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Im deutschen Reich · 1919-10-01 · Heft 10 (Oktober 1919) · p. 420

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 10 (Oktober 1919)
Article
Juden und Kriegsgesellschaften - eine Statistik
Date
1919-10-01
Page
420 (sequence 3)
Language
German
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420 Jnr deutsche« Rsich Sicherheit nicht ermitteln lassen, welcher Konfession sie angchören. Es ist damit zunächst festgesteSt, daß die'Zahl der'Juden zwischen 9,6 und 19,3 Prozent — Minimal- und Maximalgrenzs — beträgt. Nimmt man an, daß von den SS Konfejfionsfraglichen der ermittelt« Ml^kmalprozentsatz ' von 19,3 Prozent ----11 Personen ebenfalls Juden sind, so würde die Gesamtzahl der an leiterLer Stelle der Ariegsgesellschtchen befindlichen^ jüdischen Mitarbeiter caf 54 + 11 63 gleich 11,5 Prozent zu 'veranschlagen sein. Dieser Berechnung ist absichtlich die jüdische Höchstpro^eutzifler zugrundegelezt worden, um jeden Anschein mangelnder Objektivität zu vermeiden." Berücksichtigt sw», dich diese Kri^sgeMschaste« fast durchweg sich innerhalb d«S WsichbWeS Ler ReichShsWtstsdt Erfinden und zum größten Teil aus Berliner Kreisen chren PechrnalbchmL entnommen haben, daß also für statistische Vergleiche nicht der Prozentsah der Juden im Reiche, sondern 'der weit höhere in de» Großstädten, insbesondere in Berlin, zn^unde zu legen ist, daß aus historisch begründeter», 'PnAnglich b'rLMSten TÄfwHsn HmÄsl und Industrie an sich dem jüdische« Kaufmann eines der HauptbeKtigungsgebiete auch in FriederÄzeiten boten, und haß südlich die zu Kriegsanfang durchweg konserdativ-sDeutsch-rsÄtionLrev RrichsSehSrde» sicherlich nicht aus PhilosemitiSMuS, sirnderu aus Gründen des Staatsinteresses und der persönlichen Tüchtigkeit der jüdischen Organisatoren diessn führende Pofwn gegeben haben, so wird man das Ergämis dieser Untersuchung für gseigmt ewchten, mit dem Märchen der WermWgen Beteilsguag der Juden sn KnegsgefeSschasten und angeblicher Drückebergerei endlich «inrnÄ aufzuräumen! — Was den betriebsamen Berufsantisemiten viÄleicht Anlatz zu neuem Geschrei geben wird. Di? Franzosen habe» einen Bers: Ce* animal ast tres rnscitsust Qs.ae.dl os Fattaq««, ii se tiefem!! AmschE» AntisemrtrsWNs iss .Zsrrt-mm flackert leider zuweilen auf. Unsere Leser erinnern sich des mehr als -merkwürdigen „Gervmn»"-ArÜteLs (JuliMuHust-Hefl „Im deuLschen Reich" Seite 300—302), der auf den Spuren der Pogrouchstzer wMldrlte. Gn .zwsster Fall: Das Ha-uptblatt des Zentru-mL in Bayern, der „Bayrischs Courier", vsrbflenÄÄhLe sm 10. Septsmber eine Notiz über dis AMssisuug d« öriÄsthen Regierung an die OüupMomßbchöstd-en m PaMckrss, Laß dis m^snaLe HeimstWe Lsr Juden in Palästina M vsSzsgsne Tatzache beLsa^ei werden fvL. HiereslS 'zicht der Courier KrnLchst dsefl Folgerung: „Hat das internatisnale Gastoolk einmal eine Heimat, dann steht zu erwarten, daß auch sein« staatsrechtliche Stellung in vielen, wenn nicht allen Einzelheiten eine AenLerrmg erführt: Ter Jude ist mit einem Schlags, zürn wenigsten im allgemeinen BoWLswußrsti-:, zum Ausländer geworden. Das Samt nicht »ihr» MckwirtAtz AeSe» «rf seine staatsbürser-

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