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Im deutschen Reich · 1918-01-01 · Heft 1 (Januar 1918) · p. 40

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 1 (Januar 1918)
Article
Taufen als Lösung der Judenfrage
Date
1918-01-01
Page
40 (sequence 3)
Language
German
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40 Im Deutschen Reich'.- der „ganz unbedingten" Zugehörigkeit zu der im Staate herrschenden Ration abhängig gemacht werden. Müssen sich etwa auch die Sachsen in 'Siebenbürgen die Frage vorlegen: „wenn ich ganz: unbedingt ein An gar sein will, so muß ich in gewisser Weiseaufhören, ein Deutscher zu sein, das heißt an die übernationale MassenkrafL des DeuLschtums zu glauben —■ kann ich ha§?iC Wäre es etwa nach Schefflers Sinn, wenn das neue polnische Gemeinwesen die in ihm ansässigen Deutschen aufforderte, sich, ehe sie die Gleichberechtigung erlangen, darüber zu. befragen, ob sie sich innerhalb des polnischen Volkes als Angehörige eines andern fühlen dürsten? Freilich, hinter den Siebeubürger Sachsen und den Lüdzer Deutschen steht das mächtige Deutsche Reich.. < — aber als Machtfrage will Scheffler hie Iudenfrage doch wohl nicht behandelt wissend Es wäre jedoch unrichtig, ans meinen Worten zu schließen, daß ich die deutschen Inden den deutschen Polen usw. vergliche. &ie sind ihnen nicht vergleichbar. Sie leben durchaus in deutscher Kultur, sie haben weder eine territoriale Geschlossenheit noch eine eigene Sprache noch sonstige nationale Sonderg.üter; sie haben nichts als ähre — zumeist, wie Scheffler hervorheht, schon recht sehr „eingedeutschte" — Seele und th!re — zumeist zur Konfession erniedrigte — Religion. Aber auch das ist anscheinend noch zu viel, auch dieses Mindestmaß eines GemeinschafLschLrakLers ist noch ein Hindernis für die Gewährung der „vollkommenen Gleichberechtigung". Erforderlich hierzu ist nach Scheffler „die Aufgabe eines Teils der religiösen Empfindungen — jener ErNpfindungen nämlich die den jüdischen Menschen mit einer mystischen Bedeutung umgeben". Run denn, diesen Preis werden wir niemals zahlen. Macht das deutsche Volk sich Schesflers Forderung zu eigen, so wird es in seiner AngerechtigkeiL mih wir in unfern Mangel verharren, aber mit der Erstgeburt unserer Seele werden wir nicht zahlen.. Bücherschau. Friede auf Erden, von Albert B a H--Aeustadt a. D. H.- (Verlag Hermann Krüger, Berlin W.-Zehlendorf.) Der Verfasser predigt in diesem Schriftchen Arbeit, Mäßigkeit, Menschenfreundlichkeit,- die heiter und froh mache, während Trägheit, AnmäßigkeiL, Haß, Meid zu Verstimmungen und Krankheit führen. Die Ausübung des Guten mache nicht nur froh, sondern nütze auch der Gesundheit, ermögliche ein Ausleben und bedeute Lebensdienst) während die Ausübung des Bösen beunruhige, das Leben kürze und Todesdienst bedeute. Der Lebensdienst sei das geeignete Kulturmittel. .alle ohne Ankerschied des Antlitzes zu einten, „Vom inneren Frieden" so nennt sich ein gehaltvolles Sammelwerk, das Dr. Friedrich Th imm e jüngst im Verlag von S. Hirzel in Leipzig erscheinen ließ. Eine stattliche Reihe führender Geister finden wir hier vereint. Sie alle erörtern die Frage eines friedlichen Zusammenwirkens im Dienste deutscher Kultur. Da ist vom Frieden unter den Weltanschauungen, unter den Konfessionen, unter den verschiedenen Klassen und Berufsarten, unter den politischen Parteien die Rede, und Rlänner Mer Richtungen nehmen das Mort. Fm letzten Abschnitt, Frieden unter den NationaliLaLen,

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