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Im deutschen Reich · 1918-12-01 · Heft 12 (Dezember 1918) · p. 457

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 12 (Dezember 1918)
Article
[Ohne Titel] / J. Sch.
Date
1918-12-01
Page
457 (sequence 7)
Language
German
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Umschau 457 Hetzen, sind ononmn. Papier ist knapp Md Leu'er, Satz Md Druck ebenfalls: m ohtx st L m m t d a s G Hb? Es stammt aus denselben Quollen, aus denen die zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften gespeist Wurden, die erst wahrend des Krieges entstanden oder trotz Teuerung vergrößert wurden, und die im GaffenÜubenkitte! oder i?n pelzverbrämren Professorenrock Tag für Tag den Antisemitismus züchteteir Wer an dem Zusammenhang zwischen den alldeutschen Schweriudustrieüen und konservativen Antisemiten einerseits und den aufhetzenden Straßermiischen andererseits zweifeln sollte, den dürste folgende Notiz ans der „Deutschen Z e i i u tt g" belehren, jenem schwerinduftrieüen Blatt, das den Kampf im Innern schon während des Krieges in giftiger und gemeiner Weise — gegen Bethnmnn Hollweg, den Sta-atssekretär von Mhlmann und anders „Alljuden" und Juden — geführt hat. Das Blatt schrieb am 29. November folgendes: Das deutsche 60-Miüionen-Bol? wird von FremdölüLigen, zum großen Teil Juden, beherrscht. Nur einige Deutsche befinden sich in der Regierung: Eben. Scheide manu und Sols. Und gegen sie richtet sich jetzt ein wütender Ansturm der Juden. Des Deutschen Reiches auswärtige Politik soll sogar von einem Tschechen, Kautsky, rnitbestimmr werden. Die Juden, die die leitenden Köpfe der Revolution find und sie anZezetrelt haben, verstanden es, sich eine Leibgarde aus Deutschen auszu rüsten, die für sie die Kastanien aus dem Feuer zu holen, die die Feuerkänrpfe durchzufechren hatte, und die ihnen natürlich nach allem Geschehenen aus Gnade und Ungnade ergeben sein muß. 850 000 Deutsche find dadurch, daß die Nevolurion das Verkehrswesen nach dem Osten zum Zusammenbruch geführt Hirt, allein in Rußland von der Heimat abgeschmnen worden. so daß im Soldatenrat erklärt worden ist, man könne nicht sagen, w-er und wieviele von ihnen in - die Heimah zurückkehren können. "Schon heute muß demgegenüber festgestellt werden, daß für die Bärer, Brüder und Söhne unseres Volkes, die im Osten jetzt umkommen, in voller Schärf? der Kreis der Revolutionäre zur Verantwortung zu Ziehen ist. der das heurige Chaos verschuldet hat. Dieser Kreis setzt sich in der Hauptsache aus Juden zusammen. Juden waren es in der Hauptfachs auch, die in unserer Kriegswirtschaft ihre Ideen zu verwirklichen trachteten, die in nicht Zu unterschätzendem Maße dazu beitrugen, das Deutsche Reich und Bol? ins Verderben zu führen. Der Bube, der diese Zeilen wider besseres Wissen geschrieben hat, ist nur der anonyme Exponent der bisher mächtigen Gruppe der arischen Kriegsgsv inner und Annexionisten, deren Politik, die innere und äußere, Deutschland in die Katastrophe getrieben hat. Sie kämpfen um ihr Dasein. Von ihnen droht den Juden Gefahr; beim es sind Machtpolitiker mit steinhartem Gewissen, die alle Kniffe und Pfiffe der Demagogie kennen und anwenden, ohne sich selber in die „Drecklinie" Zu stellen. Die Gefahr wächst auch aus den drückenden Verhältnissen, in die Deutschland geraten ist. Hungersnot droht, Kohlenknappheit tritt ein. Arbeitslosigkeit wird sich bald in erschreckendem Maße bemerkbar machen. So ist der Nährboden für Unruhen vorhanden, für Plünderungen und Berzweiflungshandlungen. Das Bol? mutz rechtzeitig aufgeklärt werden. Rechtzeitig sind auch Vorsichtsmaßregeln getroffen worden.

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