Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 3 (März 1919)
- Article
- Zionistische Argumente
- Date
- 1919-03-01
- Page
- 113 (sequence 3)
- Language
- German
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Umschau 113 schluß an das jüdische Volk wiederzugewinnen, dessen Vertrauen sie sich längst verscherzt haben." Hierauf haben wir folgendes zu antworten: 1. Es ist unwahr, daß wir die Zionisten als unpatriotisch denunziert haben und denunzieren. Unser Standpunkt ist in deni Artikel „Glaube und Heimat" (SepLemberheft unserer Zeitschrift 1917), wie folgt nieüergelegt: „Den Vorwurst daß die deutschen Zionisten undeutsch seien, dem Kaiser nicht geben, was des Kaisers ist, habe ich mir damit nicht aneignen wollen. Daß dieser Vorwurf grundlos ist, haben sie im Kriege bewiesen. An Begeisterung und opfervoller Hingabe, an Treue für Kaiser und Reich haben sie keinem Deutschen nachgestanden." 2. Uns kommt es nur darauf an, den Anschluß an die jüdische Glaubensgemeinschaft belzubehalten. Den Anschluß an das jüdische Volk wiederzugewinnen, erstreben wir nicht, weil wir ein jüdisches Volk im Sinne der Zionisten nicht anerkennen, und weil das Judentum uns etwas Höheres als ein Volk ist. Hl. Die Kampfesweise im Leitartikel der „Jüd. Rundsch." Nr. 15 ist unehrlich. Das Zitat, aus dem Herr F. L. folgert, daß wir Völkerhaß predigen, ist falsch. Wir kommen hierauf noch zurück. _ E. F. Gefallenen Größen Steins nachzuwerfen, widerspricht gutem Geschmack. Die Fabel von dem Eselsfußtritt gegen den sterbenden Löwen sollte beherzigenswerte Mahnung sein. Aber Prinz Heinrich von Preußen ist weder eine Größe, noch ein sterbender Löwe, und wir würden keinen inneren und keinen äußeren Anlaß haben, uns mit ihm zu beschäftigen, wenn er nicht selber hierzu herausgefordert hätte. Die „Hamburger Nachrichten", das ehemalige Bismarckblatt, haben eine der beliebten Rundfragen über „Deutschlands Zukunft" an Männer von Namen ergehen lassen, und Prinz Heinrich hat darauf eingehend geantwortet. („Hamburger Nachrichten" vom 5. Februar 1919.) Er sieht als Weg zur Wiederherstellung der Macht und des Ansehens des Deutschen Reiches die Wiederherstellung eines monarchischen Kaiserreichs unter der alten Dynastie und unter Preußens Führung, die Wiedereinsetzung der Dynastien in den einzelnen Bundesstaaten, die unbedingte Rückkehr zur Monarchie; und er wünscht, daß Gott „unser Volk erleuchten, es von seinen Torheiten befreien und es beizeiten reumütig zur Monarchie zurückführen möge". Prinz Heinrich hat die Wege zum Ziel in neun Punkten niedergelegt. In Punkt 8 fordert er „Beseit i g u n g s e m i t i s ch e n E i n f! u s s e s auf den Gebieten des Handels, der Industrie, sowie der Politik". Es gibt auch heute noch viele in Deutschland, denen die Schmähungen auf die gestürzten Dynastien, besonders die Hohen-