Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1919)
- Article
- Der K. C.-Tag 1919
- Date
- 1919-12-01
- Page
- 527 (sequence 1)
- Language
- German
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Der K. C.-Tsg ISIS. Die Verhandlungen des K. C.-Tages, die vom!. dis 3. November im Plenar-Gitzungssaal des Herrenhauses stattgefunden Haben, beschäftigten sich naturgemäß in erster Linie mit den vielen durch den Krieg und die Revolution herausbeschworenen Problemen der Gegenwart. Daß sie ihre kiesgehenden Einflüsse auch aus die ^Studentenschaft ausgeübt haben, ist selbstverständlich. Die etfie. Aufgabe einer studentischen Tagung muhte es daher sein, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt des Interesses stand das Referat des Vorsitzenden des geschäftssührenden Ausschusses des K. C., des Herrn Dr. Ludwig Holländer über Gegenwarts- und Zukumtsaufgäben des K. C. Der Referent stellte fest, daß nach wie vor die Erziehung zum Menschen, die Erziehung zur Persönlichkeit die Hauptaufgabe des K. C. bleibt. Ein jeder K. C.er muß in der Verbindung eine Erziehung genießen, die ihn in die Lage versetzt, den Ausgaben gerecht zu werden, deren Erfüllung Wesen des K. C, ist.' Nachdrücklichst Wert zu legen sei auf die jüdische Srzichung. Führer im jüdischen Leben heranreisen zu lasten, das muß das Ziel dieses Teiles unseres Erzichungswerkes sein. Es folgten Referate des Herrn Dr. Mainzer über die Mensurfrage, des Herrn Rabbiner Dr. Goldmann über den Antisemitismus in der Studentenschaft. In einer sehr eingehenden Aussprache beschäftigten sich die Delegierten mit den Darlegungen der Referate. Immer wieder kam zum Ausdruck, daß die Erziehungsausgabe der Grundkern unserer Arbeit sein müsse. 9hix über die Mittel mit denen diese Erziehung zu bewerkstelligen ist, kann eine verschiedene Auffassung bestehen. — Ein besonders reges Interesse nahm die Erörterung über die Betätigung der K. C.er in der jüdischen Jugendbewegung ein. Es wurde die dringende Forderung einer intensiven Betätigung der K. C.er in den jüdischen Jugendbewegungen erhoben, die aus vaterländischer Grundlage die Pflege eines bewußten Judentums betreiben. Empfohlen würde eine Betätigung iin den Kameraden-Vereinen, deren Begründung begrüßt wurde, ebensosehr aber auch eine Betätigung im Verbands der jüdischen Jugendvereins Deutschlands im deutsch-vaLerländischen Sinne. Aus diesem K. C.-Tag wurden die Verbindungerr Silesia und Binsta (Berlin), Rhsno-Bavaria (Münster), Rheno-Palatia (Würzbnrg),,Visurgia (Göttingen), Makavia (Greifswald), Saxonia (Hamburg), "Awingia (Halle), Hansea (Rostock), Haffia (Marburg), die im Laufe des letzten Jahres von K. C.ern gegründet wurden, in den K. C. aufgenommen. Nach Schluß der Verhandlungen fand zur Feier des LojähÄigen Stiftungsfestes der Sprevia ein Festkommers im Kaisersaal des „Rheingold" ftattr an dem ungefähr 900 Personen Teilnahmen. Nach der Begrüßungsrede durch den Borsitzerwen des A. H. B. Sprevia, A. H. Remak, hielt Dr. Kurt Alexander die Tendenzrede. Die Damenrede Mit Dr. Kochmann, die Rede der K. C.-Verbindvngen auf die Sprevia Dr. Bruno Weil. Namens des C. B. und des Verbandes der deutschen Juden brachte Herr Geh. Rat Dr. Fuchs die Glückwünsche dar; namens der Arbeitsgemeinschaft jüdischer Jugendorganisationen sprach Rechtsanwalt