Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1919)
- Article
- [Ohne Titel] / J. Sch.
- Date
- 1919-06-01
- Page
- 257 (sequence 4)
- Language
- German
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Umschau 257 Fckhne ein Geer von Söldnern zu scharen, war Herr im Land und wurde der Regierung gefährlich. Wir brauchen endlich wieder ein Volksheer, ein einheitliches Volksheer, natürlich im Rahmen des für die innere Sicherheit Notwendigen und im Rahmen der Grenzen, die der Friedensvertrag oder der revidierende Völkerbund (aus dem Wege zur Abrüstung) uns stecken wird. Es erhebt sich schon jetzt vielfach Mißtrauen gegen die Führer der Freiwilligen-Truppen, in der Befürchtung, daß sie eines Tages die demokratische Regierung stürzen und der Reaktion wieder zur Macht verhelfen könnten. Mißtrauen und Befürchtung mögen unberechtigt sein. Berechtigt aber ist das Mißtrauen im höchsten Grade gegen bewaffnete Verbände, die von vornherein Rassenunterschiede machen, die also nicht den Zweck haben, den inneren Frieden gegen Störer zu schützen. Wer bürgt denn dafür, daß diese judenreinen und von „Judengenossen" freien Verbände in der Hand ihrer antisemitischen Führer bei Ausbruch eines Pogroms gegen die Plünderer Vorgehen, daß sie nicht „neutrale" Zuschauer bleiben, wenn nicht gar selber in Aktion treten, sei es, daß sie den Plünderern und Mördern Helsen, sei es, daß sie die Angegriffenen hindern, sich zur Wehr zu setzen. Die Pelzer-Potthofschen Verbände müßten sofort entwaffnet werden. * In demselben Hofgebäude der Köthener Straße 45 haust auch ein Fraueu-Schutz- und Trutzbund, der sich den Beinamen der „große" gibt und mindestens so blutrünstig ist wie der männliche Genosse. Dieser Brünhildenbund verbreitet ein Flugblatt, das die stattliche Ziffer 1001 und den Vermerk trägt: „Vertraulich als Handschrift gedruckt, mit der Bitte, es weiterzugeben/ Es wendet sich an die deutschen Männer und Jünglinge und' ruft ihnen zu: Wollt Ihr stump-ffirmig werter Zusehen, wie die Juden und die ganze Schar ekler Wüstlinge Planmäßig unsere besten Vol-ksgewossmnen verseuchen, 'in Elend und Schande bringen? Deutsche Jung- 'mannen! Seid Ihr's zufrieden, daß Eure Schwestern von Juden und sonstigem nichtsnutzigen Gezücht Tag für Tag geschändet und entjungfert werden, so daß für Euch als Gattinnen schließlich nur noch seile StraHendirnen und geschändete Weibsbilder zur Ehe da sind?! Wollt Ihr Bolschewisten, Spartakisten und Kommunisten weiter mit unerhörtem Terror unter Judenbeitung wühlen lassen? Wollt Ihr landfremdem Gesindel, Verbrechern und dem Answurs der Menschheit werter durch Eure Lautheit und Feigheit Vorschub leisten, zur Begründung und Aufrichtung der kommunistisch-bolschewistischen Revublik, die sich immer mahr entpuppt als eine raffinierte? jüdischeOrganisati'on zur Ausrottung aller s e l b st ä n d i g d e n k.e n d e n Deutschen? Wollt Ihr hinein in den Abgründ? Wollt Ihr es tatenlos dahin kommen lassen, daß wir Frauen und Mädchen allesamt zum Staatseigentum für diese vertierten Wüstlinge erklärt werden sollen, so wie es unter