Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 11 (November 1919)
- Article
- Das deutsche Haus und das Haus Israel [Rezension]
- Date
- 1919-11-01
- Page
- 487 (sequence 3)
- Language
- German
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Briefkasten 487 Von einem „Proletarier", der die drei-, höchstens vierklassige Konfessionsschule verlangt und dem als höchstes „proletarisches" (?) Ideal die Sozial - Aristokratie vorschweöt, kann man nicht gut viel weniger verlangen. Bei der Lektüre dieser Broschüre gingen mir unaufhörlich die Worte durch den Sinn, die kürzlich der blinde Gelehrte Otto Jenssen Berliner Studenten gegenüber sprach, als diese sich antisemitisch ausgeflegelt hatten: „Wenn ich Rassentheoretiker wäre, würde ich mich schämen, Arier, zu sein." Allerdings firmiert Jenssen nicht als „Proletarier". Aber er ist Sozialdemokrat, und er verfügt über ein enormes Wissen. Was man vom Verfasser des „Deutschen Hauses . . beim besten Willen nicht behaupten kann. Georg 'David so hu. Briefkasten. Aus Verschiedene Anfragen teilen wir mit, daß der Heimaröund unseren Informationen gemäß nicht antisemitisch ist, und daß er vielmehr den Antisemitismus für eine das deutsche Volk schwer schädigende Bewegung ansieht und bekämpft. In einigen Orten hat sich auch im tzeimatbund der Antisemitismus geregt, doch ist dem vom Vorstandbei jeder Gelegenheit entgegengetreten worden. N. H. Wir billigen durchaus Ihre Korrespondenz mit der Zeitung der Berufsfischer. Man kann der antisemitischen Propaganda, die jetzt auch in den kleinen und kleinsten Fachzeitungen betrieben wird, nicht energisch genug entgegentreten. N. G. in Breslau. In diesen Tagen erscheint ein sehr interessantes Sammelbuch „Das deutsche Judentum, seine Parteien und Organisationen", in dem auch ein informatorischer Aufsatz über den Centralverein enthalten ist. Das Buch wird für Ihre Zwecke sehr geeignet sein, Sie können es durch den Gabriel-Bießer-V erlag, Berlin 8^ 68, Lindenstr. 13, beziehen. A. L. in M. Wir teilen Ihr günstiges Urteil über das Schriftchen 'des Herrn Dr. Georg Hirsch, Halberstadt: „Antisemitismus, Ursache, Ziel" (Selbstverlag des Verfassers) und halten seine Verbreitung für durchaus erwünscht. Schluß der Redaktion 4. November 1919. Verantwortlich für Redaktion und Verlag: Dr. Kurt Alexander, Berlin SW. 68. '21 Heini ge AnzeigenannahMe: „Kaufmännisch - literarische Verlagsgefellschaft M. ö. H., Berlin NW. 23." Verantwortlich für die Anzeigen: Georg Israel, Berlin NW. 23, Lessingstr. 40. Rotationsdruck: Möller L Bore l G.m.tz.H., Berlin 8W. 68. r ■i Auskunftei Alfred Berger n gegründet 1901 j Berlin W 57, Potsdamer Strasse ©4. £ 1 GeseMfls- und Prifat- (Heirate-) Auskünfte.. I U Beste Empfehlungen. E====i E=====Hgäl