Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1921)
- Article
- Kritik und Sabotage
- Date
- 1921-10-01
- Page
- 309 (sequence 2)
- Language
- German
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Xrittf und Sabotage 809 5. Unterstelle allen, die Arbeit für den Verein verrichten, daß sie das nur aus Ehrgei; oder um eines Amtes oder persönlicher Vorteile willen tun. Hüte Dich aber sorgfältig, selbst etwas für Deinen Verein zu tun, damit Du nicht in der gleichen XDeifc beschuldigt wirst. Soll positive Arbeit geleistet werden, so habe stets die schwersten Bedenken. 6. Erkläre einem jeden, der nicht im Verein ist, wie es eigentlich zu sein hätte; hüte Dich aber, das im Verein selbst zu sagen. 7. sprich niemals Gutes über die gewählten Vertreter Deiner (Organisation, die für Dich und Dein Bestes arbeiten. 8. U)enn Du etwa gescheiter als andere bist, so lauere, bis einer aus dem Vorstand einen Fehler oder ein Versäumnis begeht. Dann falle über ihn her. Wit Deinen besseren Gedanken halte unbedingt solange zurück. Y. Vergiß nie, „aus prinzipiellen Gründen" in Versammlungen Npposition zu machen, denn Du bist die Würze der Versammlungen: das 5alz, der Pfeffer, die Muskatnuß. Märest Du nicht, so würden die Versammlungen unschmackhaft sein. \0. Trifft einer einmal in Deinem 5inne das Richtige, so widersprich dennoch, sonst wärest Du nicht derjenige, der alles besser weiß. Wenn Du das alles tust, so darfst Du Dich rühmen, als ein gescheiter Wann angestaunt zu werden, der eigentlich „der Richtige" wäre. ll- Besuche keine Versammlungen. 12. Wenn Du kommst, so komme zu spat. 13. Wenn das Wetter schlecht ist, so konunc natürlich nicht. \%. Wird eine Veranstaltung vorbereitet, so erkläre die vorbereitenden Arbeiten des Vorstandes und der anderen Mitglieder fürverkehrt. 15. Nimm nie ein Amt an, da es leichter ist, zu kritisieren, als selbst Arbeit zu leisten. 16. Trotzdem sei gekränkt, wenn Du zur Mitarbeit im Ausschuß nicht aufgefordert wirst, ^st dies aber der Fall, so gehe nicht zu den Ätzungen.