Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1919)
- Article
- Arbeit
- Date
- 1919-12-01
- Page
- 497 (sequence 3)
- Language
- German
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Arbeit 497 Sache. Erziehen wir jedoch Mitarbeiter, so wissen wir, daß wir überzeugte Bekenner unserer Anschauungen zur Seite haben. Ein überzeugter Bekenner wird seine Idee vertreten und jeden zu ihr hinüberzuziehen bestrebt sein.- Zur Arbeit für den Verein gehört auch die Pflicht seiner finanziellen Sicherstellung. Wenn brauchen wir heute noch zu sagen, daß ein Kampf, wie wir ihn führen, außerordentliche Geldmittel erfordert? Es ist in diesen Blättern mehrfach darauf hingewiesen worden, daß unsere antisemitischen Gegner ungeheure Geldquellen zur Verfügung haben. Geradezu bewundernswert ist es, wie von dieser Seite mit einem Opfermut, der einer anderen Sache würdig wäre, jede finanzielle Beihilfe, auch die größte, gegeben wird. Hohe.Vermögensabgaben-werden gezahlt, einzig und allein zum Zwecke der Vernichtung des Judentums! Fühlt da nicht jeder Jude, daß es seine Pflicht ist, einem solchen Gegner gegenüber züm mindesten die gleiche Gebesrendigke.it für die, die ferne Sache führen, an den Tag zu legen?! Wenn wir uns heute in diesen Blättern an unsere Mitglieder mit der Bitte wenden, uns einen Beitrag zu zahlen, der wenigstens die Kosten deckt, die uns das einzelne, Mitglied verursacht, so müssen sie bedenken, daß es sich hier nicht um einen Mt der Wohltätigkeit ihrem Verein gegenüber handelt, sondern um eine Tat der S c l b st e r h a l t u n g. A u ch diese f i n a n z i e l l e U n - t e r st ü tz u n q i st A r-b eit! Brauchen wir dazu noch mehr zu sagen? Wir Juden waren von jeher Kämpfer. Wo wir gelebt haben, haben wir um unser Sein ringen müssen., Man hat uns jedoch niemals niederzwingen können, weil wir nie den Mut verloren -haben. Wir vertrauten auf unsere Sache. Das Vertrauen floß aus der Kenntnis der Macht unserer Idee. Durch. immerwährende, nie rastende Arbeit sind wir in den Geist unserer Gemeinschaft eingedrungen und sind eins mit ihm gsvor- Len. Doch haben wir den Kampf auch nie zu einem bloßen Ringen um den Erfolg werden lassen: d i e A r b e i t h a t unser e n Kümpf-geadelt. Wir haben uns durch alle Wirrnisse hindurch erhalten, weil jeder einzelne mitgekämpst und mitgearbeitet hat. S o muß au ch heutc in dieser Epoche der.großen Bedrohnis d i c A r b e i t aller verlang t werde n. K. A. Beachtet die Anzeige des Verlages!