Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1921)
- Article
- Zur Verständigung zwischen christlichen und jüdischen Deutschen
- Date
- 1921-02-01
- Page
- 49 (sequence 8)
- Language
- German
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Zcüschau 49 lischeu Imperialismus. Die Franzosen schwingen die Peitsche. Wegen der Moralischen Heuchelei des Weltkrieges mußten die Deutschen zu der Lüge der Schuld am Kriege gezwungen werden. Das ist der Fluch der bösen Tat, der deutlichste Beweis der heutigen SlLLenverwilderung für spatere Geschlechter. Der Tragödie mußte das Satyrspiel folgen. Aufklärung der Völker und Zurückdrängung der Selbstüberhebung wird Deutschland wieder in Achtung bringen. Wenn die Wucht des Furor teutonicus von den christlichen Deutschen aus die Juden abgelenkt wird, ist das der größte Triumph für die uns L 1a Haeüel-Nietzsche behandelnden Feinde. Haben die Völker doch bereits erkannt, daß sie von diesen getäuscht worden sind. Deshalb: Friede im Lande! Zeitscha«. vr. Kurt Alexander, der bisherige Schriftlei t e r d e r Zeitschrift „Im deutschen Reich", ist von seinem Amte als stellvertretender Syndikus des Central dereins und Herausgeber unserer Zeitschrift am 1. Januar d. I. zurückgetreten, um sich in Zukunft in seiner Heimatstadt Crefeld 'seinem Berufe als Rechtsanwalt widmen zu können.' Er bleibt der unsere. Das wissen alle, die sein wertvolles Wirken, das durch Wort und Feder in gleicher Weise hervorragend gewesen ist, gekannt haben, Wenn er nun auch nicht mehr regelmäßig zu Lesern und Hörern sprechen wird, so werden seine Abhandlungen und Vorträge unsere Freunde auch in Zukunft noch oft erfreuen. Abstammungsschnüffelei. Viele sich national dünkende Kreise bewegen sich in einem für die Umwelt lächerlichen, für sie selbst aber tragischen Zwiespalt, weil viele Kreise des Adels mannigfach mit Juden versippt und infolgedessen nach der Rassenlehre „jüdisch" geworden sind. Die Weigerung, einer Persönlichkeit wie Fräulein Anna von Gierke ein Abgeordnetenmandat zu übertragen, nur weil ihre Mutter eine geborene Loewenth al war, während anerkannt wird, daß sie selbst Ausgezeichnetes geleistet und daß ihr Vater ein Mann ist, der der deutschen Wissenschaft zur Zierde gereicht, ferner der Umstand, daß Männer wie Heydebrand von der L a s a, L i m a n v o n S a n d e r s, Freiherr von W a n - g e n h e i m und viele andere jüdische Blutzumischung aufweisen, hat Zweifel und Verwirrung in die Reihen des Adels getragen. Der Hochadel hat sich von diesen Streitigkeiten etwas mehr ferngehalten, weil vielleicht gerade in seinen Kreisen die jüdische Blutzumischung besonders stark -ist. Aber auch im niederen "Adel sind über' die, Frage, wer nun in Wirklichkeitzu ihm ge-