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Im deutschen Reich · 1921-10-01 · Heft 10 (Oktober 1921) · p. 300

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 10 (Oktober 1921)
Article
Im deutschen Reich
Date
1921-10-01
Page
300 (sequence 6)
Language
German
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3m deutschen Reich 800 und opfere nach feinem vermögen! was er opfert, dient nur ihm selbst und seiner Erhaltung. wir schlesischen Juden haben noch ganz besondere Veranlassung zum Opfern, wir haben erlebt, zu welchen sürchterlichen Verfolgungen die Iudenhetzen in Polen, in Rußland, in der Ukraine geführt haben, willst Du verhüten, daß diese Zustände auf unser Schlesien übergreifen, so opfere, Israelit, nach Deinen Kräften, und kehre zurück zu Deinem Gotte! . ' 3 ustizrat Hirschberg, Breslau, Vorsitzender des Landesverbandes Wittel - u. Bieder schlesicn. * * * Goethe sagt: „Der wen sch, der das Gute will, muß sich ebenso tätig und rührig gegen Andere verhalten als der Eigennützige, der Kleine, der Böse." Diese Worte sollten als Leitmotiv sein für jeden Juden, dem es Ernst ist mit der Bekämpfung des Antisemitismus. Nicht jedem mag es gegeben sein, mit Schrift oder Rede der Flut antisemitischer Drucksachen und Verleumdungen entgegenzutreten. Die Opfcrwoche gibt aber einem jeden Juden Gelegenheit zu zeigen, daß er in der Opferwilligkeit die Eigennützigen, die Kleinen, die Bösen übertrefsen will. Dt. Albert Holländer, Hamburg, Vorsitzender des Norddeutschen Landesverband e.s. * * Hart ist die Zeit und schwer des Vaterlandes Rot, hart und schwer vor allem aber die Zeit für uns deutsche Juden. Bedrückt uns doch nicht nur, was auch auf unseren andersgläubigen Mitbürgern lastet: zur.Sorge um Deutschlands Schicksal kommt bei uns noch die Sorge um unsere bedrohten staatsbürgerlichen Rechte, die Sorge auch um unsere bedrohte wirtschaftliche Existenz. Diese Rechte, - unsere wirtschaftliche Existenz uns zu erhalten, sind wir in einen schweren Kampf gegen mächtige, mit überreichen Mitteln begabte Gegner gestellt; bestehen können wir ihn nur, wenn auch wir über die nötigen Mittel verfügen. Nicht jeder kann ein Mitkämpfer sein in Wort und Tat; aber helfen im Kampfe kann ged e r Glaubensgenosse, indem er dem Eentralverein das zur Verfügung stellt, dessen er aufs dringendste bedarf, will er die ihm obliegenden Aufgaben erfolgreich durchführen: Geld, Geld und abermals Geld. Nicht bloß einen Vereinsbeitrag im üblichen Ausmaß, nicht bloß eine Spende, wie sie sonst gegeben wird: ein Opfer heischt

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