Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1921)
- Article
- Im deutschen Reich
- Date
- 1921-10-01
- Page
- 295 (sequence 1)
- Language
- German
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3m Ocntfifrcu Reich 295 Im deulfdien Reich. Pic tiefernste €nae des deutschen ^ubeniums und die darre Not« wendiakeit einer Gpfcrwocht kann nirgeiids überzeugender zuin Uusdruck kcnnnw't, als in den riacl?stcbenden einmütigen Ucunernngcn der Landesurrbändc aus den: ganzen deutschen Neich. Möge der starke Nus überall ein gewaltiges <§cb>o finden! Die SebrisUenung. Gegen den Judenhaß ist der Einzelne machtlos. Nur der organisierte Zusammenschluß ermöglicht eine Abwe Der Eentralverein i st die einzige (!) rgani - f a t i o u in Deutschland, welche den Judenhaß tu 11 Lrsolg bekämpft. Line Reihe von Männern in allen Teilen Deutschlands haben sich, getragen von dem vertrauen ihrer jüdischen Mitbürger, ehrenamtlich in den Dienst dieser Organisation gestellt. Sie tun dies in der Erkenntnis, daß es fid7 nicht nur um Besitz, E x i st e n z und Leben handelt, sondern, daß die politische Stellung, die Ehre und Selbstachtung jedes einzelnen Juden aus dem Spiele steht. Sic bringen gern und willig außer finanziellen die größten Vpfer an Zeit, Arbeitskraft und Nerven, um den Kampf gegen den Judenhaß für das gesamte deutsche Judentum zu führen. Auch Du gehörst zu diesem. habe weiter vertrauen zu uns und sei überzeugt, wenn Du auch wenig von unserer Arbeit sehen kannst, daß alles Menschenmögliche geschieht. Mir wollen keine Anerkennung, keinen Dank. Dein Dank sei unsere Unterstützung. Mcnn Du nun schon nicht in der vordersten Reihe mitkämpfen kannst, so'ahme wenigstens unserem Beispiel nach und tue, was in Deinen Kräften steht. Es wäre Schimpf und Schande, in diesem Kampfe beiseite zu stehen! Mir wollen kämpfen, liefere D u uns M u n i t i o n. M e n n wir aus Mangel an Mitteln verzweifeln müssen, bist auch Du verloren. Laß uns nicht betteln um Dein Scherflein, sondern gib mit vollen Händen! Ls handelt sich um. Dich, Deine Kinder., Deine Ehre! Di*. Fritz Baron, München, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern. * * Opferwoche! Ist es ein „Opfer", da"; von uns gefordert wird? Ich „opfere" für andere; was aber in der Opferwoche der einzelne gibt, gibt er in erster Linie für sich, zur Sicherung seiner Existenz, zur Mahrung seiner Staatsbürgerrechte. Denn gegen jeden einzelnen richtet sich der Kampf der Judenfeinde, und dieser Kampf wächst andauernd, nimmt andauernd an Gehässigkeit zu. Ungeheure Mittel erlauben den