Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1919)
- Article
- Verband Groß-Berlin [Nachricht]
- Date
- 1919-01-01
- Page
- 41 (sequence 3)
- Language
- German
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Verein?! achnchten 41 des dc-ntschen Volles auf dev Frieden-Zlonserenz darüber unterrichiet werden, das; die deutschen Inden in ilivcr übern.negenden Mehrheit sich als Angehörige des deutschen Volles bekennen. VII. Die Versamnilnng oriuattet, das; die Ortsgruppen des Centralvereins entsprechend dem Vorgehen des Gesamtvarslaudes sich die Mitarbeit der Frauen und der Ju gen dorgan i scilw neu in erhöhlem Ala he znnnpo nrarhen und daß diese erhöhte Mitarbeit in der Zusammensetzung der Vorstände der Ortsgruppen zu in Ausdruck kommt, ViJ J. Die Versammlung begrüß! mit besonderer Genugtuung die Bildung des „Verbandes Groß-Berinier Ortsgruppen des Ceutralvereins dentschcr Staatsbürger jüdischen Glaubens" und erumrtct, daß durch rührige Tätigkeit dieses Ortsgruppenverbandcs Tunsende von Berliner Juden und Jüdinnen veranlaßt werden, sich dem Centralverein onzuschUeßcn. Sie ersucht die Leitung des Ortsgrnppenverbandes, dafür Sorge zu tragen, daß der Vorstand des Verbandes nach demokratischen Grundsähen van den einzelnen Aerliner Ortsgruppen geivählt wird. IX. Die Verfnmn.lnug eranarlit, das; sich iu den einzelnen Ortsgruppen im Reich ein reges Vereinsleben entsalte!, daß insbesondere den Mitgliedern der Ortsgruppen, von deren Vorständen die notwendigen Richtlinien für ihr Verhalten im Kampfe gegen den Antisemitismus gegeben werden, da diese Richtlinien den jeweils örtlichen Verhältnissen angepaßt sein müssen. Die Versainmlung fordert ferner, das; die Satzungen der Ortsgruppen, soweit dies erforderlich ist, nach demokratischen Prinzipien nmgcändcrt und daß insbesondere die Vorstände aus Grnnd eines demokratischen Wahl« rechts zusammenqesetzt werden. X. Die Versammlung biltet bcu Gesamkvorstand des Tentralvereins, sämtlichen Landesverbänden und Ortsgruppen von diesen Beschlüssen Mit-- trihmg zu machen. Die Ortsgruppe Verlin-CrhLnekrcrg veranstaltete Anfang Dezember eine Versammlung, die erfreulich stark, betucht war. Gchcnnrat l)r. Engen Fuchs hielt unter großem Beifall die einleitende Ansprache, Frau Henriette May hielt ein Referat über die. deutsche Jüdin als Staatsbürgerin, Rechtsanwalt Dr. Äpfel über die deutschen Inden und die politische Umwälzung. An die mit starkem Beifall ansaenommeuen Referate schloß sich ein reger Gedankenaustausch. Die Leitung der Versamnilnng lag bei dem bewahrten Vorsitzenden der Ortsgruppe, Geheimrat Oe. Hahn. San.-Rat vr. Wilhelm Stern, der seit langen Jahren Mitglied -des Centralvereins war, ist ln Berlin gestorlwn. Der Entschlafene, der auch als philosophischer Schriftsteller tätig war, war seit 1870 ausübender Arzt und hat dorr Krieg 1870/71 milgeruacsit. Sein Hauptwerk M die „Kritische Grundleglmg der Ethik als positiver Wissenschalt" (Bcirliu 18071. Von kamen kleineren Schriften sind zu nennen: „Das Wesen des Mitleids" und „Die allgenreinen Prinzipien der Ekchrk aus natnrwisscwschaftlicher Basis". Zur Nacheiferung. Die Herren Lonis G rum ach und Eduard L i ch t e n s e l d , Mitinhaber der Berliner Firma Gebr. Grumach, haben dem C-cntralverein durch unser Ortsgruppen-Borsiandsrnitglied, Herrn Gustav Zanrorh, je 1000 Mark zur Unterstützung unserer Bestrebungen überwiesen. Wir danken an dieser Stelle für die Hilfeleistung und hoffen, daß sie andere zur Nacheiferung anspornen wird.