Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1918)
- Article
- Judenmission
- Date
- 1918-05-01
- Page
- 189 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2316602-2316876-2316881-2354031--28582-2354087- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die biLlisch-talmud. Gesetzgebung gegen den Lebensmittelwucher 188 müßte von jedem Tausbewerber wirklich verlangt werden, daß er ein solches Buch durcharbeite und sich zu seinen Glaubens» forderungen von ganzem Herzen bekenne. Mit einem Schlage nämlich würde damit der Uebertrittsbewegung gesteuert sein. Je mehr der Täufling gezwungen wird, sich ernsthaft mit Judentum und Christentum zu beschäftigen, je gewissenhafter von ihm ein wirkliches Bekennen und Glauben verlangt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er den Schritt nicht tut. Und das gilt auch von solchen Lehrbüchern, die wirklich von dem Geiste der Liebe und Versöhnlichkeit erfüllt sind uno nicht wie das vorliegende durch ihren streitbaren Zorn und den starren Haß zurückschrecken. So ist es denn keine Ironie, sondern inniger, aufrichtiger Wunsch, wenn wir der Hoffnung Ausdruck geben, daß man die hier betretenen Bahnen nicht ausgeben wird. Erst wenn der von Schaeffer vertretene Gedanke, daß nur ein sorgfältig vorbereiteter und ebenso ernsthaft glaubender Jude getauft werden darf, gesiegt hat, erst dann ist die Tauffrage erledigt. Das Judentum verlor im Mittelalter Tausende seiner Söhne durch rohe Drohung, die nur die Wahl zwischen Tod und Taufe ließ. Es leidet heute darunter, daß so viele seiner Bekenner Zurücksetzungen erdulden müssen, aus denen allein, wie der Staat ihnen tagtäglich zeigt, die Taufe rettet. Dazu finden sie nun noch weitgeöffnete Tore, die sie durchschreiten dürfen, ohne zu wissen, was hinter ihnen verborgen ist. Eine ehrliche, rein religiöse Mission hat das Judentum dagegen nicht zu fürchten! Man mache die Probe! Man gebe, den mehr oder minder sanften Zwang auf und man verlange Ueberzeugung! Dann wird eine der widerlichsten Korruptionserscheinungen des modernen Lebens verschwunden sein, und den wirklichen Vorteil wird das Christentum haben, dem die Taufjuden fraglos ein „Ferment der Dekomposition" bedeuten. Die biblisch-talmudische Gesetzgebung gegen den Lebenswittelwucher. Von Rabbiner Dr. A. Neuwirth (Mainz). Eine der traurigsten Erscheinungen unserer großen Gegenwart ist der weitverbreitete Wucher mit den unentbehrlichsten Nahrungsmitteln. Die begeisterte Erhebung aller Bolksstämme Deutschlands vermochte gewisse Kreise, die dem „heiligen Egoismus" verschrieben sind, nicht davon abzuhalten, aus der Knappheit in gewissen Nahrungsmitteln wucherischen Nutzen zu