Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1919-05-01 · Heft 5 (Mai 1919) · p. 216

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 5 (Mai 1919)
Article
[Ohne Titel] / B. S.
Date
1919-05-01
Page
216 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
address
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2316602-2316888-2316893--29835-2355764
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

216 Jur deutschen Reich außerhalb öer jüdischen Religion stehen solle, auf das praktische Leben 'angewendet^ werden soll, erleidet sie unheilbaren'Schisse bruch. ■ ‘ ■ J8»: <5. : NschMKls KlaHkirrs „Probleme des wte« ZNderrLWMs". . Bon stuä, jur. F r a.n z F u ch s- , .... -Im FeöruarhefL der Zeitschrift „Im deutschen Reich" (S-49-fß). hat Herr Rabbiner vr. Felix' Go^dmamr in seinem Artikel.„N-ationaljüdrscher.. Radikalismus" sich auch mit dem MtionclljüdischLN. ZHeoretiker Matzkin nuse-inandergesHt. der.in einer Baseler Rede' einen allerdings^ertreni-r-adikalen nattönaljudischen SLandpIrrrkL/zum Ausdrück gebracht hatte.. Klatztinhat seitdem unter - .dem. -Titel- „Probleme des modernen Judentums" (Jüdischer Verlag 1919) ein Buch erscheinen lassen, dessen Geist, Ton und Tendenz durch die von vr.-Goldmarm erwähnten Worte trefflich Fekennzeichnet 'wixd:-- ,-,Kr' sind nicht -Deutsche, Franzosen usw. und Juden -obendrein; unser Judesein ist nicht U-eberbau eines Deutschtums usw. wie es ihm nicht Unterbau ist, diese Sein schließen sich gegenseitig aus" ... Worte, dre dann auch an besonders markanter- Stelle des neuerschieMuen Buches wieder auftauchenS) - Dr. Goldmann hat damals mit dollem Recht' solche Aercherungen auf das tiefste bedauert und verurteilt und sie ein Attentat auf die jüdische Einheit genannt; dasselbe gilt sicher auch von dem Buche,- in das Klatztin seine Aeußerungen hineinverwoben hat. Wenn man aber erst einmal solche politisch und menschlich gerecht- , fertigten Gefühle in sich zurück gestellt .hat, wenn man, was allerdings nur. in der Theorie möglich ist, den Gedanken gegenüber, wie sie Klatztin in seinem Buche gibt, sich mehr auf den objektiv betrachtenden Standpunkt, des Außenstehenden stellt, dann wird man in ihnen Vieles und Wichtiges finden, was für uns bei der Klärung unseres prinzipiellen Standpunktes zum Nationaljudentnm förderlich sein wird; man wird, unbeschadet der Erkenntnis des tiefen, unüberbrückbaren Wesengegensatzes gewisse Uebereinstimmungen entdecken, die für die Polemik gegen weniger radikale und konseguenLe Gegner wie es Klatztin ist, wertvoll sind. So lohnt es sich schon aus diesen Gründen,"sich - mit .-den „Problemen" näher zu beschäftigen. .' Wie geht Klatzkins. Gedanken gang? Er geht aus von der großen, entscheidenden Umwälzung die - -die A u-f kl a.r u n g dem- -Judentum .'gebracht hat.' Sie zerstörtedie zwingende. Kraft der religiösen Gesetze und Formen. Es entstand, die-Frage: . Muß die Befreiung vom Gesetz, das jahrtausendelang das Judentum zusammenhielt, nicht seine Auflösung mit sich bringen? Der jüdisch-nationale SelbsterhaltungsinstinkL, der sich auch unbewußt in der mit der Aufklärung einsetzenden AsfimilaLion bemerkbar macht, sträubt sich - gegen sein Todesurteil und proklamiert ein neues Judentum, das Das Buch ist im Aprilheft unserer Zeitschrift von Binjamin Segel im dem' Lei Laufsatz „Die Flucht ans der Wirklichkeit"' in ausführlicher Weise - kritisch beleuchtet worden.- Wir drucken die Ausführungen' von Franz Fuchs ab, weil sie Neues und Wesentliches beibringem

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.