Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1919-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1919) · p. 318

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1919)
Article
[Ohne Titel] / B. S.
Date
1919-07-01
Page
318 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2316602-2316888-2316895--30104-2356160
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

■83.8 Im deutsch« Reich Lefitz von ungefähr hundrrtvierzigtaussud tzektur LeßeLSm. Lieft LiedlufiiM sind gefördert v»L uuterstdtzL wsrderr tsn der Zcs im Berer« mit anderen kleiner«» Gefeklfchast«"', hauMüchttch der „LgricuktLRrl «ch Jvduftcktck Md Soclety" in Z» A tgenli«i «» , ws HK Fra aLei» «rbeitet, siedelten vierra«s«»dsL»?d»»dsrtzwanzrg - Familien mit »iero nd zwanzi stsn fenu udvierzig Seelen, Deiche eine Fläch« »s» ZunLertdrriu n fe achtzigtansevdlLninnddreißig Heiter Bodens LeLautan. Die Zco «sitzt jedoch in Argentinien ein« KodenflLche vor mehr als eine: halben Million Hektar und ftr der brnechharten brafiiiaaischen Provinz Rio Grande weitere z w e i a r fe n « n n 3 i g i« a f t n d Hektar BodenS: ihre Kolonisation hat also die Möglichkeit einer großen T«S» dehnnng. In PÄMns dagegen bskru Limayernd s i e r u n d v i s r % i $ ig Ende 1812 der Landbesitz der Zrrdsr tansend Hektar &■<**«■* <m«nara» (davon entfielen s2nfz;g Hektar' auf das WestordaÄand); von dieser BodenMche waren aber mehr alr 56 Prozent noch nicht bebaut, sonder» erst für die Svfiedluug bereitgeOLt. mit anderen Worten: die wirklich besiedelte vnd angebauie BodenMche betrag etwas über zwanziztausend Hektar. Dir Anzahl der So« lonistxn beläuft sich auf etwa tau?e0.d Familie« mit etwa acht» bis zehntausend Seelen. Larckwirtschaft treibende jüdische Familie» gibt es also in Amerika ungefähr zehnmal soviel als in Paläftin», mit einer Personenzahl, die etwa fünfmal so groß ist als die in Palästina; die von den jüdischen Landwirten bebaute Bodensläche ist ungefähr ne.unzehnmal so groß als die in Palästina. In Palästina stehen zur Verfügung neuankommender Kolonisten etwa 22 000 Hektar; der im Besitz der Jen befindliche, anbaubereitr Boden, der neue Ansiedler aufnehmen üum, mißt 761 000 Hektar, also beinahe vi-erunddreißigmal soviel. Ueberdies darf man nicht außer acht lassen, daß die jüdischen Kolonisten in Amerika vollwirkliche Landwirte find-, d.h. sie erzeugen Boden- und Stallprodukte, Getreide. Fleisch', Eier, 'Gemüse, Obst, mit denen-sie sich und ihre Familien ernähren; den Neberschuß bringen sie in die Städte, und für Len Erlös besHasfe» sie sich JndustrieprÄrukte. In Argentinien z. B. war E-rdZ'l912 die Hälfte des arMbauten Bodens, nämlich »eunzrgtmu sendsechsh «ndertdre iund ach tzi g Hektar mit Weizen, der Rest mit Roggen, Gerste, Hanf, Mais und Luzerne bepflanzt. Man betrieb eine ausgedehnte Weidwirtschaft, an Rindvieh besaßen die Kolonisten 48 41b Stück, an Schafen 13 ISO usto. Die Kolonisten in Palästina dagegen sind hauptsächlich Pflanzer, welche nur Lurusgewächse anbauen,' Wein der kostbarste» Marken, Orangen, Mandeln, Feige», die sie vrrrwiegLNd nach Aegypten und England exportieren. Mit Lebensmitteln werden sie von den arab ischen Bauern versorgt, welche richtige Landwirtschaft treiben. In jeder jüdischen Ko-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.