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Im deutschen Reich · 1919-11-01 · Heft 11 (November 1919) · p. 486

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 11 (November 1919)
Article
Das deutsche Haus und das Haus Israel [Rezension]
Date
1919-11-01
Page
486 (sequence 2)
Language
German
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438 Jrrr deutschen Reich Schlages: „Eine Sozialdemokratin" schreibt! „Eine sozialdemokratische FlugbLattschreiöerin" sagt! „Ein Vertreter der Times sagt in einem Buche"! Wir kennen diese Weise und diesen Text, wobei man nie auf die (fingierten) Verfasser kommen kann noch soll. Alsdann die Dreistigkeit, tausendmal widerlegte Lügen mit Ser unbefangensten aller Stirnen immer wieder von neuem zu servieren. So sind denn (Spaß muß sein!) Reichskanzler Bauer, Kar! Kautsky, Ledeöour, Veirotes, Silberschmidt, Lord Northelisfe und andere nach wie vor Juden. Es fehlt nur noch August Winnig! Karl Marx hieß „in Wirklichkeit" Mordechai, Kurt Eisner: Salomon Kuschowsky und was an sonstigem Unsinn aufgewärmt wird. Der „Simplieissimus" ist ein Judenblatt -- Futurismus, Kubismus, Impressionismus sind semitische Erfindungen, die Münchener Geiseln sind von den Juden ermordet — Landauer hat hie Frauen „kommunalisieren" wollen — die „Geheimlehren" des Talmud billigen LuA und Betrug gegenüber Nichtjuden . . . und was an Verlogenheiten dieser „Proletarier" ferner noch zusammenschmiert. Daß derartige „Schriftsteller" die Gewohnheit haben, den Mund mehr als voll Zu nehmen, ist ein Glück; denn dadurch rücken sie die Ungeheuerlich« feit ihrer Behauptungen oft gar Zu deutlich ins Licht. So wenn unser „Proletarier" wissen will, daß tausende (!) von Juden in allen möglichen Reichsämtern gesessen hätten, daß die Rothschilds 40 (vierzig) Milliarden besäßen und was er uns Außerdem M Geheimlehren" aufzutischen weiß. Zum Glück entlarven sich die Lügner für gewöhnlich durch ihr schlechtes Gedächtnis. Der Herr „Proletarier" weiß es genau: kein einziger Jude ist wahrend des ganzen Krieges in irgend einem Schützengraben zu finden gewesen. An anderer Stelle aber lesen wir in der gleichen Broschüre: auch Juden haben mitgekämpft, aber! für die internationalen Ziele Alljudas. — Auch im übrigen macht der Verfasser hier und da ein bißchen in Wahrheitsliebe. Dabei kommen allerlei Vorwürfe heraus, die sich nicht gegen Juden richten: Tadel gegen Männer wie Haeckel, Ostwald usw., Hiebe gegen die christliche Kirche, Verurteilung der Fürsten von Hessen, Braunschweig, Württemberg, Hannover, die ihre Landeskinder für schnödes Geld nach Amerika oder sonstwohin verkauften, um. vom Erlös den Unterhalt für ihre Matressen oder andre Lustbarkeiten zu bestreiten! Kein Wunder, daß angesichts solcher Dinge dem „Proletarier" von Düsseldorf einmal das Geständnis herausrutscht: es gebe hin und wieder auch 'mal einen sympathischen Juden. Aber sofort verbessert er sich: Das sind Außenseiter „wohl nicht rein jüdischer Rasse", sondern von demselben Blute wie die Propheten, die Jünger und Freunde Jesu Christi! In ähnlich geistreicher Weise hilft der „Proletarier" sich bei der „wissenschaftlichen" Untersuchung des Begriffes Kapital. Nämlich: Es gibt einen nützlichen und notwendigen und einen schädlichen Kapitalismus; jenen nennt man christlich, diesen jüdisch. Man sieht hieraus, wie einfach das Studium der Nationalökonomie ist. Was will der Verfasser nun eigentlich? Er will erstens alles, was sein Freund Lieck will. Zweitens wünscht er die Aufhebung des Zinses. Drihrens die Gründung einer Teutonischen (Weißen) Internationale als Gegengewicht wider die Alliance Israelitel Viertens Bodenreform, deren Zietz ohnedies antisemitisch seien. (Daher vielleicht die Begeisterung gewisser Kreise für die Präsidentschafts-Kandidatur Damaschkes?) Zur Belehrung für diejenigen, die jenen Ansinn nicht verstehen, wird die lapidare Mitteilung hinzugefügt, daß der Jude die Menschen in die Stadt gelockt HM Fünftens soll eine neue „Heilige Feme" gegen die Juden ins Leben ge*

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