Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1918)
- Article
- Friedenspflichten des Einzelnen [Rezension]
- Date
- 1918-07-01
- Page
- 318 (sequence 3)
- Language
- German
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318 Im deutschen Reich sich die Menschheit. Jedes Volk ist bei aller seiner Eigentümlichkeit doch gleichzeitig ein Glied der Menschheit. Diesem Ideal ist die Zeit des Krieges nicht günstig, deshalb darf es aber doch nicht vergessen werden. Steht doch der einzelne den großen Strömungen seiner Zeit keineswegs wehrlos gegenüber. Nach dem Maßstabe seiner bescheidenen Kraft kann auch er dazu beitragen, sie zu lenken. Und wir begrüßen diese jüngste Veröffentlichung der^Moritz-Manheimer-SLiftung, weil sie diese Erkenntnis erneuert und weil sie den Willen zu ihrer Verwirklichung stärkt Düsseldorf. M. Eschelöacher. Briestafte«. An Diele Einsender. Einer größeren Anzahl der an uns gelangenden Beschwerden über Beleidigungen, Beschimpfungen, Zurücksetzungen im Felde und in der Heimat kann deshalb nicht mit Erfolg nachgegangen werden, weil die Angaben über den Vorgang, Ort, Zeit, Wortlaut, Zeugen ungenau sind. Durch Rückfragen geht dann oft so viel Zeit verloren, daß ein erfolgversprechendes Eingreifen aussichtslos ist. Dies sollte man bei allen Mitteilungen, Berichten, Beschwerden, die uns eingereicht werden, beherzigen. Dis EinsLKÄsr vor? BsiLrägeu werden gebeten, stets nur eine Seite des Blattes zu beschreiben und, wenn irgend möglich, Bleistiftschrift zu vermeiden. I. L in Dresden. Die Geschichte vom Kupferdach der Augsburger Synagoge ist schon im Januarheft unserer Zeitschrift auf Grund von Mitteilungen des KriegsamLs richtig gestellt worden. Wenn sie jetzt noch, nach Ablauf eines halben Jahres, durch Rundschreiben in Dresden weiter verbreitet wird, so liegt eine bewußte Irreführung der Bevölkerung zu antisemitischen Zwecken vor. Es wäre erwünscht, wenn man diese Maulwürfe fassen könnte. W. S. im Feld e. Ihre Mahnung an Ihre feldgrauen jüdischen Kameraden geht unseres Erachtens übers Ziel hinaus. Wie Hänseleien von christlichen Kameraden — harmlosen oder böswilligen — zu begegnen ist, darüber kann man keine bestimmten Richtlinien aufstellen. Dort ist ein Gegenscherzwort am Platz, hier eine scharfe Zurechtweisung, dort ein lächelndes Schweigen, hier eine Belehrung. Umstände, Gelegenheit, Charakter der Personen fallen hierbei ins Gewicht. Nur eines muß — darin stimmen wir mit Ihnen überein — feststehen: die Selbstverständlichkeit, überall die Würde als Jude und Deutscher zu wahren. Zahnarzt 2. in F. Wir geben an dieser Stelle Kenntnis von Ihrer Mitteilung, daß der Inhaber des Zahnwarenhauses Eduard Eicke in Frankfurt a. M. erklärt, zwar kein Antisemit zu sein, aber Juden nicht anstellen zu wollen. ArrsSVSN Leserm zur Kenntnis, daß das nächste Heft unserer Zeitschrift Mitte September erscheint. * SNedKrlLffrmgsmZglrchkert füt AsezLe WÄ KechtsarrwcMs. Für jüdische NerzLe oder Rechtsanwälte sind eine Reihe günstiger Niederlassungsmöglichkeiten, besonders in kleinen Städten, teilweise mit Aus-