Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1918)
- Article
- Statistik der Juden [Rezension]
- Date
- 1918-07-01
- Page
- 305 (sequence 3)
- Language
- German
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Verein s n achrichten 305 als Angehörigen einer rasch industrialisierten und wirstchastlich vorwärtSschreitenden Volksschicht anhaften. Treffend wird in. btejem Zusammenhänge das Wort Lassalles Zitiert: „Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist." (S. 29.) „Aussprechen was ist" hat sich das Bureau für Statistik der Juden als Parole ausersehen. Wir wünschen ihm ein weiteres Gedeihen in diesem Geiste. Das Bureau und der Verein für Statistik der Juden wird dann stets den Centralverein unter seinen Förderern finden. Mögen ihm auch unter unfern Mitgliedern solche nicht fehlen! Die von ihm herausgegebene „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden" (Berlin bei Schildöerger) verdient die Aufmerksamkeit und Beachtung aller, die für jüdische Dinge Verständnis und Sinn haben, oder sich auch nur objektiv darüber za unterrichten suchen. M. L. VereirrsrrachrichLsrr» Bei her Düsseldorfer Feftferer zum 25 jährigen Bestehen des Central- Vereins ist, wie wir in der Märznummer berichteten, von einem Mitglied des dortigen Schauspelhauses ein schwungooller Prolog des Herrn Josef Cohen vorgetragen worden. Entgegen unserer Gepflogenheit, Veröffentlichungen von Gelegenheitsgedichten zu vermeiden, geben wir ausnahmsweise drei Strophen aus diesem Bvrspruch unseren Lesern zur Kenntnis. Nicht das heißt Recht, was bloße Worte sagen Im freien Staat gilt gleich ein jeder Mann. Was einer glaubt, das geht ihn selbst nur an. Was einer kann, danach heißt es zu fragen. „Bahn frei für alle Tüchtigen im Lande", Das war ein vielverheißend' großes Wort — Es stirbt nicht mehr, es zieht die Kreise fort Frei ward der Geist vom Drucke harter Bande. Die du geboren durch der Zeiten Nöte, Wir grüßen dich, du junge Morgenröte. Regt sich ein Leuchten zag wie leises Ahnen? Willls tagen in die dunkle Bölkernachr? Hilf, güt'ger Gott, und brich der Feinde Macht, Und führe bald uns selige Friedensöahnen. Sei mit dem deutschen Volk zu allen Zeiten, Hilf ihm erneuern, was der Krieg zerschlug, Schirm' deutsche Werkstatt, segne deutschen Pflug, Bewahr' es auch vor innerem Haß und Streiten. Wir: „Deutsche Bürger, treu dem Judentume", Tun unsere Pflicht, dem Vaterland zum Ruhme. Gerüstet aber stehen wir und scharen Um deine Fahne uns, Centralverein, — Laßt uns an seinem Jubel tag erneu'n. Was wir gelobt vor fünfundzwanzig Jahren. ~~ Doch dies das Ziel, das hoffend wir erflehen: Daß er, den nur die herbe Not erschuf, Erfüllt einst sieht, was ihm von je Beruf: Dünn mag er, wie ein, Meteor, vergehen. — Kommt, Schwestern, Brüder, schließet dicht die Reihen — In diesem Sinn „Glück aus" ihm und Gedeihen.