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Im deutschen Reich · 1917-12-01 · Heft 12 (Dezember 1917) · p. 502

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 12 (Dezember 1917)
Article
Alldeutsch oder international
Date
1917-12-01
Page
502 (sequence 4)
Language
German
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502 Im Deutschen Ne ich, der '?(l(bcuifdf)cn einer Erklärung bedarf. Er fühlt das Bedürfnis, die Alldeutschen zu verteidigen, ::nd darum geeist er an. „Es ist zu beklagen, daß von jüdischer Seite heute beständig: mtb ganz grundlos gegen die Alldeutschen gekämpft wirb, man meint' den Antisemitismus 'erfolgreich zu bekämpfen, indem man den nationalen Gedanken bekämpft." Der Brustton der' Uebe.rzeugung ist gewiß etwas wert, faitn aber Wohl kaum darüber hinwegtäuschen, daß ein Beweis für diese kühne B,ehauptung schwer fallen wird. Friedrich hilft sich bantit, daß er den nationalen Gedanken einfach -mit den: Atldeutschtum gleich seht. Daß die Inden letzteres bc* kämpfen, nicht als Prinzip, sondern als Erscheinungsform, ttnrd man ihnen nach der Lektüre der bisher erschienenen Hesle von. „Deiltschlands Errieueruilg", des angeblich vorne h nr st e n Organs der Alldeutschen, nicht verübeln können. Aber es dürften doch in Deutschland noch etliche Dutzend Millionen von Menschen existieren, die mit dem Durchschnitt jüdischer Anschaltung übereinstimmen. Fragt man Friedrich, wo und Unc denn eigentlich die Juden den nationalen Gedanken bekämpfen, so wird er au Stelle von irgendwelchem Material wahrscheinlich machtvoll nur das eine Wort „ I u d e n p r e s s e. " hervorsclUeudern. lU'aUonal ist ein. Gesinnuttg^begrisf uub national denkt, wer ehrlich die Interesse::' seines Vaterlandes seine Straft widmet, wer die Interessen seines Vaterlandes feinem eigenen Wohl überordnet. Nationalismus wird darum weder in der Presse noch in der Voüsversannnlung seinen echtesten Ausdruck finden. Den wirtlichen Sachverhalt hätte Friedrich bei einigem Nachdenken leicht feststellen können. Es widerstrebt uns schon, darauf hinzuweisen, daß das Judentum diesen echten Nationalismus ebenso wie jene großen, al# „Volksverräterisch" verschrieenen deutschen Volksschichten still und treu betätigt. Die ganze jüdische Jugend steht unter den Waffen und irgendeine auch nur im entferntesten begründete Stfane über ihr Verhallen ist 'nicht geänßerl worden. Etil preußischer Kriegs- Minister hat ausdrücklich -anerkannt, daß das Verhalten der Juden keinen Grund zur Klage abgegeben habe. Tausende vor: Inder: sind gefallen, deren Andenken die vornehme Zeitschrift „Deutschlands Erneuerung" freilich dadurch beschimpft, daß sie ar: den angeblich Zu niedrigen Zahlen herummäkelt, die freilich kaurn anderen Menschen befannt sind, als nur ihr allein. Etwa zweitausend Juden fiub zu Offizieren befördert worden,'.mehr als dreihundert haben bereits das Eiserne Kreuz I. 5kl., mindestens 15 00t) das Eiserne Kreuz II. 5kl. Und wenn man auch irr alldeutschen Streifen beklagt, daß'Beförderungen und Auszeichnungen oft hinter der Front erfolgt seien und daß man es manchen Leuten sehr leicht gemacht habe, — die Juden haben gewiß nicht dazu gehört. Wenn selbst heute in der Zeit nationaler Erhebungen über

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