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Im deutschen Reich · 1920-11-01 · Heft 11 (November 1920) · p. 329

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 11 (November 1920)
Article
Einheitsfront
Date
1920-11-01
Page
329 (sequence 1)
Language
German
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3m deutsche« Seich. AeSschrist des Lerürakerekls Sesrscher StsaksbörgK jüdischen Glashess. ErfcheLttt slfmai Lm Jahre. Der «Central - Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" bezweckt, die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung zu sammel«, u® fie in der tatkräftigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung, sowie iu der rrnbeirrten Pflege deutscher Gesinnung zu de« stärken, (s L der Satzung des Vereins.) XXVLZahrg. Berlin, Wovemtzer 1920. Dir. 11 Einheitsfront. Bon vr. FelixGoldmann- Leipzig. Durch die jüdische Presse ging vor einigen Wochen ein temperamentvoller Artikel des Regierungsrats Hans Goslar, eines bekannten Nationaljuden, der die Zerklüftung innerhalb des deutschen Judentums mit beweglichen Worten beklagte und der zur Gründung jüdischer Volks- und Mittelschulen ausrief, um in der auf einheitlicher Grundlage erzogenen Jugend das Bewußtsein jüdischer Einheit wiederzuerwecken. Bon Goslars Mitteln soll hier nicht die Rede sein. Einsichtige Juden, die nicht auf seine politische Ueberzeugung schwören, meinen sogar, daß die Gründung jüdischer Mittelschulen zu den bisher bestehenden Konfliktsstoffen noch' einen neuen von unüberschbaren folgen fügen könnte. Wie dem nun auch sei: Goslars allgemeine dee ist nicht gerade neu, aber gewiß gut. lind nachdem sie jahrzehntelang von den Führern des Centralvereins vertreten worden ist, der alle sich zu ihrem Vaterlande bekennenden deutschen Juden ohne Unterschied der religiösen und politischen Sonoerrichtung sammeln will, ist es jedenfalls sehr erfreulich, wenn auch auf nationaljüdischer Seite die Notwendigkeit dieser Einheit aufdämmert, nachdem man dort so unendlich lange Zeit alles nur vom Standpunkte kleinlicher' Parteiintereffen betrachtet hat. Vielleicht erinnert sich Herr Goslar, daß vor nicht allzulanger Zeit die Einigung der gesamten jüdischen Jugend lediglich an dieser Krähwinkelpolitik der naiionahudischen Jugendführer gescheitert ist. Wie man es nun ansängt, um der deutschen Judenheit die Einheitspolitik schmackhaft zu machen, zeigt ein Buch, das Sammy Groitemann, eine leitende Persönlichkeit im deutschen Zionismus, verfaßt hat. „Tohuwabohu"*) nennt es sich, und es *) Wektverlag. Berlin 1920.

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