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Im deutschen Reich · 1918-01-01 · Heft 1 (Januar 1918) · p. 15

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 1 (Januar 1918)
Article
Goldhandel
Date
1918-01-01
Page
15 (sequence 4)
Language
German
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ÄeberLreibung sagen, daß diese Goldankauser, wenn sie auch nicht bewußt in dieser Absicht handeln, sich doch an sich ein Verdienst um Deutschland erwerben, bznn sie entziehen dem: Ausland unser gutes deutsches Gold. Unb wenn dies Gold auch! nicht direkt in die deutsche Reichsbank, in die allein es jetzt gehört, geführt wird, so kommt es doch nach einem unter deutscher Verwaltung stehenden Lande und von ihm aus auf dem oben gezeichneten Wege in die Kammern der Neichsbank. Es ist auch nicht so, daß nur Juden daran beteiligt wären, alle Kreise in Polen leben da unter den gleichen Bedingungen; aber man kennt ja die Methode, jeden Juden, der anscheinend' ein Gesetz übertreten hat, als typisch für alle hinzustellen, andere Fälle aber als Einzelfälle zu buchen oder totzuschweigen. Nun soll jene Methode des Goldankaufes im Ausland durchaus nicht als verdienstvoll hingestellt werden, sie mag auch unerwünschte Wirkungen haben, aber erklärt soll mit all dem Voraufgegangenen werden, wie auch Juden in diese Sache hineingezogen werden. Man verlangt von ihnen Gold, und sie glauben, es haben zu müssen, und suchen es sich zu verschaffen. So liegen die Dinge, so sind die Tatsachen. Nochmals, man soll dem deutschen Beamten keinen Strick daraus drehen, er handelt in bester Absicht, aber — man soll dann auch nicht das Odium auf andere abwälzen, das ist undeutsch, denn es ist nicht ehrlich-. Wir wehren uns darum nicht nur gegen den Artikel an sich und weisen ihn mit all seinen Verdächtigungen' zurück, sondern bedauern es tief, daß er in deutschem Gewände in einer Weise verbreitet werden konnte, daß mancher meinen) konnte, man lege von oben her Wert aus ihn. M. D« & In der vorigen Nummer unserer Zeitschrift haben wir über geheime Vorbereitungen zu einem Feldzug gegen die Juden berichtet. Die „Jüdische Nundschau" war in der Lage gewesen, ein Schreiben des antisemitischen Generalsekretär tzenningsen in Hamburg an einen Professor abzndrucken, aus dem hervorging, daß Herr tzenningsen beauftragt worden ist, unter Heranziehung geeigneter Mitarbeiter eine Schrift über die Juden im Weltkriege herauszugeben, die das „umfangreiche, belastende Material, das der Weltkrieg gegen die Juden ergeben hat", verwerten soll. Die Herausgabe der erster: Auslage solle auch für das Judentum eine Überraschung bedeuten und deshalb gleich nach. Beendigung des Krieges nicht im Buchhandel erscheinen, sondern kostenfrei in großer Zahl an Offiziere, Osftziersheime, Fabrik- und Gutsbesitzerz

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