungbringen? Vielfach bezeichnet man solche Veranstaltungen, ganz gleich von wem sie ausgehen, als wertlose Paraden, vielfach als Sammellager müßiger und kleinlicher Reden. Daraus folgt die ungünstige Beurteilung, welche am Schluß aller solcher Versammlungen, mögen sie heißen wie sie wollen, durch die Teilnehmer ausgeübt wird. Man hört Bemerkungen: eigentlich garnichts Neues, — was hier geredet wurde, haben wir schon längst einmal gehört, —