Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1919)
- Article
- Einladung zur Hauptversammlung des Centralvereins
- Date
- 1919-05-01
- Page
- 195 (sequence 3)
- Language
- German
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195 Jüdische Forderungen für die Friedenskonferenz folgenden Wortlaut hat: „Jedes Mitglied erhält die Vereinszeitfchrift »Im deutschen Reich" unentgeltlich", zu streichen. . * ' S - . H Wir bitten, die Wahlen der Abgeordneten baldtunlichst vorzunehmen und uns Namen und Adresse der Gewählten zu bezeichnen. Die Zusendung der Ausweiskarte wird dann erfolgen. Die Wahl der Abgeordneten kann durch den Vorstand der Ortsgruppe bzw. des Landesausschusses geschehen; sie wird zweckmäßigerweise bei den Ortsgruppen durcheine Mitgliederversammlung unter Durchsprechung der Tagesordnung der Hauptversammlung bewirkt. Den Ortsgruppen, Landesverbänden und Abgeordneten werden zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung noch Gutachten zugehen. Die Referenten in der Hauptversammlung werden später genannt werden. Sollten in dem besetzten Gebiet Reiseschwierig-- keiten vorhanden sein, so sind wir bereit, an der Behebung dieser Reiseschwierigkeiten mitzuwirken. Eventuell ist es möglich, äm Unbesetzten Gebiet wohnende Persönlichkeiten mit der Vertretung zu beauftragen. Ein Verzeichnis solcher Persönlichkeiten, die zur Annahme von Wahlen bereit sind, wird auf Wunsch zugesaudt loerden. Die Ortsgruppen werden durch dieses Schreiben gebeten, solche Persönlich! eiten namhaft Zu machen. CentrÄverem LeuHcher Staatsbürger jüdischen Güwbens. gez. vr. F u ch s. Jüdische Forderungen für die Friedenskonferenz. Am Montag, den 31. März 1619, hat im Auswärtigen Amt in der Geschäftsstelle für die Friedensverhandlungen unter dem Vorsitz des Grafen Bernstorff eine Konferenz stattgesunden. In dieser hat der Referent für jüdische Angelegenheiten, Prof. Vr. Soöernheim, die folgenden Forderungen für die Friedenskonferenz oorgeiragen, die die als Vertreter allerRichtungen desJudentums gewählte Kommission (Geh.R,vr. E u gen Fuchs, vr. P i n ch a s Cohn, L i ch t h e i m) zur Bearbeitung der jüdischen Frage für die Friedensverhandlungen in Gemeinschaft mit dem Referenten für die Friedenskonferenz vorgeschlagen hat: 1. Gleichberechtigung und Gleichstellung der Juden und des F u d entums in allen Ländern der Welt. 2. Beseitigung und Verbot aller Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen, die Beschränkungen lediglich für Juden enthalten, insbesondere von Einwanderungsverboten und , Grenzsperren. 3. Nationale und kulturelle Autonomie in den neugebildeten Staaten in dem Umfange, den die Mehrheit der