Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- Heft 3 (März 1920)
- Article
- [Ohne Titel] / Verax
- Date
- 1920-03-01
- Page
- 119 (sequence 7)
- Language
- German
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VererusnachrichLerr 119 gegen ihn anslehnt. Der besondere „Schutz", den England den polnischen Juden angedeihen zu lassen scheint, wird ihnen noch zum schweren Verhängnis werden. Verax. Vereinsnachrlchterr. Von unseren Freunden in den abgetretenen Gebieten gehen uns fortgesetzt Abschiedsgrüße zu. Das Gelöbnis der Treue zum Vaterland klingt uns von dort entgegen. Auch wir werden unseren Freunden in dem nunmehr abgetretenen Gebiet Treue für und für bewahren und ihnen helfen, wenn es irgend einmal notwendig sein sollte, soweit es in unseren Kräften liegt. Vöm 27. bis 31. Dezember 1919 fand in Herford ein von dem Syndikus des Centralvereins, Or. HoLlLuder, veranstalteter Rednerkursus statt, der aus dem Rheinland, Westfalen und der Provinz Hannover sehr stark besucht war. In alle Gebiete, die der Mitarbeiter des Centralvereins kennen muß, wurden die Hörer eingeführt. Lebhafte Diskussionen schlossen fich an jedes einzelne Vortragsgebiet an. Die Ortsgruppe Herford hatte aufs beste für die Unterkunft und die Erholung der Teilnehmer gesorgt. Nach dem guten Erfolg dieses ersten Rednerkursus werden in allernächster Zeit in anderen Landesteilen gleiche Kurse abgehalten werden. AMisemitisMUs UNd Arbeiterschaft. Um den Bestrebungen 8er Antisemiten, auch die Arbeiterschaft zu beeinflussen, entgegenzutreten, hat auf Einladung der Ortsgruppen Mitte, Osten und NNO am 27. Januar eine große Kundgebung stattgefunden, in der als Hauptredner das Mitglied der d e m o! r"a t i s ch e n Fraktion der Preußischen L a n d e s v e r s a m m I n u g, Oskar Riedel, für die Mehr-!j e 115 f o 5 t a 1 i ft e n . Stadtrat A. Ritter, Mitglied des Parteivorstandes der Sozialdemokratischest Partei Deutschlands, und für die Unabhängigen Sozialdemokraten das Mitglied der Deutschen Nationalversammlung A b b e o r d n e t e r F. Z u b e i l sprachen. Me drei Redner nahmen rn schärfster Weise Stellung gegen den Antisemitismus. Die Arbeiterschaft sei nicht gewillt, das Treiben der Antisemiten mitzumachen. Sie erkenne bie reaktionären Bestrebungen des Antisemitismus sehr wohl und werde sich nach wie vor für die Gleichberechtigung aller Staatsbürger einsetzen. Eine sehr lebhafte Diskussion folgte den Ausführungen der Redner, in deren Verlaus insbesondere die neuesten Nachrichten vom „antisemitischen Kriegsschauplatz" mitgetetlt wurden. Auch diese Veranstaltung zeigte wieder einmal, wie dringend notwendig es ist, in einer öffentlichen großen Versammlung über die Gefahren des Antisemitismus zu unterrichten. - Vor kurzem hielt der Landesausschuß für Rheinland und Westfalen in Düsseldorf unter dem Vorsitz des Rechtsanwalts Abel-Essen seine Delegierten- Versammlung ab, die trotz der bestehenden Verkehrsschwierigkeiten gut besucht war. ' Auch aus dem besetzten Gebiet waren mehrere Delegierte anwesend. Der Syndikus des Centralvereins, Rechtsanwalt X) r. Holländer- Berlin, berichtete in einem vertraulichen, mit großem Interesse aufgenommenen Referat' eingehend über die politische Lage und über wichtige innere Verbandsangelegenheiten. Rechtsanwalt I) r. Herzfeld-Essen erstattete darauf einen Bericht über den Abwehrkampf des Landesausschusses. Er schilderte die Hochflut der antisemitischen. Arbeit und legte