Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1920-02-01 · Heft 2 (Februar 1920) · p. 67

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 2 (Februar 1920)
Article
[Ohne Titel] / Verax
Date
1920-02-01
Page
67 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2316602-2316900-2316902--30885-2357192
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

67 Jüdische Rundschau Jüdische Rundschau. Der soeben eingetroffene 21. Band des American Jewish HearBook für 1919—20, Philadelphia, enthält eine Abhandlung über die französischen Juden im Kriege, gestützt aus reichhaltiges amtliches Quellenmaterial, von Kapitän Sylvain H a l s f. Da die amtliche Statistik in Frankreich das Bekenntnis nicht verzeichnet, so läßt sich die Zahl der Juden in Frankreich nur aus privatem Wege und nur schätzungsweise ermitteln. Das gleiche gilt von den Juden im Heere. Von den in Frankreich lebenden Juden, deren Zahl aus 95 000 angegeben wird, sind 65 000 französischen Ursprungs, der Rest sind entweder Ausländer, zum Teil naturalisiert, oder sie stammen aus den französischen Besitzungen in Nordafrika. Es konnte sestgestellt werden, daß 2200 Juden im Kriege gefallen sind, eine Liste der Dekorierten wird vorbereitet. Aus der Fülle der bereits feststehenden Tatsachen mögen folgende hervorgehoben werden, die auch in Deutschland Beachtung verdienen. Die auf das Jahr 1870 folgende Generation der Juden hat der französischen Armee geliefert: drei Generalleutnants: Lsvi-Alvares, Hinstin, Leopold Sec; drei Brigade-Generale: Lambert, Abraham, Brisac; drei Generalstabsärzte: Aron, Michel-Lsvy, Wistal; einen Generalintendanten: Lemant. — Beim Ausbruch des Weltkrieges waren zwei jüdische Generale im aktiven Dienst: Generalleutnant Valabrsgue und Brigadegeneral Bloch; vier, die bereits a. D. waren, wurden wieder eingestellt: Generalleutnant Naquet-Laroque, die Brigadegenerale Heymann, Dennery und Francsort. Im Verlaufe des Krieges rückten sechs jüdische Oberste zu Generalen vor: Geismar, Lucien Levy, Camille Levy, Mayer, Alexandre und Grumbach. Zwei Unterintendanten: Bloch und Levy, erhielten ebenfalls während des Krieges den Generalsrang. — General Valabrsgue, im Frieden Kommandant der Ecole de Guerre, dann an der Spitze des 3. Armeekorps zu Rouen und Mitglied des höchsten Kriegsrates, erhielt im Kriege das Kommando eines Armeekorps. General Heymann kommandierte das 15. Armeekorps, nach Erreichung der Altersgrenze wurde er an die Spitze der 15. Region zu Marseille gestellt. Alexandre, anfangs als Oberst dem Hauptquartier zugeteilt, rückte zum Artillerie-General vor und es wurde ihm das Kommando eines Armeekorps übertragen. General Lucien Levy hatte das Kommando der Genietruppen des 4. Armeekorps. Er ist der Sohn des Kantors von Blamont in Ostfrankreich. General Geismar kommandierte die Artillerie desselben vierten Armeekorps. Brigadegeneral Camille Levy stand an der Spitze einer Brigade, dann einer Division der Chasseurs-s-pied. 'Brigadegeneral Dennery kommandierte zu Beginn des Krieges eine Infanteriedivision im Felde, nach Erreichung der Altersgrenze erhielt er ein Kommando im Innern. Brigadegeneral Grumbach kommandierte eine aktive Jnfanteriebrigadei Brigadegeneral Mayer, Oberst zu Anfang des Krie- Beachtet die Anzeige.* Philo Verlag!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.