Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1918)
- Article
- [Ohne Titel] / J. Sch.
- Date
- 1918-01-01
- Page
- 21 (sequence 7)
- Language
- German
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©k Jugend und der AuLisemitisMuU', 21 jaus. Welche Ahnenprobe verlangt wird, wird von dem Antisemitenölatt nicht gesagt. Die Elberfelder Forderung bewegt sich, wenn sie auch vom Aassenstandpunkt ausgeht, in derselben Richtung wie die des Herrn Wagemann. Wan hämmert und härnmert an den verschiedensten Stellen und hofft, allmählich Vernunft und Gerechtigkeit klein klopfen zu können. Darum ist 'Gegenwehr, vereinte Gegenwehr nötig. I. Sch. K Die Fugend und der AuLisewrLismus. Ein Aufruf von Life Stern- Schwerte. Deutsche Glaubensgenossen, Männer und Frauen, rüsten sich zum Kampf wider den Antisemitismus. Auch Außenstehende erkennen die Arbeit des Centralvereins an, der Hilst, die heimlichen Waffen des Feindes, Lüge, Verleumdung und Hinterlist aufzudecken. Noch wagt der Antisemitismus nicht überall den Offenen Angriff. Burgfrieden! Wie lange noch? Bei dem Gedanken drängt sich mir immer wieder die Frage auf: wie wird unsere Jugend dem' Gegner gegenüberstehen? Wie Männer und Frauen, die draußen und daheim ihre Pflicht und mehr als das tun, hetzerischem Treiben standhalten, davon soll hier nicht die Rede sein. Wer aber weiß, wie weh das tut, wenn ein Junge Hintansetzung und Schmähreden ertragen muß, weil er ein Jude ist, obgleich er voll glühender Pegeisterung, heilige Vaterlandsliebe im Herzen, freiwillig hinauszog? Wer hat nicht mitgelitten, wenn dem anderen, der beliebt bei Kameraden und Vorgesetzten, im Dienste einer der Leistungsfähigsten, höhnend unterbreitet wird, hast er seiner Konfession wegen nicht Offizier werden kann, weil der neue Kompagnieführer Antisemit ist? Wie manches Mal ist deutlich und weniger deutlich unseren Mädeln gesagt worden, daß man „Andersgläubige"' nicht als Pflegerin usw. gebrauchen kann. Mehr als einmal habe ich es erlebt, daß, die Betroffenen sich scheu zurückzogen, den Verkehr mit christlichen Kameraden mieden, ähren Dienst mit Unlust verrichteten. Sie waren gezeichnet! Das darf nicht so bleiben. Doch ehe man den Feind stellt, heißt es kampfbereit und widerstandsfähig sein. Laßt uns die Jugend für den Kampf stählen! Erziehen wir unsere Jungen und Madel zu.pflichtgetreuen, selbstbewußten Juden. Elternhaus und Schule reichen selten aus. Alle, die reich sind an Wissen und Erfahrung, die Mitarbeiten an der gemeinsamen Sache und ein Herz für die Jugend haben, mögen helfen.t Sie sollen der Jugend Wissen geben. Wissen vom Judentum, Hundert Stichproben überzeugten mich, daß es just daran